Die Weggefährtin #026: Das „Frauenbild“ aus biologisch-weltanschaulicher Sicht – Teil 1/2

Die Frau – launisch, sensibel, fürsorglich, mütterlich, ehrgeizig, dem Manne untergeordnet, dem Manne überlegen? Die Bedeutung „der“ Frau wandelte sich stets mit dem Zeitgeist. War sie in den 50er Jahren noch die Hausfrau, die die Kinder hütete, strebt sie heute den Sitz des Managers an und will von Kindern kaum noch etwas wissen. Freiheit und Selbstbestimmung sind die Schlagworte der heutigen Bewegung von Feministen unter dem Deckmantel der Emanzipation. Die Lehrerin (SPD- Mitglied) Verena Brunschweiger veröffentlichte jüngst ihr Buch: „Kinderfrei statt Kinderlos“ und argumentierte dort, dass kinderlose Frauen unter Rechtfertigungsdruck stünden, weil die Gesellschaft Mutterschafterwartung an die Frauen hätten. Dagegen verwehrt sich Frau Brunschweiger und argumentiert, dass wir schließlich nicht mehr im 14. Jahrhundert lebten.

Dieser Gedanke und was als geistiges Fundament dahinter steckt, soll uns zum Kern unseres Artikels bringen. Ist die Rolle der Frau nur gesellschaftlich anerzogen bzw. gesellschaftlich zugeordnet worden? Weisen uns reale gesellschaftspolitische Situationen die jeweiligen Rollen zu oder gibt es so etwas wie die „Natur der Frau“?

 

 

Fangen wir also mit der Betrachtung des Fundamentes an, die biologische Betrachtung und deren weltanschauliche Rückschlüsse, die wir dadurch zur Rolle der Frau gewinnen können. Zuerst einmal wollen wir klären, was männlich und weiblich in der Biologie bedeutet und was unter „Geschlechterrolle“ zu verstehen ist.

 

Klärung der Begriffe

Laut dem Evolutionsbiologen U. Kutschera (vgl. Quelle 1) seien Mann und Frau grundverschiedene Menschentypen innerhalb der Biospezies Homo sapiens. Seit 2014 herrsche ein XY-XX-Ganzkörper-Mann-Frau-Menschenbild. In der Wissenschaft sei herausgefunden worden, dass die Chromosomen, XY-XX, Ganzkörpergeschlechtschromosomen sind, das heißt, die Geschlechtschromosomen bilden nicht nur Geschlechtsorgane aus, sondern wirken im gesamten Körper. Wir Menschen seien Unisexwesen bis zur 6. Schwangerschaftswoche, das primäre Geschlecht sei weiblich, erst dann vermännlicht das Gehirn.

In der Biologie seien weibliche und männliche Personen dadurch definiert, ob sie Eizellenproduzenten oder Spermienproduzenten seien.

„Frau sein heißt, befruchtungsfähige Eizellen zu produzieren, das ist Frau sein in der Biologie“ (2- ab 3:30)

Irenäus Eibl-Eibesfeldt beschreibt die Geschlechtsrolle wie folgt:

„[…] bezeichnet das für das männliche oder weibliche Geschlecht kulturell als angemessen betrachtetes (erwartetes oder vorgeschriebenes) Verhalten der Geschlechter. Wir verwenden den Begriff hier zunächst in diesem weiteren Sinne und stellen die Frage, ob das kulturell Angemessene auch ausschließlich kultureller Prägung ist.

Innerhalb des geschlechtsrollenspezifischen Verhaltens kann man geschlechtstypische von geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen unterscheiden.

Geschlechtstypisch sind Verhaltensweisen, die zwar in beiden Geschlechtern vorkommen, aber verschieden häufig. So sind Männer und Frauen aggressiv, die Männer jedoch deutlich aggressiver.

Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen sind dagegen auf ein Geschlecht beschränkt. Dies sei zum Beispiel die Ausdifferenzierungen des Fortpflanzungsverhaltens.“ (3-372)

 

Familiäre Veranlagung des Menschen

Der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt (nachfolgend E.E. genannt) schreibt in seinem Lehrbuch der Humanethologie: „Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, dass es nicht an Versuchen mangele, die Familie als rein kulturelle Institution darzustellen, die jeder biologischen Grundlage entbehre. Außerdem bemühe sich eine feministische Fraktion um den Nachweis der sekundären Familität und behauptet, die Frau sei nicht von Natur aus mütterlich. Er schreibt, dass man so etwas gut behaupten könne, wenn man das Wissen um lästige Fakten verdränge und sich gar nicht erst der Mühe unterziehe, die anthropologische Literatur gründlich zu studieren.

Er zeigt weiterhin auf, dass der Mensch auf das permanente Zusammenleben in einer Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind(ern) stammesgeschichtlich vorprogrammiert und geeignet sei. Er schreibt, dass es einen familienlosen sozialen Urzustand beim Homo sapiens nie gegeben haben dürfte.

Die Entwicklung ginge von der Mutterfamilie aus, in der sich Mutter-Kind- Signale und die individualisierte Bindung entwickelt hätten.
Durch das Aufkommen der Brutpflege zwischen Mutter und Kind kamen die pro-sozialen Verhaltensweisen auf die Welt. Aus dem fürsorglichen Verhalten entwickelte sich die individualisierte Bindung, Liebe genannt, welche auch in den Dienst der Erwachsenenbindung gestellt wurde. Das wir Menschen Empathie empfinden, anderen helfen, uns gesellig Zusammenschließen und uns betreuen und betreuen lassen, dass wir Liebe empfinden, haben wir der Mutter-Kind-Bindung zu verdanken.

Der Humanethologe Gerhard Medicus schreibt:

„Mutterliebe ist ein Säugererbe und es gibt sie in allen menschlichen Populationen“. (4- S. 157)

Beide Humanethologen beschreiben in ihren Werken sinngemäß, dass die Mutter-Kind-Bindung „natürlich“ sei.

„Die Familialisierung des Mannes stellt eine Neuentwicklung der Art Mensch dar. Sie ist jedoch genetisch bereits durch eine Reihe von Anpassungen abgesichert.“ (3-S. 326)

 

Weltanschauliche Schlussfolgerung

Betrachten wir die stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschen bezogen auf die Familienentwicklung, müssen wir festhalten, dass „Die menschliche Familie als Kristallisationskern der Gemeinschaft“ (E.E.) anzusehen ist. Da der Mensch auf das Familienleben stammesgeschichtlich vorbereitet ist und es wohl nie einen familienlosen Urzustand bei uns Menschen gegeben habe, können wir die Familie als die menschliche Norm betrachten. Aberranten gibt es in jedem Bereich, das liegt an der Variabilität der menschlichen Genome, hervorgerufen durch den Evolutionsfaktor Rekombination. Jedoch dürfen wir nicht zum Fehlschluss gelangen, dass nur, wenn etwas zu einem bestimmten Prozentsatz vorkommt, dieses auch anstrebenswert wäre. Jeder Organismus hat das Ziel und ist bestrebt, seine Gene weiterzuvererben, denn wer nicht genetisch überlebt, stirbt aus.
„Bejaht man das Leben, dann muß man alles, was lebensfördernd ist, ebenfalls bejahen“. (3- S. 964)

Folglich ist die Weitergabe der Gene, der Aufbau einer Familie als Idealnorm anzusehen. Da der Mensch, besonders jedoch wir Frauen, stammesgeschichtlich auf familiäre Dauerpartnerschaften angepasst sind, es folglich zur menschlichen Natur gehört, ist die Familie auch die häufigste gelebte Form menschlichen Zusammenlebens und stellt somit die statistische Norm dar. Norm ist gleich normal, wer nicht der Norm entspricht, ist anormal, was keinerlei Bewertung, sondern ein reines Faktum darstellt. Wer folglich „kinderfrei“ leben möchte, hat eine anormale Einstellung und entspricht nicht der gelebten- sowie der Idealnorm. Dies ist auch gar nicht verwerflich! Wir Frauen sind so individuell und mannigfaltig in unseren Fähigkeiten und Eignungsgebieten, dass die „wahre“ Freiheit darin besteht, sich dort einzugliedern, wo man seine Interessen und Stärken sieht.

Jeder Mensch sollte seinen Platz in der Gemeinschaft nach seinen Fähigkeiten und seinem Können einnehmen und nicht gezwungen werden eine Rolle anzunehmen, die nicht seiner individuellen Natur entspricht. Diese Frauen sollten eben nur nicht von sich auf andere schließen und aus einer Minderheitenposition die Gesellschaftsverhältnisse zum Leittragenden der Mehrheit der Frauen bestimmen wollen. Wer als Frau eher atypisch ist und abweicht, soll es so annehmen, kein Mensch gleicht dem anderen. Sie sollte sich stattdessen anders einbringen und ihre Qualitäten bei ihren Interessen und Stärken unter Beweis stellen.

Es gibt genug Möglichkeiten sich zu entfalten, die Möglichkeiten stehen uns ja offen. Wer uns Frauen jedoch gegen unsere Mutterrolle aufzustacheln versucht, arbeitet gegen unsere menschliche Natur, arbeitet gegen die ureigensten Verhaltensweisen. Die Mutterrolle ist keine gesellschaftlich zugeordnete Rolle, die im 14. Jahrhundert oder sonst wann uns Frauen auf diktiert wurde. Sie ist unser ureigenster Wesenszug und natürliche Aufgabe unserer Weiblichkeit, die in der Evolution entstanden und stammesgeschichtlich in uns verankert ist. Wir Frauen sind von Natur aus die Hüterinnen des Lebens. Unsere vornehmlich geschlechtsspezifische Aufgabe obliegt der Partnerwahl, wir wählen die Männer aus, die ihre Gene weiterverbreiten dürfen. Wir wählen durch die „sexuelle Zuchtwahl der Weibchen“ (sexuelle Selektion) nach E. Mayr, die Träger bestimmter Merkmale aus, die einen höheren Fortpflanzungserfolg haben, der direkt zu höherer Nachkommenzahl führt. Uns Frauen fällt daher die Rolle der Partnerselektion zu.

 

Die Rolle der Frau in der Familienstruktur

Der körperliche Aufbau bedingt bestimmte Fähigkeiten: Die Frau ist als Einziges zur Empfängnis imstande. Auch ist sie es, die als einziges im Stande ist mit den Milchdrüsen Milch zu produzieren. Nun trägt eine Frau in der Schwangerschaft den Nachwuchs erst im eigenen Körper, gebärt diesen und säugt ihn die ersten Monate bzw. Jahre und trägt ihn am Körper. Somit waren Mütter eine lange Zeit für vieles einfach ungeeignet. Wofür sie allerdings dadurch sorgten, war das Überleben der Gruppe durch Nachkommen, Weitergabe von Wissen und Werten an diese und auch das Zusammenhalten des sozialen Gefüges innerhalb der Gruppe. So erfüllte jeder seine Aufgaben nach seinem Können und das bewährte sich über Jahrtausende, wurde ständig optimiert und brachte uns nun hin, wo wir heute stehen. Mann und Frau unterscheiden sich!

Die Hormone beispielsweise, die viele unserer Körperfunktionen kontrollieren, ähneln sich zwar bei Mann und Frau, kommen aber unterschiedlichen häufig vor. So haben Frauen genauso Testosteron, wie Männer, davon allerdings viel weniger. Die Wissenschaft geht davon aus, dass wir Frauen 10-mal weniger Testosteron hätten als die Männer. Der Hormonhaushalt ist in der Eignung zur Kinderbetreuung gar nicht mal so unwichtig:

Der Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth schließt aus den aktuellen Befunden, dass für unterschiedlichen Verhalten zwischen den Geschlechtern vor allem hormonelle Zusammenhänge verantwortlich seien. So wisse man, dass Frauen stärker auf Stress reagieren als Männer und im Schnitt etwas ängstlicher und besorgter seien. Testosteron hemme das Stresshormon Cortisol. Weil bei Frauen im Schnitt weniger Testosteron im Hirn zirkuliere, könne das Stresshormon bei ihnen ungestört wirken.

Testosteron übernimmt vielfältige Aufgabe in unseren Organismus, es besteht ein Zusammenhang zwischen Aggressivität und Testosteron.

Der Evolutionsforscher U. Kutschera sagt, dass das Babygeschrei dafür diene, die Mütter anzulocken und das Brutpflegeverhalten, das evolutionär tief verwurzelt sei, auszulösen. Der typische, durchschnittliche Mann reagiere, biologisch bedingt, auf Babygeschrei aggressiv, er würde gar ausflippen. Typische Männer könnten dieses nicht ertragen. Dabei gibt es auch viele weiche, liebevolle Väter, er rede von dem Durchschnittsmann. (5)
Ganz so hart sieht das der Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt nicht und zeigt auf, dass auch der Mann für die Brutpflege angepasst sei, jedoch fällt auch ihm auf, dass die Frauen weniger aggressiv seien und dadurch auch weitaus größere Geduld hätten.

Das Hormon Testosteron sei weiterhin dafür zuständig, dass die Vermännlichung des Gehirns in der 6. Schwangerschaftswoche eintrete. Entziehe man männlichen Ratten während einer kritischen Periode ihrer Embryonalentwicklung Testosteron, dann komme es zu einer Feminisierung ihres Hirns (E.E.).
Es gebe Männer, die fühlen sich als Frau, dort hätte die Vermännlichung des Gehirns nicht reibungslos funktioniert, dies sei eine Entwicklungsstörung, berichtet Kutschera. Selbstverständlich gebe es weiche Männer und harte Frauen, das habe was mit Testosteron zu tun.
Weiche Männer hätten weniger Testosteron und harte Frauen vermehrt Testosteron im Körper.

Das Stillhormon Prolaktin dient nicht nur zum Wachstum der Brustdrüse in der Schwangerschaft und führt zur Milchproduktion sondern hat auch schwangerschaftsverhütende Wirkung. Weiterhin löst dieses das Brutpflegeverhalten aus, und zwar sowohl bei beiden Geschlechtern, wenn sie an der Brutpflege beteiligt sind. Der Prolaktin-Spiegel ist bei den Männern jedoch deutlich niedrigerer als bei den Müttern.

Oxytocin, das Bindungshormon, löst die Wehen während der Geburt aus, stimuliert die Brustdrüsen zur Abgabe von Milch und verringert die Auswirkungen von Stress, indem es den Rückgang des Stress-Hormons Cortisolbeeinflusst. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich das Gefühl der Liebe und des Vertrauens auszulösen. Beide Geschlechter verfügen über dieses Hormon. Bei dem Manne tritt die größte Ausschüttung dieses Hormons kurz vor dem Orgasmus beim Geschlechtsakt auf. Bei Frauen dient es hauptsächlich der Bindung und Fürsorge zwischen Mutter und Kind.
Oxytocin wird beim Durchtritt des Kindes durch den Gebärmutterhals ausgeschüttet. E.E. beschrieb, dass nichtschwangere Schafe Jungtiere in der Regel ablehnten, löst man jedoch einen Hormonreflex (Oxytocinausschüttung) bei einem nichtschwangeren Schaf durch eine vaginal-zervikale-Reizung aus, dann ergibt sich daraus, dass die Schafe volles mütterliches Verhalten zeigten. Daraus lässt sich erkennen, dass der Hormonreflex bei der Geburt eine wichtige Rolle beim mütterlichen Verhalten spielt.

Auch bei dem Stillen, erfolgt eine Ausschüttung von Oxytocin, es verstärkt die Bindung der Mutter an das Kind. E.E. beschreibt, dass stillende Mütter im Allgemeinen zärtlicher zu ihren Babys seien, das sei auf hormonelle Einflüsse während des Stillens zurück zuführen.

 

Weltanschauliche Schlussfolgerung

Diese Beispiele, von denen es noch weit mehr gibt, zeigen auf, dass die familiäre Partnerschaft auf Arbeitsteilung basierte und auch heute noch basiert.
Mann und Frau erfüllen verschiedene Aufgaben und sind auf diese auch biologisch unterschiedlich vorbereitet. Dies sei laut, E. E., bereits bei Naturvölkern so. Ökonomisch trügen Mann und Frau bei Naturvölkern auf verschiedene, aber gleich bedeutungsvolle Weise zum Haushalt bei. Dies führe zu einer symbiotischen Partnerschaft.

Die Frau ist durch stammesgeschichtliche Anpassungen familiär veranlagt, was auch ihr Wesen bedingt. Mutter und Kind sind durch eine Reihe von angeborenen Verhaltensweisen aufeinander abgestimmt und abgesichert.

Das „Klischee“ vom aggressiven Kämpfer „Mann“ und der sensiblen Umsorgerin „Frau“ sind also biologisch begründbar und keineswegs das alleinige Ergebnis der Erziehung.

Auch kinderlose Frauen profitieren von der Mutter-Kind-Bindung, denn die Verhaltensweisen, die sich durch die Brutpflege in uns entwickelt haben, tragen alle Frauen (Ausnahmefälle sind meist aufgrund von Entwicklungsstörungen auszumachen) in sich. Diese Verhaltensweisen wurden in den Dienst der erwachsenen Bindung gestellt. Jede Frau, die verliebt ist, trägt altes Säugererbe der Mutter-Kind-Bindung in sich. Mütterliches Verhalten in all ihren Aspekten (fürsorglich, weniger aggressiv) ist Teil der Natur der Frau.

Betrachten wir nun eine ideale Familie, mit idealen Rahmenbedingungen, ist es aufgrund der Faktenlage eindeutig, dass die Frau, in dem Falle Mutter, aufgrund ihrer biologischen Ausstattung besser für die Kinderfürsorge geeignet ist als der Mann. Warum eine Fremdbetreuung der Kleinkinder nicht zu empfehlen, gar schädlich für die Entwicklung der Kinder ist, können wir aus dem Artikel Ja zur Familie Teil 2 erfahren.
Die Unzufriedenheit vieler Frauen muss zur Kenntnis genommen werden. Eine der Ursachen weiblicher Unzufriedenheit sei nach E.E. die Reduktion der Familie auf die Kernfamilie. Es würden die Verwandten, die Tanten, Großeltern aber auch die befreundeten Nachbarn und deren ältere Kinder fehlen, die früher, heute noch auf dem Lande, eine wesentliche Entlastung durch Beschäftigung mit den Kleinkindern, aber auch emotionell durch Anregungen und Möglichkeiten der Aussprache bieten.

Und es mangelt auch an Kontakten mit der gleichgeschlechtlichen Altersklasse. Bei Naturvölkern verbrächen Männer und Frauen viele Stunden des Tages ausschließlich im Verband mit Ihresgleichen. Man gewinne den Eindruck, dass Frauen in der Gruppe die Aufgabe der Kindesbetreuung weit weniger als Belastung empfinden würden, als in der technisch, zivilisierten Gesellschaft der Fall ist. Leider haben wir heute keine idealen Rahmenbedingungen für ein harmonisches und störungsfreies Familienleben. Viele Eltern sind gezwungen, ihre Kinder in die Fremdbetreuung zu schicken, um Arbeiten zu gehen, damit die finanzielle Existenz der Familie abzusichern, ein Geldverdiener reicht heute nicht mehr aus. Eltern, die arbeiten gehen, Kinder, die in Kinderaufbewahrungsstätten ihre Zeit verbringen, fehlen auf Spielplätzen, wodurch andere Familien wieder auf die Kernfamilie reduziert sind.

Das führt uns zum nächsten Kapitel und somit zum Ende des ersten Teils.

 

Benutze Quellen:

1. https://www.youtube.com/watch?v=qvaDhpuIBTY abgerufen am 16.03.2019
2. https://www.youtube.com/watch?v=7Mg8f97_X_4 abgerufen am 16.03.2019
3. Irenäus Eibl-Eibesfeldt „Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, 2004, 5. Auflage, Piper Verlag GmbH München,
4. Am Zügel der Evolution Band 9, Gerhard Medicus- Was uns Menschen verbindet: Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften, korrigierte und erweiterte 4. Auflage, 2017 , VWB-Verlag für Wissenschaft und Bildung
5. https://www.youtube.com/watch?v=nwzNc1OB7lo abgerufen am 16.03.2019

 

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