Gewinner des Julrätsels 2018

Heute möchten wir die Gewinner des Julrätsels 2018 bekannt geben.

Den 1. Platz mit 21 richtigen Antworten belegte Christian aus Wien. Herzlichen Glückwunsch!
Den 2. Platz errang mit 20 richtigen Lösungen S.G. aus dem Schwarzwald.
Den 3. Platz durften wir gleich zweimal vergeben. Einmal geht der Preis an Klaus E. F. und zum Anderen an Julian aus dem Sauerland. Beide waren mit zwei falschen Antworten gleichauf.

Wir gratulieren allen Siegern und bedanken uns ausdrücklich bei allen Teilnehmern. Wir freuen uns schon jetzt auf das Julrätsel im kommenden Dezember.
In den nächsten Tagen schreiben wir die Gewinner noch per E-post an.

Anbei nochmal die Lösungen zu unserem Julrätsel aus dem Jahr 2018 .

1. Von wem stammt das Motto „Frisch, fromm, fröhlich, frei“?

Antwort: Turnvater Jahn

Weitere Infos findest du hier.

2. Nach welchem rumänischen Ort ist ein grausames Experiment benannt, mit denen die rumänische Geheimpolizei politische Gefangene zu „guten Kommunisten“ umerziehen wollte?

Antwort: Pitești.

Das sogenannte Pitești-Experiment ist eines von zahlreichen erschreckenden Beispielen für welche perversen Abartigkeiten der Kommunismus ein fruchtbarer Nährboden ist. Es startete am 6. Dezember 1949 und geht vermutlich auf den verbrecherischen Innenminister der Sowjetunion Lawrenti Beria oder auf Stalin direkt zurück. Ziel war es, durch permanente Folter, die von Wärtern angeleitet und kontrolliert und von hemmungslosen Gefangenen angewendet wurde, die Gefangenen (mehrheitlich Studenten) zu brechen und selber zu folternden Kommunisten zu erziehen. Im Gefängnis von Pitești begann das Experiment am 6. Dezember 1949. Maßgeblicher Folterknecht war der Gefangene Eugen Țurcanu der die Vereinigung „Organizația Deținuților cu Convigeri Comuniste“ (ODCC, Organisation von Gefangenen mit kommunistischer Überzeugung) gründete. Die „Umerziehung“ lief mit brutaler Gewalt ab. Schläge, schwere körperliche Misshandlungen und perverse Demütigungshandlungen wurden massenhaft an den Gefangenen vorgenommen. Ein kleiner erschreckender Auszug:
– Gefangene mussten mit einem Lappen zwischen den Zähnen die Zellen putzen, während ein ODCC-Scherge auf ihrem Rücken ritt;
– Schlafentzug: umerzogene Kommunisten schlugen den anderen Gefangenen nachts mit einem Gummischlauch auf die Füße sobald diese einschliefen;
– Wenn schlafen erlaubt war, dann nur in der vorgeschriebenen Position, auf dem Rücken liegend und die Hände auf der Brust. Sobald die Position geändert wurde, setzte es Schläge eines kommunistischen Gefangenen;
– Die Nahrungsaufnahme fand auf dem Boden kniend statt, indem die Gefangenen mit auf den Rücken gefesselten Händen kochend heißes Essen aus einer Schüssel lecken mussten;
– Auch ihre eigenen Ausscheidungen mussten die Gefangenen hin und wieder aus einer Schüssel in der oben beschriebenen Haltung essen;
– Christliche Gefangene wurden jeden Morgen „getauft“, indem ihre Köpfe in den Fäkalieneimer getunkt wurden, während die anderen Gefangenen Taufgesänge singen mussten;
– An Ostern 1950 mussten die Gefangenen eine perverse Messe abhalten. Ein Gefangener wurde als „Priester“ nackt in ein mit Kot beschmiertes Bettlacken gekleidet. Er musste während der Messe pervers entstellte Gebete aufsagen. Um den Hals hing ein aus Seife geschnitzter und mit Entlausungspulver bepuderter Penis. Diesen mussten die anderen Gefangenen küssen und „Christus ist wiedergeboren“ sagen.
Die Schergen des kommunistischen Geheimdienstes weiteten das Experiment nach und nach auf mehrere Gefängnisse aus. Als erste Nachrichten an die Öffentlichkeit drangen, wurde das perverse Experiment Anfang 1952 eingestellt. Țurcanu und einige seiner Mittäter wurden zum Tode verurteilt, um sie wirksam zum Schweigen zu bringen. Ein paar niedrige Geheimdienstfunktionäre erhielten geringe Haftstrafen und wurden nach wenigen Monaten wieder aus dem Gefängnis entlassen.

3. Welche ostpreußische Stadt wurde am 31. Oktober 1353 gegründet?

Antwort: Allenstein

4. In welcher Stadt fand 1989 die erste Massendemonstration auf dem Gebiet der DDR statt, die nicht von Sicherheitskräften aufgelöst werden konnte?

Antwort: Plauen

Zum 40. Jahrestag der Republik am 7. Oktober 1989 wurde mittels maschinengeschriebener Zettel und Mundpropaganda zu einer Demonstration in der Innenstadt aufgerufen. Die Stasi wusste zwar davon, unterschätzte die Lage jedoch völlig. Gegen 15 Uhr versammelten sich Tausende Menschen auf dem Theaterplatz und dem Otto-Grotewohl-Platz (Tunnel), ohne konkret zu wissen, was passieren würde. Die Polizei versuchte mit dem Einsatz von Wasserwerfern (mangels eigener Fahrzeuge wurden welche der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt) und eines Hubschraubers, die Menge aufzulösen und den Platz zu räumen; was ihr aber nicht gelang. Etwa um 16:15 Uhr formierte sich ein Demonstrationszug, der vorerst in Richtung Bahnhofstraße zog und um etwa 17:30 Uhr wieder vor dem Rathaus eintraf. Dabei wurden Transparente mit Losungen wie „Wir brauchen Reformen“, „Für Reformen und Reisefreiheit gegen Massenflucht – vor allem Frieden“ oder „Reisefreiheit – Meinungsfreiheit – Pressefreiheit“ mitgeführt. Vor dem Rathaus wurden Rufe laut, die verlangten, dass der Oberbürgermeister Norbert Martin herauskommen sollte, um mit ihm Gespräche zu führen. Durch den besonnenen Einsatz von Superintendent Thomas Küttler, der zwischen Rathaus/Polizei und Demonstranten vermittelte, blieb die Demonstration friedlich und löste sich mit dem Ruf „Wir kommen wieder“ gegen 18 Uhr langsam auf, nachdem beschlossen worden war, am nächsten Sonnabend erneut zu demonstrieren, und es außerdem Gespräche zwischen Plauener Bürgern und dem Oberbürgermeister geben sollte. Quelle: Wikipedia

5. Von welchem Maler der Frühromantik, gelebt und gewirkt 1774 bis 1840, stammen die Worte:
„Die Kunst tritt als Mittlerin zwischen die Natur und den Menschen. Das Urbild ist der Menge zu groß zu erhaben um es erfassen zu können.“

Antwort: Casper David Friedrich

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6. Wie wurde der U-Boot Kommandant Günther Prien noch genannt?

Antwort: „Der Stier von Scapa Flow“. In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1939 drang Prien mit seinem U-Boot U47 vom Typ VII in den stark bewachten englischen Kriegshafen ein. Dort versenkte er das Schlachtschiff Royal Oak und konnte wieder unerkannt entkommen. Für die wagemutige Mission erhielt Prien das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

7. Welcher Akademikerverband hat den Wahlspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“?

Antwort: Deutsche Burschenschaft

Die Deutsche Burschenschaft ist heute ein Verband mit etwa 7.000 jungen und alten Mitgliedern in fast 70 Burschenschaften. Mitglied in einer Burschenschaft zu werden ist mehr als nur einem Verein beizutreten. Es bedeutet vor allem die freiwillige Verpflichtung, sich für ideelle Ziele einzusetzen, die im Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft „Ehre – Freiheit – Vaterland“ umrissen werden.

Weiterführende Infos hier.

8. Wo befindet sich die flächenmäßig größte deutsche Kriegsgräberstätte der Welt?

Antwort: Ysselsteyn / Holland

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9. Von wem stammt der Kupferstich?


Antwort: Albrecht Dürer

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10. Welchen Namen trägt das chinesische Pendant zum sowjetischen Gulag-System?

Antwort: Laogai.

Láo găi kann als „Reform durch Arbeit“ übersetzt werden. Hinter diesem Begriff verbirgt sich das am dichtetesten bevölkerte Kerkernetz aller Zeiten. Zig Millionen Menschen verendeten in den Arbeits- und Umerziehungslagern des kommunistischen Chinas. Mitte der achtziger Jahre saßen hier einer Schätzung von Harry Wun zufolge ca. 50 Millionen Menschen in Haft und das, nachdem es 1978 eine große Freilassungswelle gegeben hatte. Neben Zwangsarbeit und menschenunwürdigen Haftbedingungen versuchen die chinesischen Kommunisten auch heute noch, die Gefangenen umzuerziehen.

11. Welche Blume diente 1933 bis 1938 in Österreich als Erkennungszeichen der damals dort verbotenen Nationalsozialisten?

Antwort: Kornblume

Die 1909 gegründete, zum völkisch-antisemitischen Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband gehörende Jugendorganisation Fahrende Gesellen nutzte – mit Bezug auf die österreichische Schönerer-Bewegung – die Kornblume als Bundeszeichen.
Seit der Mitte der 1920er Jahre nutzte der Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA) die Kornblume in seiner Symbolik. 1933 wurde sie offizielles Symbol des jetzt großdeutsch orientierten VDA, der sie in seiner Zeitschrift als „Überliefertes Sinnbild der Schutzarbeit“ und „Symbol des Volkstumkampfes“ bezeichnete.

Die Kornblume gilt auch als Symbol der Ungarndeutschen bzw. Donauschwaben. Die Kornblume war deshalb auch das Zeichen der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Maria Theresia“, die überwiegend aus Ungarndeutschen bestand.

12. Von welchem deutschen Dichter stammt das Zitat: „Und setzt ihr nicht das Leben ein, nie soll euch das Leben gewonnen sein“?

Antwort: Friedrich Schiller

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13. Nibelungensaga: Wer fällt durch das Schwert Giselhers, da er um seiner Ehre willen die Schmähungen Volkers nicht ungerächt lassen will?

Antwort: Wolfhart

Das höchste Ziel des Kriegers wird am deutlichsten von Wolfhart formuliert, einem jungen Heißsporn unter den Leuten Dietrichs von Bern: der Nachruhm nach einem Heldentod. Wolfhart erhält im Kampf von Giselher eine tödliche Wunde, ist aber nicht sofort tot. Da er weiß, dass er gleich sterben wird, ist Verteidigung sinnlos. Er kann daher den Schild wegwerfen, mit beiden Händen das Schwert packen und so fest auf Giselhers Haupt schlagen, dass dessen Helm bricht. Giselher ist sofort tot. Wolfhart kann im Sterben noch sehen, dass ein würdiger Gegner ihn fällte, er selbst sich dafür rächen konnte und außerdem sein Oheim Hildebrand anwesend ist, der seinen, Wolfharts, Nachruhm verbreiten wird. Er stirbt glücklich (Strophe 2299 in Hs. B)

14. Auf welches Datum fällt im Jahr 2019 der traditionelle Heldengedenktag?

Antwort: Auf den 10. März 2019.

Entgegen dem heutigen Brauch, der Gefallenen der Kriege am Volkstrauertag im Herbst zu gedenken, wurde im letzten Jahrhundert das Soldatengedenken im Spätwinter/Frühling ins Leben gerufen. Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges vorgeschlagen. Im Reichstag fand die erste Gedenkstunde schließlich 1922 statt und der erste reichsweite Gedenktag wurde am 1. März 1925 abgehalten. 1926 wurde schließlich entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig am fünften Sonntag (Sonntag Reminiscere) vor Ostern zu begehen, und war damals ebenso wie heute an den kirchlichen Kalender gebunden.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten hielt man dieses Datum erst einmal aufrecht und das Heldengedenken wurde ab 1934 als staatlicher Feiertag verankert. Im Jahr 1939 beschloss jedoch die damalige Reichsregierung den Heldengedenktag um den 16. März zu legen, dem Tag der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. So sollte der Heldengedenktag zu Ehren der toten Helden unseres Volkes zum 16. März stattfinden, wenn dieser an einen Sonntag fiel, andernfalls sollte er am Sonntag vor dem 16. März begangen werden. Mit diesem Schritt wurde auch die Bindung an die christliche Zeitrechnung aufgegeben.

15. Welchen deutschen Nationalisten nannte man auch „Anwalt für Deutschland“?

Antwort: Jürgen Rieger

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16. Wie viele Alpen- und Donau-Reichsgaue gibt es?

Antwort: 7

Tirol-Vorarlberg, Salzburg, Oberdonau, Niederdonau, Groß-Wien, Steiermark, Kärnten

17. Bist als Zeuge nach der aktuellen Gesetzeslage verpflichtet, bei der Polizei eine Aussage zu machen?

Antwort: Nein, hier hat sich nichts geändert. Neu ist lediglich, dass die Staatsanwaltschaft der Polizei die staatsanwaltliche Zeugenvernehmung auftragen kann. Dann musst du eine Aussage tätigen (wie bei einer staatsanwaltschaftlichen Vorladung), mit Ausnahme, du würdest dich oder Angehörige belasten. Solltest du in dieser Form vorgeladen werden, muss auf dem Schreiben der Polizei explizit darauf hingewiesen werden. Es ist dann ratsam einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand hinzuzuziehen.

18. Welcher bekannte deutsche Philosoph wurde an einem 10. Dezember in Hannover geboren?

Antwort: Ludwig Klages

Weitere Infos findest du hier.

19. Welche deutsche Kulturmetropole wird im Volksmund auch „Elbflorenz“ genannt?

Antwort: Dresden

20. Von wem stammt der Satz: „Der Terror ist auf eine Grundlage zu stellen und auf dieser Grundlage gesetzlich zu verankern, und zwar klar und deutlich ohne Falschheit oder Verschleierung der Wirklichkeit.“

Antwort: Der bezeichnende Satz stammt nicht von einem durchgeknallten Terrorfürsten aus Afrika oder einen der religiösen Fanatiker des IS. Der von so vielen roten Genossen hierzulande hochverehrte Massenmörder Lenin schrieb dies in einem Brief vom 17. März 1922 an Kurski, dem Volkskommissar für die Justiz in der Sowjetunion. Es sind seine Befehle, den Staatsterror im neuen Strafrecht gesetzlich zu verankern.

21. Wo befand sich von April bis Juni 1945 das größte US-Kriegsgefangenenlager in für den süddeutschen Raum?

Antwort: Langenzenn

Vom 17. April 1945 bis Ende Mai 1945 diente das sogenannte „Prisoner of War Temporary Enclosure“ der US-Army in Langenzenn als Durchgangsstation für ca. 100.000 bis 350.000 Gefangene. Viele von ihnen starben durch die Hunger- und Durstfolter der Bewacher, an Krankheiten wie der Ruhr oder durch die Gewaltorgien der amerikanischen Soldaten. Für die meisten Soldaten ging es nach teilweise mehrwöchigem Aufenthalt in Langenzenn weiter in die Hungerlager an den Rheinwiesen, wo sie ein noch schrecklicheres Schicksal erwartete. (siehe auch)