Stützpunkt Sauerland – “Der III. Weg” am Rothaarsteig!

“Wer auf die Wanderschaft gehen will, muss in der Heimat flügge geworden sein”. Diesem Zitat folgend entschlossen sich einige Aktivisten unserer Partei, vergangenen Sonntag eine Wanderung durchzuführen, die sowohl körperlichen Einsatz erforderte, als auch unsere Gemeinschaft als Gegenpart zu diesem kernfaulen Zeitgeist und System stärkte. Bei leichtem Nieselregen, Nebel und kühlen Temperaturen starteten wir vormittags Richtung Niedersfelder Hochheide. Sie gilt als die größte der europaweit seltenen Bergheiden in Nordwestdeutschland und besticht durch eine weite baumarme Landschaft. Unser erstes Etappenziel sollte der nah an Hildfeld gelegene 825-838 m hohe Clemensberg sein, der über dem Rothaarsteig verläuft. Dort angekommen bietet sich ein fast unvergleichlicher Panoramablick über die Berge des hessisch-waldeckischen Uplandes und das gesamte Hochsauerland. Eine Bildtafel klärte uns dort über den darunter liegenden Diabas-Steinbruch auf. Das weiße Gelübdekreuz mit dem nicht weit entfernten Gelübdestein erinnert an einen Hildfelder Soldaten, der in aussichtsloser Situation in Italien gelobte, bei glücklicher Heimkehr ein Kreuz auf den Clemensberg zu tragen. 1946 konnte er sein Gelübde erfüllen.

 

 

 

 

Das Wetter wurde mittlerweile recht angenehm und wir wanderten nun durch die Heidelandschaft des Winterberger Hochlands Richtung Willingen. Vorbei an der Hoppecke-Quelle, entlang der geschichtsträchtigen “Schutzhütte am Streitholz”, kamen wir nun am Willinger Ettelsberg an und machten die erste ausgiebige Rast. Ausreichende Verpflegung garantiert schließlich auch ein zügiges Vorwärtskommen. Denn bereits unsere Vorfahren wussten, dass es ohne Mampf keinen Kampf geben würde. Gestärkt ging es nun in den 59 Meter hohen sogenannten Hochheideturm. Hier bietet sich eine Rundumsicht über Großteile vom Rothaargebirge, Hochsauerland und Upland. An klaren Tagen sind Fernblicke bis zum Teutoburger Wald, Weserbergland, Harz, Habichtswälder Bergland, Hohen Meißner, Thüringer Wald, Knüll, Kellerwald, zur Rhön, zum Vogelsberg und Taunus möglich. Eine kurze Einkehr in die zu Fuße des Turms liegende Ettelsberghütte (Siggis Hütte), neben der Bergstation unweit der Seilbahn, rundeten das zweite Etappenziel ab. Schnellen Schrittes ging es nun zurück, um das nächste Ziel anzuvisieren. Die Bruchhauser Steine.

 

 

 

Ausstellung von verschiedenen Nisthilfen für Höhlenbrüter

 

Baumkunde am Wegesrand

 

 

Die Felslandschaft ist als Bodendenkmal, als Naturschutz-Fauna-Flora-Habitat-Vogelschutzgebiet und nationales Naturmonument ausgewiesen. Die Felsen wurden außerdem als nationaler Geotop ausgezeichnet und sind als ein schützenswertes Element des geologischen Erbes ein Bestandteil des Nationalen Geo-Parks-Grenzwelten. Zwischen den vier Hauptfelsen lag früher die Wallburg Bruchhauser Steine. Auf ca. 520 Höhenmetern unterhalb des Infocenters begann unsere nächste Hürde. Wir bevorzugten den “Querfeldeinmarsch” und erklommen den einzigen der vier Steine der bestiegen werden darf, den Feldstein auf 756 Höhenmetern. Zwischenzeitlich hatte sich das Wetter deutlich gebessert und wir konnten einem Sonnenuntergang beiwohnen, der einem Postkartenidyll in keiner Weise nachstand. Unter dem 9 Meter hohen Gipfelkreuz verweilten wir noch eine ganze Zeit in angenehmer, kameradschaftlicher Atmosphäre und blickten über endlose Täler und Wälder unserer geliebten Heimat.

 

 

Der vaterlandstreue Landsmann weiß bei diesem Anblick, wofür und warum er sich seiner Weltanschauung verschrieben hat. Man kann nur das vehement beschützen, was einem am Herzen liegt. Unsere Heimat ist Ursprung und Quelle jedes idealistischen Handelns. Doch auch dieser Tag neigte sich dem Ende zu und wir gingen in der Dunkelheit den gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren. Erschöpft aber glücklich blickten wir auf einen Tag zurück, den es in ähnlicher Form zu wiederholen gilt.

 

 

 

 





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