„Der III. Weg“ unterstützt Tierheime im Münchner Umland und in Ingolstadt

Es ist ein kalter und verschneiter Januartag, als der Wagen mit Münchner Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern an dem Grundstück eines Tierheims im Münchner Umland hält. Mit Kisten voller Hunde- und Katzenfutter, sowie Päckchen mit weiterer Nahrung wird jeder bestückt und schon kommen die ehrenamtlichen Helfer der Tierauffangstation. Eine Schubkarre wird beladen und es geht auf das Grundstück. Dort wird man schon von einigen Vierbeinern mit freudigem Bellen begrüßt und übergibt die Spende.

Es geht nicht immer so freudig bei den Ehrenamtlichen dieses Tierheims zu, denn die finanziellen Mittel sind äußerst knapp. Eine vom gleichen Verein betriebene Tierauffangstation musste dieses Jahr geschlossen werden, da der Betrieb nur mit ehrenamtlichen Helfern nicht mehr zu stemmen war. Die Finanzierung des Vereins erfolgt überwiegend über Spenden sowie über einen kleinen Obolus, den die Mitglieder selbst zahlen. Finanzielle Mittel von Staat und Kommune gibt es nicht. Gerne würde der Vereine eine hauptamtliche Vollzeitkraft und zwei Mitarbeiter auf 450-Euro Basis einstellen, doch ohne öffentliche Mittel ist das nicht zu stemmen.

Dabei mangelt es an hilfsbedürftigen Tieren nicht, allein 2017 wurden 326 Tiere aufgenommen, darunter 117 Kaninchen, 69 Katzen und 45 Vögel. Auch größere und exotische Tiere werden gelegentlich aufgenommen, da das Veterinäramt hier auch Tiere aus schlechter Haltung abgibt. Man könnte meinen, dass in einer Gegend, in der aufgrund guter Konjunkturlage genügend Steuergelder vorhanden sind, Geld für die kleinen Kreaturen da sein sollte. Doch offenbar fehlt der politische Wille, sich hier sozial zu engagieren. Während für die komfortable Unterbringung von Asylanten Unsummen ausgegeben werden, hat man für die kleinen Nager kein Herz.

Nicht nur in der Politik, sondern auch in der breiten Masse der Bevölkerung ist Tierleid ein verdrängtes Thema. Viele Tiere werden scheinbar immer noch als materielle Bedarfsgüter angesehen. Nach Lust und Laune angeschafft, werden sie bei Missfallen wieder abgegeben wie ein altes Mobiltelefon oder ein leistungsschwacher Staubsauger. So wurden beispielsweise in einem Berliner Tierheim im Zeitraum vom 20.-26. Dezember 37 Tiere neu aufgenommen. „Insgesamt scheint dieses Jahr das Jahr der Aussetzungen gewesen zu sein”, konstatierte eine Sprecherin der Unterkunft.

Dass die Kampagne der Partei „Der III. Weg“ unter dem Motto „Tierfutter statt Böller“ steht, ist dabei kein Zufall. Denn auch zur vergangenen Jahreswende blieben die Ausgaben der Deutschen für Feuerwerkskörper auf der Rekordhöhe von 137 Millionen Euro. Die mehrheitlich in Fernost produzierten Knallkörper sind gern verpulvertes Geld, für ein einfaches Raketenpaket zahlt man bereits etwa 16 Euro. Auch der Einzelhandel konnte sich im vergangenen Jahr über einen Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft freuen: Erstmals wurde die 100-Milliarden-Euro-Schwelle durchbrochen. Eine Verbraucherbefragung des Ifes-Instituts der FOM Hochschule zum Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft ergab, dass die Deutschen im Durchschnitt 472 Euro für Geschenke investieren wollten. Wenn die Solidarität mit Tieren verbreiteter wäre, könnten kleinere Beträge schon viel bewirken.

Bei einer Straßensammlung in der Münchner Innenstadt, in einer der teuersten Einkaufszonen Deutschlands, war vom locker sitzenden Geldbeutel jedoch wenig zu spüren. Zwar gaben einige Münchner kleine Spenden, doch die meisten Leute gaben sich verschlossen, versuchten der Sammlung so schnell wie möglich auszuweichen. Keine Zeit, kein Geld für den gemeinnützigen Zweck! Dank des unermüdlichen Eifers unserer Aktivisten konnte dennoch eine ansehnliche Spende aufgetrieben werden.

Aber nicht nur in München waren die Mitglieder vom Stützpunkt München/Oberbayern unterwegs. So wurde fast zeitgleich zur Spendenübergabe im Münchner Umland auch in Ingolstadt von örtlichen Mitgliedern unserer Partei eine Spende am dortigen Tierheim überreicht.

Auch im nächsten Jahr will sich der Stützpunkt München/Oberbayern daher wieder beteiligen, wenn es heißt: „Tierfutter statt Böller!“





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