
Die Art der Empfehlung käme dabei der einer Impfung gegen andere Infektionskrankheiten gleich, obwohl die mRNA-Technologie des Corona-Impfstoffes nicht vergleichbar ist mit den Impfstoffen gegen herkömmliche Krankheiten. Mit diesem Schritt geht die SIKO einen Alleingang und gibt damit bewusst dem politischen Druck nach, gegen den sich die STIKO bisher weiter erfolgreich zur Wehr setzen konnte. Zusätzlich sollen die Moderna-Impfungen, die bisher nur für Erwachsene zugelassen waren, nun auch an Jugendlichen ab 12 Jahren erprobt werden können.
Der SIKO-Sprecher Hans-Christian-Gottschalk begründet den Sinneswandel mit sogenannten „Post-Marketing-Studien“ aus den USA und Israel, die angeblich positive individuelle und antipandemische Nutzen-Risiko-Einschätzungen für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren festgestellt hätten. Obwohl bis April 2021 lediglich handgezählte elf Corona-Todesfälle bei Jugendlichen unter 20 Jahren festgestellt worden sind und die Mortalität des Virus bei Jugendlichen damit verschwindend gering ist, schwadroniert Gottschalk dennoch von vermeintlich schweren Covid-19-Krankheitsverläufen bei Jugendlichen, zu denen die Nebenwirkungen der Impfung angeblich in keinem Verhältnis stehen würden.
Dabei werden mögliche Langzeitfolgen mit dem Verweis auf scheinbar harmlose, kurzfristig auftretende Nebenwirkungen einfach unter den Tisch gekehrt. Bleibt nur zu hoffen, dass die STIKO sich dem Druck des Impfkartells aus Politik und Wirtschaft nicht so schnell beugen wird, wie der sächsische Ableger.













