München: Juden wollen zweite Synagoge bauen

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Die jüdische Gemeinde Beth Shalom will eine eigene Synagoge errichten. Bislang nutzt die als liberal eingestufte Gruppe einen Gewerbebau in Sendling. Nun soll der New Yorker Stararchitekt Daniel Libeskind einen millionenschweren Neubau in bester Lage im Stadtteil Lehel realisieren. Finanziert werden soll der Prunkbau zu je einem Drittel von der Stadt München und dem Freistaat Bayern. Für das letzte Drittel hofft die 600-köpfige Gemeinde auf Investoren. In München existiert neben „Beth Shalom“ noch eine orthodoxe „Israelitische Kultusgemeinde“. Diese eröffnete 2006 eine klotzige Synagoge am St.-Jakobsplatz. Nebenbei beschloss die Stadt München kürzlich die Sanierung der nicht mehr genutzten Synagoge in der Reichenbachstraße.

Großmannssucht bei jüdischer Mini-Gemeinde

Für den Bau ihrer neuen Synagoge hat die Gemeinde Beth Shalom keinen geringeren als den berühmten Daniel Libeskind als Architekten auserkoren. Der Aschkenase hat unter anderem das Jüdische Museum Berlin und das Denver Art Museum konzipiert. Eine Frau aus der Gemeinde hatte Libeskind postalisch angeschrieben und ihn gebeten, eine Synagoge für Beth Shalom zu entwerfen. Herausgekommen ist ein extravaganter Protzbau, der an einen Bergkristall erinnern soll und optisch wenig zum klassischen Leheler Altstadtensemble passt. Libeskind hielt auch gleich ein begeistertes Plädoyer für das Synagogenprojekt. „Ich bin begeistert“, schreibt er in einer Stellungnahme, „In Zeiten spaltender Rhetorik, des Aufstiegs des Neofaschismus und des Antisemitismus ist die Beth Shalom-Synagoge ein Beweis für die demokratischen Werte Deutschlands in Bezug auf Toleranz, Inklusivität und Vielfalt.“

Pläne für den Bau einer eigenen Synagoge hegt die sich selbst als liberal bezeichnende Gemeinde bereits seit 2011. Der Synagogenbau soll weiterhin Wohnungen, eine Kita sowie Gemeinderäume enthalten. Als Standort wurde die Brachfläche Am Gries, nördlich der Prinzregentenstraße und nur eine Häuserzeile von der Isar entfernt auserkoren. Schon damals ging die Gemeinde zwar mit großspurigen Bauplänen an die Öffentlichkeit, konnte jedoch kein Finanzierungskonzept vorlegen. Dabei soll allein der Synagogenteil mehrere Millionen Euro kosten. Nun ist klar, dass der deutsche Steuerzahler für einen Großteil der entstehenden Kosten aufkommen darf. Sowohl die Stadt München als auch der Freistaat Bayern sollen je ein Drittel der Kosten tragen. Doch auch der verbliebene Teil der Kosten bereitet der kleinen Gemeinde große Sorgen. Daher hofft man bei Beth Shalom nun auf großzügige Investoren. Springt am Ende womöglich der Bund mit Steuergeldern ein und die jüdische Gemeinde bekommt ihre Synagoge komplett geschenkt?

Beth Shalom konnte seine Mitgliederzahl im Laufe der vergangenen Jahre von 300 auf 600 verdoppeln. Neben dem Zuzug weiterer Juden nach München dürfte dabei vor allem die Doppelmitgliedschaft vieler Juden aus der orthodoxen Israelitischen Kultusgemeinde ursächlich sein. Generell sind die Geburtenraten von Juden in Deutschland eher niedrig und so verlieren die ohnehin schon marginalen Gemeinden weiter an Mitgliedern. So vertritt der Zentralrat der Juden beispielsweise gerade noch 100 000 Mitglieder. In München sind gerade einmal 0,3 Prozent der Bevölkerung Juden, dennoch werden sie stark gefördert. Formell unterscheiden sich orthodoxe und liberale Juden an der Strenge der Auslegung religiöser Regeln. Die Doppelmitgliedschaft vieler Juden in orthodoxer und liberaler Gemeinde zeigt jedoch, dass die Unterschiede von den Gemeinsamkeiten überwogen werden.

Kein Wunsch bleibt unerfüllt – Knete, Zaster und Kohle vom Staat

Jüdisches Kulturzentrum München
Das jüdische Kulturzentrum in München wurde vom Freistaat Bayern und der Stadt München mit 30 Millionen Euro bezuschusst

Die Stadt München erfüllt ihren jüdischen Bewohnern gerne jeden finanziellen Wunsch und beweist so, dass sie „Ein Herz für Juden“ hat. So leistet die Stadt alljährlich einen „freiwilligen Zuschuss“ für Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen der Israelitischen Kultusgemeinde. 2019 betrug dieser stolze 460 000 Euro. Auch für die jüdische Kita hat die Stadt München schon mal 250 000 Euro bereitgestellt. Auch der Bau des Zentrums der Israelitischen Kultusgemeinde am St. Jakobsplatz wurde von der Stadt und dem Freistaat Bayern mit in Summe 30 Millionen Euro bezuschusst.

Nun wird auch die ehemalige Synagoge an der Reichenbachstraße kostspielig renoviert. Seit dem Umzug der jüdischen Gemeinde an den Sankt Jakobsplatz wird das Gebäude nicht mehr genutzt. So ist der schmucklose Altbau in den letzten Jahren verfallen. Ein Verein „Synagoge Reichenbachstraße“ setzt sich jedoch seit 2013 für den Erhalt des Hauses ein. Mit Erfolg: Nun springen auch hier Stadt, Land und Bund mit satten neun Millionen Euro ein. Es freut sich die Vorsitzende des Vereins, Rachel Salamander: „Die Zusage des Bundes besteht bereits seit etwa einem Jahr“. Man erwarte nun die zügige Restauration der Anlage. Auch der abgewählte SPD-Stadtrat und Jude Marian Offman freut sich: „Der jüdische Bauhaus-Architekt der Synagoge, Gustav Meyerstein, floh nach Israel und gestaltete dort die Stadt Tel Aviv“. „Man sieht seine Handschrift noch heute“. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Gebäude dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und Touristen sollen durch den ehemaligen Ostjuden-Tempel gelotst werden.

  • Das sind die waren Herren. Noch jemand Fragen?

    Wilhelm 24.08.2020
    • Ja ich habe noch eine Frage, Wilhelm:

      Die Juden haben doch seit 3000 Jahren ihr eigenes Land und seit 1948 ihren eigenen Staat.
      Warum also wird weiterhin unsere Landfläche – also unser eigener Lebensraum bzw. Existenzgrundlage – von ihnen (wie nun auch anderer Fremdvölkischen mit eigener Heimat) besetzt, welches wir zwingend selbst benötigen?
      Eine junge Familie mit Säugling aus meinem Verwandtenkreis bekommt keine eigene Wohnung, weil alle durch Ausländer okkupiert sind. Sie muß regelrecht in einem Zimmer zu dritt haußen.

      Ron 25.08.2020
  • Offen gestanden sind mir die paar Juden in diesem Lande – abgesehen von ihrer permanenten Stänkerei und dem grausamen Schächten ihrer tierischen Nahrung – ziemlich egal. Diese Großmannssucht jedoch schlägt dem Fass den Boden aus.

    Jörg 24.08.2020
    • Hallo Jörg,
      wenn die dir egal sind, hast du irgendwas falsch verstanden. Schau genauer hin!

      Wilhelm 25.08.2020
  • Nationaler Sozialismus ist unsere letzte Hoffnung im 21. Jahrhundert. Zu lange wurde unsere wahre Natur unterdrückt und ersetzt durch leere „Werte“. Ja, die BRD-Marionetten haben recht, wenn sie sagen, das wir aus der Geschichte zu lernen haben. Allerdings nicht so, wie sie sich das vorstellen!

    WhiteRap 24.08.2020
  • Ja, solange es andere bezahlen kann man sich auch einen Stararchitekten leisten. Das ist an Dreistigkeit kaum zu toppen. Ich frage mal bei der Stadt München ob sie 1/3 von meinem Haus bezahlt?!
    Gehts noch???
    Man könnte auch eines der diversen von Deutschland finanzierten U-Boote in Zahlung geben. Oder Gott bewahre, wenigstens das letzte Drittel selbst bezahlen.

    Michael H. 24.08.2020
  • Da werden Asylsuchende aus Palestina und aus dem Gazastreifen vermutlich wütend und aggressiv. Auch die Islamisten werden etwas dagegen haben. Hoffentlich werden sie dort nichts schlimmes machen, weil bei nicht erwischten Straftätern wird man judenfeidliche Straftaten automatisch wie immer den Rechten anrechnen und ungerechterweise sogar der AfD anrechnen (Linke sagen dann wie schon oft, dass die AfD mitgeschossen hat.).

    Christian 24.08.2020
  • Waaas??????? Für 30 Millionen baue ich denen 30 solcher Schuhkartons – oder noch mehr.

    Sven Rheinland 24.08.2020
    • Hallo Sven,
      29 Millionen von die 30 bekommt bestimmt der jüdische Stararchitekt.

      Wilhelm 26.08.2020
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