Kampfsportkurs vom Stützpunkt München/Oberbayern

Am vergangenen Wochenende lud der Stützpunkt München/Oberbayern seine Mitglieder und Interessenten zum Kampfsportkurs ein. Geleitet wurde die mehrstündige Trainingseinheit von einem Aktivisten der Arbeitsgruppe Körper & Geist. Ziel des sportlichen Treffens war es, Interessierten die Kampfsportart Kickboxen näherzubringen. Natürlich hatten auch bereits erfahrene Sportler die Gelegenheit ihre Fertigkeiten weiter zu trainieren.

 

Die Wetterbedingungen waren ideal und so konnte unter freiem Himmel trainiert werden. Geleitet wurde der Kurs von einem erfahrenen Kampfsportler, der sein Wissen und seine Erfahrungen gerne an interessierte Aktivisten unserer Bewegung weitergibt.

 

Zu Beginn machten sich die Teilnehmer unter Anleitung warm, damit der Kreislauf in Schwung kommt und Körper und Psyche auf die Belastungen vorbereitet werden. Zur Vorbereitung gehören auch die Dehnübungen, deren Durchführung vor jedem Training enorm wichtig ist. Während in der Aufwärmphase schon für das Boxen spezifische Bewegungsabläufe in die einzelnen Übungen eingeflossen waren, ging es im Anschluss ins Detail. Die Grundlagen des Kickboxens erfordern eine gute Körperbeherrschung und die korrekte Ausführung der einzelnen Schlagtechniken. Mittels mehrerer Übungen konnten die Teilnehmer verschiedene Box- und Tritttechniken einstudieren. Der Trainer achtete dabei darauf, dass die Techniken sauber ausgeführt wurden. Auf Details und auf eine sichere Deckung wurde dabei stets Wert gelegt.

Im zweiten Teil der Trainingseinheit wurden einige einfache Kombinationen aus Schlägen und Tritten partnerweise geübt. Hier kommt es darauf an, dass die einzelnen Schläge eben nicht als solche zu erkennen sind, sondern die Kombinationen in den Bewegungsablauf einfließen und flüssig geschlagen werden. Die korrekte Ausführung verlangt vollste Konzentration und erfordert ein hohes Maß an Körperbeherrschung. Dies kann durch kontinuierliches Training erreicht werden.

Zum Abschluss mussten die Anfänger und Fortgeschrittenen ihr Gelerntes in einem Sparringkampf unter Beweis stellen. Dort zeigte sich, dass Übungen und eine kampfähnliche Situation, wie sie im Sparring simuliert wird, zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Denn während man bei der Übung vorgezeichnete Abläufe nachspielt, weiß man beim Sparring nicht, was der Partner als nächstes machen wird. Alleine das Durchziehen einer eigenen Kombination aus mehreren einzelnen Techniken kann bei einem hartnäckigen Sparringspartner schnell schmerzhaft scheitern. Auch gilt es, natürliche Schutzreflexe wie das automatische Schließen der Augen beim Einstecken von Schlägen abzubauen. Wer nichts sieht, kann sich nicht wirkungsvoll schützen. Die Anspannung und Konzentration, die in den drei Minuten einer Runde aufgewendet werden muss, zerrt zudem immens an den Kräften. Da die Sparringseinheiten von der Härte stets an das jeweilige Niveau des Teilnehmers angepasst wurden, konnte jeder für sich wertvolle Eindrücke und Erfahrungen gewinnen.

 

Im Anschluss an das mehrstündige Training gab der Kursleiter noch einige Tipps für den Aufbau effektiver eigener Trainingseinheiten. Auch auf den Unterschied zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung hinzuweisen, lag dem Trainer noch am Herzen. Während das eine sportliches Hobby und Freizeitbeschäftigung ist, dient das andere dazu den Körper und vor allem den Geist auf das richtige Verhalten in Notsituationen vorzubereiten. Das Ziel der Veranstaltung, die Begeisterung der Teilnehmer für das Boxen bzw. Kickboxen zu wecken und Ängste und Vorbehalte diesbezüglich anzubauen, konnte auf jeden Fall erreicht werden, wie aus den Gesprächen der Teilnehmer bei dem nachfolgenden gemeinsamen Grillen hervorging.





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