Feder und Schwert XXXVIII – Briefe an einen jungen Nationalrevolutionär (3/3)

Junger Kamerad,

dein letzter Brief an mich hat mich äußerst zuversichtlich gestimmt. Du machst große Fortschritte, sowohl in deinem Wirken innerhalb der Bewegung, als auch in deinem privaten Leben. Du wirst auch kommende Herausforderungen, welche größer als alle bisherigen sein werden, meistern, deßen bin ich gewiß. Allerdings hast du etwas angesprochen, auf das ich näher eingehen möchte. Du hast mich nach der Sinnhaftigkeit unseres Schaffens gefragt und meintest, daß dieses dir in manch gedrückten Augenblicken als sinnlos erscheint. Nun kenne ich dieses Gefühl freilich auch und habe es vielleicht schon um ein vielfaches stärker als du erlebt. Ich möchte dir deshalb in diesem letzten Brief, welchen ich dir mit auf den Weg geben möchte, von der Sinnhaftigkeit bzw. dem Nutzen unserer Taten schreiben.

Laß uns zuerst zwischen zwei Begriffen unterscheiden – Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit. Nicht alles, was sinnvoll ist, bringt einen Nutzen. Ebensowenig hat das, was dir im Moment nützlich scheint, immer einen Sinn. Wenn du Plakate aufhängst oder Flugblätter verteilst, dann werden die meisten davon ohne weiteres ihren Weg in den Papiermüll finden, ohne den Leser auch nur ansatzweise erreicht zu haben. Oder nimm eine Demonstration. Die Teilnehmer werden polizeilich kontrolliert werden, die Antifa wird sie fotografieren, um sie später identifizieren und bedrohen zu können, die Medien werden ein Zerrbild von der Bewegung zeichnen.

Ob diese Demonstration tatsächlich einen Mitbürger bewegen wird, dem nationalen Lager beizutreten, ist fraglich. In diesem Sinne könnte man behaupten, daß solcherlei Aktionen nutzlos seien. Doch sind sie auch sinnlos? Letzteres muß man klar verneinen. Indem du für die nationale Sache auf die Straße gehst und dein Leben nach ihr ausrichtest, erfüllst du deine Pflicht, welche du als Glied in der unendlich langen Kette aus Volk und Tradition hast, von der ich im letzten Brief gesprochen habe. Du wirst dich erinnern. Wir sind Teil von etwas Größerem und zudem von etwas Höherem. Nach dem Nutzen zu fragen, welcher oftmals zuvorderst den persönlichen, kurzsichtigen Nutzen meint, ist hier fehl am Platz. Du mußt dich fragen, ob es sinnvoll ist, jene Taten durchzuführen, jene Texte zu schreiben, jenes Leben zu führen. In unserer Zeit wird dir deine nationale Haltung wenig Nutzen bringen. Doch du erfüllst einen Sinn – und dies kann dir niemand nehmen. Derjenige, der vor dem Ungeist der Moderne buckelt, mag einen (meist materiellen) Nutzen davon haben, doch wie steht er da in den Augen seiner Vorväter? In den Augen der Weltgeschichte selbst? Er ist ein Verräter sondergleichen, der alles von sich stößt, daß ihn erst zum höheren Wesen macht. Er degradiert sich selbst um des persönlichen Nutzen willens zu einem Schlachtvieh, daß von Politik und Wirtschaft ausgenommen wird – er vergißt vollkommen den Sinn des menschlichen Lebens.

Du hast diesen Sinn erkannt, als du dich gegen die Fesseln der Moderne aufgelehnt hast. Jemand, der keinen Sinn – hier haben wir es wieder – dafür hat, mag nur die Nutzlosigkeit dieses Schrittes sehen. Er wird fragen, warum du dich so einer großen Gefahr preisgibst. Welchen Nutzen habe das denn? Doch du fragst nicht nach dem Nutzen deines Tuns. Du fragst, ob es richtig und wahr ist, was du tust. Du willst den echten Sinn erkennen und danach handeln. Gedenke Theodor Körner, wenn du in einsamen Stunden zu verzweifeln drohst. Hatte Körner einen Nutzen davon, als er sich in vorderster Reihe auf die französische Infanterie stürzte und tödlich getroffen niederging? Offensichtlich nicht. Doch hatten sein Handeln und sein Tod einen Sinn? Gewiß. Körner besiegelte sein Schicksal als bedeutender Freiheitskämpfer, deßen Heldentod tausenden Deutschen die Kraft gegeben hatte, sich gegen die Besatzer aufzulehnen und die Fremdherrschaft abzuschütteln. Sein Heldenmut wirkt bis heute in unsere Reihen.

Wenn dich also Zweifel ob deiner Taten plagen, so frage dich nach ihrem Sinn. Wenn dieser aufrecht ist, wird die Frage nach dem Nutzen obsolet.

In verbundenem Gruße,

dein…

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint in regelmäßigen Abständen.

Zum Nachlesen: Teil 1, 2





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