Die Weggefährtin #054: Wanderung im Vogtland

Am 12. September 2020 fand im sächsischen Vogtland zum ersten Male die „Wanderung der Vögte“ statt. Mehr als 130 Läufer nahmen an diesem Tag teil. Organisiert wurde dieser Wandertag, welcher den Aktivisten sowie deren Familien und Freunden drei unterschiedlich lange Wanderstrecken bot, durch den Stützpunkt Vogtland und der Arbeitsgemeinschaft „Körper und Geist“.

Die sechs Kilometer lange und besonders leichtgängige Strecke wurde insbesondere von Familien mit kleineren Kindern genutzt. Neben einem kleinen Rätsel gab es hier Urkunden für die Teilnehmer.

Die 20 Kilometer lange Strecke war jedoch schon etwas anspruchsvoller. Sie beinhaltete drei zu besuchende Kontrollpunkte und einen Höhenmeterunterschied von 450 Metern. Auch hier gab es einen Anstecker und eine Urkunde.

Für den erfahrenen Wanderer bot die 40 Kilometer lange Strecke mit ihren 900 Höhenmetern und fünf Kontrollpunkten schon eine etwas größere Herausforderung. Nach dem Absolvieren dieser Strecke gab es neben einer Urkunde einen Aufnäher.

Ziel war es nicht nur, über seine eigenen, persönlichen Grenzen zu wachsen; dieser Tag in der wunderschönen Landschaft des Vogtlandes sollte auch den Gemeinschaftssinn stärken.

Jedoch nicht nur Mitgliedern unserer Partei “Der III. Weg” stand diese Wanderung offen, sondern auch dem Bürger wurde die Möglichkeit gegeben, mit uns zu wandern und uns so besser kennenzulernen.

Der Mensch ist ganzheitlich zu sehen und so sind geistige und körperliche Betätigung –letztere besonders in Verbindung mit gemeinschaftlichen Aktivitäten in der freien Natur– gleichermaßen wichtig. Auch Aktivistinnen der “Weggefährtin” wanderten mit und schildern nun nachfolgend ihre Eindrücke:

Jette:
„Bei strahlendem Sonnenschein und in der noch morgendlichen Kühle bin ich zur 40 km langen Strecke gestartet. Der erste Punkt wurde nach ca. 9km passiert und enthielt einen anstrengenden Höhenanstieg mit unzähligen Stufen. Dieser wurde mit Stärke und Willenskraft überwunden. Punkt zwei war schnell erreicht. Punkt drei allerdings bin ich irgendwie, trotz Schilder, umlaufen. Dieser Punkt wurde mir nachgetragen.

Die wunderschöne Landschaft macht einem das doch anstrengende Wandern etwas leichter. Jeder schöne Blick über das Land war meine Belohnung nach einem Anstieg. Ab Punkt vier wurden die Füße dann doch etwas schwerer und ich lief etwas langsamer weiter. Aber Aufgeben gab es für mich nicht. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg; und ich habe einen großen Willen. Mittlerweile hatte man auch den Überblick über die Anzahl der Kilometer verloren. Meine Füße liefen ab einem gewissen Punkt wie ferngesteuert. Die letzten Kilometer zogen sich wie Kaugummi, meine Füße schmerzten etwas, aber nun wollte ich auch nicht mehr abbrechen. Meine Gedanken drehten sich kurz vor Ende um meine Latschen, die im Auto lagen. Das lenkte ab und auch die Gespräche auf den letzten Kilometern sorgten dafür, dass der Weg einem am Ende nicht ganz so lang vorkam. Umso größer die Freude, dann endlich an Punkt fünf, dem Ziel, angekommen zu sein. Es war meine erste 40-km-Wanderung und ich bin schon stolz, diese geschafft zu haben.”

Pia:
“Wir sind die familienfreundlichen sechs Kilometer durch ein Waldstück und eine Siedlung gewandert. Unsere Strecke enthielt keine Stempelkarte, sondern ein kleines Rätsel für die Kinder. Unter anderem mussten wir Dinge ertasten und Nadel- von Laubbäumen unterscheiden. Zum Schluss wurden die Füße der Kleinsten zwar etwas schwer, aber alles in allem war die Strecke super für Kinder geeignet.”

Lilith:
Auf Wanderschaft im schönen Vogtland. 40 Kilometer standen bei 900 zu bewältigenden Höhenmetern auf dem Tagesprogramm des 12. September 2020. Auf schmalen, teilweise abschüssigen Waldpfaden, ging es quer durch Wald und Feld, sich an gut sichtbaren Infotafeln orientierend. Kurze, steile Treppenpassagen, mit oft viel zu hohen Stufen für so kurzbeinige Menschen wie mich, aber meist mit Geländer zum Hochziehen, wenn nötig. Ein paar Bachdurchläufe mit Schlamm, glitschigen Steinen und Gehölz, befanden sich ebenfalls auf unserer Strecke. Dennoch wurden ca. 10% der Strecke auf Asphalt zurückgelegt.

Fünf Kontrollpunkte lagen auf dem Weg mit Getränken und fester Verpflegung nebst ein bisschen Zeit zum Ausruhen, wenn gewünscht. Eine landschaftlich herrlich gelegene Wanderstrecke im Wald, über Wiesen, Anhöhen und entlang von Flussläufen. Alles absolviert in achteinhalb Stunden. Also gut fünf Kilometer in einer Stunde, inklusive einer halben Stunde Pause an jedem Kontrollpunkt. Im Ziel angelangt gab es eine Urkunde mit Aufnähern und der Stempelkarte.

„Und das alles hast du so mitgemacht? Das soll dir Freude bereitet haben? Und das hast du alles freiwillig getan? In deinem Alter?“ All das wurde ich empört von Freunden und Bekannten, die nicht unserer nationalrevolutionären Partei angehören, gefragt. „Und ich werde es mit Freude wieder tun“ antwortete ich. „Mit meinen Kameraden im Vogtland und anderswo, aber ganz sicher bei der nächsten Wanderung der Vögte am 4. September 2021.“

Dumpfe Sprachlosigkeit blieb bei jenen, die es nie verstehen werden, zurück.

Vier Frauen vernahm ich während der Wanderung. Insgesamt sollen über zehn dabei gewesen sein. Eine davon war eine sehr junge Frau, die mit ihrem Vater und ihren Kameraden familiär in NVA- und Bundeswehruniformen tapfer marschierten. Eine weitere Frau, wanderte mit ihrem Mann und ihrem 10 jährigen Sohn die 40 Kilometer Strecke.

Jette, die sich wohl alleine hinter unserer Berlin/Brandenburg-Truppe auf den Weg machte, verlief sich und ließ einen Kontrollpunkt aus. Ich hoffte, sie würde wieder auflaufen und wir könnten zusammen weiterwandern. Allerdings sahen wir uns erst am Ziel wieder. Die interne Kommunikation klappte nicht so gut, das hätte ich mir anders gewünscht. Beim nächsten Mal wird sich einfach besser abgesprochen. Ansonsten war es eine durchweg gelungene Veranstaltung und eine super Organisation der ersten „Wanderung der Vögte“.

Auch wenn es für mich teilweise sehr anstrengend war, besonders ab der Mittagszeit bei dem hohen Stand der Sonne, war es ein schöner Tag, welcher uns unsere Grenzen überwinden ließ. Die Wärme tat ihr Übriges, also hatte ich immer viel Wasser auf Reserve. Keine Blasen, keine Druckstellen, gut eingelaufenes Schuhwerk und Wandersocken, nebst vorangegangenem Ausdauertraining, sind Voraussetzungen für all jene, die auch mal mitwandern möchten.

Am Ziel angekommen überkam mich nur ein wohliges Erschöpfungsgefühl und das Bedürfnis einer wohlverdienten, frischen Dusche, einem erfrischenden Bier und einer leckeren Bratwurst im P130. In geselliger Zusammenkunft verbrachten wir in Gemeinschaft mit allen Helfern und Kameraden einen tollen Abend. Besonders erwähnen und bedanken möchte ich mich bei meinem Kameraden Oli, der mir stets Geleitschutz gab und wir so in der Gruppe gemeinsam unser Ziel erreichen konnten.

Caro:
Die erste “Wanderung der Vögte” war für mich eine sehr gelungene Veranstaltung. Gegen Mittag hat die Tour der 20km langen Wanderung begonnen. Die idyllische vogtländische Landschaft hat sich von ihrer besten Seite gezeigt. Von der Elstertalbrücke, der weißen Elster über Wälder und Täler – alles war dabei. Aber nicht nur die Landschaft war lobenswert, auch die Organisation war hervorragend.

Da waren zum Beispiel die Herren am ersten Kontrollpunkt. Sie waren sehr nett und während man sein Wasser/Isodrink und etwas Obst bekam, wurde man zudem durch einem kurzen Plausch auch noch motiviert.

Eine anstrengende Wegstrecke war definitiv der Aufstieg am Anfang. Ein Glück wenn man so einen netten Begleiter hatte wie ich, der einen doch immer wieder motivierte und Rücksicht genommen hat. Die interessanten Gespräche haben die Wanderung abgerundet und der Grundstein einer neuen Freundschaft wurde gesetzt.

Großes Lob an die Veranstalter. Ich freue mich auf die nächste Wanderung und habe mir jetzt schon den 4. September 2021 im Kalender markiert. Wünschenswert wäre, wenn nächstes Jahr noch mehr Mädels mitlaufen würden.





  • Meine Hochachtung für alle Teilnehmer, denn es ging ja um die Gemeinschaft. Aber man sollte immer daran denken, Gemeinschaft bedeutet auch gemeinschaftlich ans Ziel zu kommen, und den schwächeren mit zunehmen. Der Ehrgeiz mag groß sein, als erster durchs Ziel zu rauschen, aber auf solche Art sollten wir nur unsere Gegner
    gegenüber treten.

    Wilhelm 25.09.2020

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