Weihnachten im Zeitsprung (Teil 2/2)

Das neue Weihnachten:

Es ist Julmond und es hat wieder nicht geschneit,

das Leben ist geplagt von einer sehr gestressten Zeit.

Radio, Fernseher oder Plakate überschlagen sich mit „kaufe, kaufe, kaufe“,

ein jedes Geschäft zieht täglich neue Schnäppchen aus der Taufe.

Hektisch fegt Gunther den Dreck von den Straßen,

schon stolpern Passanten vorbei wie gehetzte Hasen.

Kinder sieht man spielend nur noch selten,

weil heutzutage andere Vorlieben gelten.

Zumeist sieht man sie übers Handy gebeugt, ganz krumm,

oder sie hängen gelangweilt irgendwo an Straßenecken herum.

Das gemütliche Schlendern hat sich in eiliges Hasten verwandelt,

und die netten Gespräche in „Laß mich in Ruhe, keine Zeit“ umgewandelt.

Überall sieht man „Sale“ und „Merry Christmas“ Sprüche in Schaufenstern darben,

sie blinken und leuchten in aufdringlich bunten Farben.

Die Weihnachtsmärkte sind von schweren Betonpollern umringt,

sie schützen vor Terroristen bei denen „Allah hu Akbar“ erklingt.

Die Polizei ist dort immerdar präsent,

sie sollen schützen vor diesem gewalttätigem Verbrecherelement.

Diebe, Grabscher und Vergewaltiger sind bekannt für ihre Masche,

seitdem ruht hütend die Hand auf jeder getragenen Tasche.

Der Weihnachtsmarkt heißt jetzt übrigens nur noch Wintermarkt,

so wurde für bunte Toleranz das Deutsche Brauchtum einfach eingesargt.

Auch fremdländische Musik überschwemmt nun das Fest,

„Last Christmas“ oder „Jingle Bells“ man erklingen läßt.

„We wish you a merry christmas“ singt jeder fröhlich mit,

und sammelt bei Donuts und Cookies seinen Appetit.

Ein Weihnachtsmann verteilt genervt Geschenke an die Kleinen,

doch schlimmer ist es, was Eltern dazu meinen.

Sie fragen sich: „Warum tut er das? Wie sieht er nur auf mein Kind?

Ob da wohl niedere Gedanken im Spiele sind?“

Ein schwarzer Gospelchor trällert amerikanische Lieder,

jazzt und grooved auf Party wieder und immer wieder.

Dazu noch die bunten Lichter und die feierliche Stimmung ist dahin,

die Partymeile Winternacht lechzt gierig nach Gewinn.

Dennoch ist das Gemüt angespannt, etwas drückt wie ein eiserner Vorhang,

der importierte Terror macht den Bürgern Angst und Bang.

Es gab schon zuviele Übergriffe und jede dunkle Gasse birgt in sich Gefahr,

was viele vorher anmahnten, wurde schließlich traurig und wahr.

Oma Adelheid macht plötzlich ganz große Augen – sie sieht eine Tasche,

sie lehnt verlassen an einer Bude und heraus hängt eine Lasche.

Sofort ruft sie die Polizei – das ist ein Bombenanschlag!

Jetzt schlägt auch auf diesem Feste der jüngste Tag.

Heraus geht eine Bombenwarnung, der Platz wird geräumt,

sogleich wird das Gelände von Sicherheitsleuten umsäumt.

Dann plötzlich Entwarnung, die Tasche ist harmlos,

sie wurde einfach vergessen – bedeutungslos.

So bringt das Fest eher Sorge und Angst,

ein Fest, bei dem du um deine Sicherheit bangst.

Von der besinnlichen und ruhigen Zeit ist nichts mehr übrig,

dafür ist der Geist des Terrors und der Eile äußerst lebendig.

Zwischen Betonpoller und Polizei keimt von der Erkenntnis ein Stück,

das muß sie sein, die hochgepriesene tolerante und bunte Republik!

Zum Nachlesen: Teil 1





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