Ehrlos & Peinlich: München hisst weiße Fahne

Aktion Weisse Fahne in MünchenIn diesem Jahr jährt sich die Kapitulation der deutschen Wehrmacht zum 75. mal. Wenige Tage vor Kriegsende, am 30. April 1945, wurde die Stadt München von amerikanischen Soldaten eingenommen. Nun haben die beiden „Künstler“ Michael Wladarsch und Wolfram Kastner in einem offenen Brief an die Stadt München Feierlichkeiten anlässlich dieses historischen Ereignisses initiiert. Vom 30. April bis zum 08. Mai 2020 sollen überall in der Stadt weiße Fahnen gehisst werden. Diese sollen Aufschriften wie „Tag der Befreiung“ oder „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ tragen. Die widerwärtige Aktion findet ein offenes Ohr: Der OB übernimmt die Schirmherrschaft und die Stadt macht Gelder klar.

Zeitblende: München im April 1945

Das Jahr 1945 war für Deutschland ein Schicksalsjahr. Deutsche Städte wurden bis auf die Grundmauern ausgebombt, Millionen Zivilisten befanden sich auf der Flucht aus den deutschen Ostgebieten, Millionen deutscher Soldaten steckten in alliierter Kriegsgefangenschaft. Als im April 1945 die Amerikaner nahen, ist München nur noch ein Trümmerhaufen. Noch im letzten Kriegsjahr hatten die Alliierten 31 Luftangriffe auf die Stadt geflogen. Theater, Museen, Konzertsäle, Wohnungen und Arbeitsstätten sind zerstört. Jahrhundertealtes Kulturerbe, Leichenberge und zerstörte Hoffnungen liegen unter einem Berg von Schutt und Asche. 45 Prozent der Bausubstanz sind gnadenlos weggebombt. Besonders schlimm betroffen ist die Altstadt: Hier sind drei Viertel aller Gebäude und vier Fünftel aller Wohnungen vernichtet. 300.000 Münchner sind obdachlos. Lebensmittel sind knapp geworden. Hunger, Krankheit, Tod sind ein alltägliches Bild.

Münchens Gauleiter Michael Giesler möchte die Stadt um jeden Preis verteidigen. Auch am 25. April 1945 denkt er nicht an Kapitulation. Er befiehlt die Sprengung aller Brücken in der Stadt, um den Vormarsch der Alliierten zu bremsen. Einwände wischt er mit dem Ausspruch: „Meine Herren, wir haben kein Oktoberfest, wir haben Krieg!“ beiseite. Doch die Wehrmacht untersagt die Sprengungen, da in dem Fall Flüchtlingsströme aus der Stadt Truppenbewegungen behindern würden. Noch am 26. April wird ein Luftangriff auf München geflogen. Am 27. April stehen die Amerikaner südlich der Donau – Nürnberg wird belagert. Am Abend des 28. April bewegen sich lange Autokolonnen aus München in Richtung Süden. Sie haben den Befehl an der Verteidigung der „Alpenfestung“ teilzunehmen. Am 29. April sind kaum noch Truppen in der Stadt. Dennoch gibt es Widerstand: In Feldmoching hat sich eine kleine Gruppe SS-Männer mit Sturmgeschützen auf einem Friedhof verschanzt und kämpft gegen die Amerikaner. Auch bei Schleißheim und Lohhof fallen Schüsse. Vor Freimann haben die Amerikaner noch einige Verluste zu beklagen. In München bricht langsam die Ordnung zusammen und es kommt zu Plünderungen.

Die Eroberung des westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck beginnt am 29. April mit der Bombardierung des kleinen Dorfes Hattenhofen. Die Eisenbahnbrücken nach Schöngeising und die Amperbrücke in Grafrath werden gesprengt. In Germering wird der Bauer Josef Huber Opfer der Amerikaner. Er ist schwerhörig und kann den Befehl „Hands Up“ nicht verstehen. Die Amerikaner erschießen ihn. Um zwei Uhr morgens, am 30. April, beginnt die Eroberung Münchens. Die berüchtigte Rainbow-Division rückt von Nordosten aus, über Oberföhring in die bayerische Großstadt ein. In der Privatwohnung Adolf Hitlers am Prinzregentenplatz richten die Amerikaner einen Gefechtsstand ein. Ein junger Leutnant, mit acht Mann, einigen Panzerfäusten und leichten Maschinengewehren bezieht im zerstörten Hotel „Deutscher Kaiser“ Stellung. Seine Leiche wird am Folgetag gefunden, er ist offenbar als letzter Verteidiger Münchens gefallen.

Kapitulation: Kein Grund zum Feiern!

Nach der Eroberung Münchens kommt es zu Vergewaltigungen an deutschen Frauen, deutsche Soldaten werden erschossen oder in Lager gesteckt. Wir berichteten beispielsweise über die grausamen Zustände im Lager zwischen Emmering und Fürstenfeldbruck (siehe: Vergessene Geschichte: Amerikanisches Gefangenenlager bei Fürstenfeldbruck).

Sicherlich, die Erleichterung über das Kriegsende mag bei vielen vorhanden gewesen sein. Von einer Feierstimmung hingegen war man sehr weit entfernt. In erster Linie hat man schließlich den Krieg verloren und war den Siegern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Zu dem Ungewissen kam die Tatsache, dass viele alles verloren hatten und Millionen verwundet, verschollen, gefangen oder ganz einfach tot waren.

Wolfram Kastner Aktion weisse Flaggen in München
Wolfram Kastner bei seinem Prozess gegen ihn am 07. März 2017

Denkmalschänder stößt auf offene Ohren beim OB

Nun versuchen Geschichtsklitterer, die Ereignisse von 1945 umzudeuten: Aus einer Niederlage wird eine Feierstunde. Überall in der Stadt sollen weiße Fahnen gehisst werden. Neben dem gebürtigen Ingolstädter Michael Wladarsch, ist Wolfram Kastner einer der Ideengeber der Aktion. Kastner beschäftigt sich mit Vorliebe damit, einen antideutschen Geschichtskult zu pflegen und schreckt dabei auch nicht vor Straftaten zurück. Im Jahr 2018 beschmutzte der Straftäter das Grabmal des deutschen Generals Alfred Jodl und wurde hierfür zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt (siehe: Grabschänder von Jodls Grab verurteilt). Ein Jahr zuvor, am 07. März 2017 bekam er eine Bewährungsstrafe, weil er das Kriegerdenkmal für die Bayerische Eisenbahntruppe schändete (siehe: Münchner Antifa glänzt mit dämlichen Vandalismus). Das hält Münchens frisch wiedergewählten SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter jedoch nicht ab, die Idee des Ewiggestrigen zu honorieren. Reiter übernimmt höchstpersönlich die Schirmherrschaft über diese äußerst fragwürdige Aktion. Während Münchner Unternehmen an den Corona-Ausgangssperren darben, stellt die Stadt bis zu 15.000 Euro für diese Blödelei zur Verfügung. An prominenten Stellen wie der Kaufingerstraße sollen die Fahnen mit Aufschriften wie „30. April – Tag der Befreiung“ oder „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“ das Straßenbild prägen. Auch Münchner Bürger sollen sich der deutschfeindlichen Aktion anschließen und weiße Laken oder Fahnen aus ihren Fenstern hängen.

Wer die weiße Fahne hisst, der gibt auf. Wer jedoch aufgibt, hat vorher gekämpft und das sicher nicht, weil er verlieren möchte. Wer aufgibt, liefert sich der Gnade seines Gegners aus. Wer aufgibt, lässt alle Hoffnung fallen. Für uns stellt Aufgeben daher keine Option dar. Ein eiserner Grundsatz unserer Weltanschauung lautet: „Leben ist Kampf“. Eine Kapitulation ist eine Niederlage, keine Befreiung. Für uns sind weiße Fahnen daher kein Zeichen einer freudigen Feierlichkeit, sondern eine Schande. Egal ob am 30. April oder am 08. Mai – wir feiern nicht und halten stets die Farben unserer Nation sowie die unserer Bewegung in den Wind.

 





1 Kommentar

  • Jemand brachte die Tatsachen mal präzise auf den Punkt, indem er sagte: “Wenn Deutschland am 8. Mai 1945 befreit wurde, warum hat sich das Volk dann so vehement gegen seine Befreiung gewehrt?”

    Weil Oberschleißheim erwähnt wurde: Dort steht der älteste Flughafen Europas, nicht zuletzt deshalb war die Gemeinde und ihr Umland stark umkämpft. Noch heute kann man beim Spazieren zuweilen eine Patronenhülse finden und weite Areale um den Flughafen wurden bis heute nicht von den zahlreich im Boden liegenden sogenannten “Blindgängern” befreit, sodaß das Betreten untersagt ist. Selbst in München, wie natürlich in praktisch jeder deutschen Stadt, werden jährlich ein paar Bomben gefunden, welche zuweilen bei dem Versuch, sie zu entschärfen, einen erheblichen Sachschaden anrichten.

    Während der letzten zwei Kriegsjahre, als sich also die Sowjetunion und USA endlich, endlich daran machten, die armen Deutschen von – was auch immer – zu befreien, fiel ihnen nichts besseres ein, als ihre militärischen Operationen danach auszurichten, möglichst viele Zivilisten zu töten. Die meisten Großstädte bekamen mehrere tausend Tonnen an Bombenmaterial ab, manchmal wurden tausend Tonnen im Laufe von nur einer Nacht abgeworfen. Mittels eines chemischen Zünders wollte man eine Verzögerung der Detonation erreichen, sodass die Bombe erst explodierte, nachdem die Menschen aus ihren Bunkern und Schutzkellern gekommen waren und Feuerwehren sowie Sanitäter ihre Arbeit verrichteten. Im Kopf der Bomben befand sich Aceton in einer kleinen Glasampulle, welche beim Auftreffen der Bombe zersprang, sodass die Säure auf die Plexiglasplatten tropfte und sich allmählich durch diese fraß. Nach einer gewissen Zeit, so die Planung, erreichte die Säure den Zündmechanismus und sorgte für die Detonation, lange nach dem die Bomberpiloten längst wieder gen Heimat flogen. Häufig klappte der Vorgang wie gewünscht: Ärzte knieten über Schwerverletzten, um zu versuchen, deren Leben zu retten, Feuermänner kämpften einen aussichtslosen Kampf gegen ein brennendes Gebäude, Frauen und Kinder irrten umher, nach Angehörigen suchend; Das Aceton findet endlich den Zünder und hilft bei der “Befreiung”, indem es nun die nichtsahnenden Menschen ins Jenseits befördert. Doch war die gesamte Konstruktion dieses Bombentyps derart schlecht konzipiert, daß, gerade bei einer Schieflage der Bombe, es gar nicht zu einer Detonation kam. Man schätzt, daß bis heute noch mehrere tausend Bomben im Erdreich darauf warten, daß sie ihr Werk der Befreiung endlich ausführen dürfen; “Blindgänger”, bei welchen die Säure entweder nicht durch alle Plexiglasplatten gelangte oder deren Glasampulle völlig intakt war und die in der Regel von Bauarbeitern entdeckt werden, um anschließend mit einem kostspieligen und zeitraubenden Aufwand entschärft und abtransportiert werden müssen.

    Was soll man dazu noch sagen? Die Ereignisse zeigen eindeutig, welche Kriegspartei ehrlos und feige handelte und was von einer sogenannten Befreiung zu halten ist, die mit einem der größten Massenmorde in der Geschichte einherging. Ihre widerwärtige Art der Kriegsführung bewiesen die Vereinigten Staaten von Amerika wenig später in Japan und rund zwanzig Jahre darauf in Vietnam, wo sie nicht weniger schändlich vorgingen.
    Ob Japan wohl auch seiner “Befreiung” gedenkt? Wohl kaum.

    Thomas G. 13.04.2020
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