Antikapitalistischer Weihnachtsmann in Wiesbaden gesichtet

Schaltet man im Dezember den Fernseher oder das Radio ein, könnte man glauben, es gäbe nichts Wichtigeres als Geschenke. Materielle selbstverständlich. Hat man sie schon alle? Hat man die Richtigen? Hat man das Beste? Das sind die Fragen, die endlos wiederholt werden, als hänge das eigne Leben davon ab und liest man die Berichte, die davon erzählen, welche Familiendramen sich wegen Geschenken am Weihnachtsabend in der BRD abspielen, könnten sie sogar recht haben.

Doch dem sollte nicht so sein. Ein Geschenk sollte nur das Symbol der Zuneigung sein, doch heute, in einer Welt, in der der Materialismus so allgegenwärtig ist, dass man überhaupt schon die Existenz anderer Werte vergessen hat, ist dies anders. Sie ist das Preisschild an Tand, der sich im nächsten Monat schon in der Tonne wiederfindet.

Wie jedes Jahr stellt unsere Partei sich der Degenerierung dieses schönen Brauches in der ganzen Republik entgegen und schickt ihre Weihnachtsmänner aus. Am 15.12. war es dann auch in Wiesbaden so weit, als der Weihnachtsmann auf dem Sternschnuppenmarkt eintraf und dort Plätzchen und antikapitalistische Botschaften an die Besucher verteilte.

Die auf dem Weihnachtsmarkt anwesenden Coca-Cola Lastwagen, die sich erdreisteten, sich mit seinem Antlitz zu schmücken, waren dem Weihnachtsmann eine bittere Ermahnung daran, wie sehr seine Anwesenheit nötig war.





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