Sachsen: Solaranlagen auf Kulturerbe geplant?

Der Freistaat Sachsen hat eine Studie in Auftrag gegeben, um potenzielle Flächen für Solaranlagen zu ermitteln. Dabei wurden auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, die Frauenkirche in Dresden und die Oper in Chemnitz als Standorte ausgewertet. Hintergrund sind Bemühungen, im Zuge der sogenannten Energiewende die Solarenergie massiv auszubauen. Diese Bestrebungen zeigen, welchen niedrigen Stellenwert der Erhalt deutscher Kulturstätten für die Herrschenden einnimmt. Die Baudenkmäler in Sachsen stellen dabei keine Ausnahme, sondern die Regel dar.

 

Heimat bewahren!

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und die Frauenkirche in Dresden: Zwei Wahrzeichen ihrer jeweiligen Städte. Erinnerungen an bessere Zeiten unseres Volkes. Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal erinnert an den Sieg vereinter Deutscher gegen die französischen Invasoren unter Napoleon. Die Frauenkirche fügt sich in das barocke Ensemble der Dresdner Altstadt ein und entstand in Zeiten blühenden Wohlstands im sächsischen Elbflorenz. Beide Gebäude stehen daher unter Denkmalschutz, um ihren authentischen Charakter zu bewahren. Sie sollen den nachfolgenden Generationen so erhalten bleiben, wie sie einst die Vorväter erblickten. Doch dieses natürliche Erscheinungsbild ist heute in Gefahr.

In Sachsen soll der Ausbau der Solarenergie vorangetrieben werden. 60 900 bestehende Solaranlagen im Freistaat sind Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) nicht genug. Nach dem Wunsch des Ministers sollen es viel mehr werden und so wird jede verfügbare Gebäudefläche geprüft. Wo kann man überall Solaranlagen aufstellen? Die Sächsische Energieagentur, deren Aufsichtsratschef Günther ist, hat daher eine Studie in Auftrag gegeben. Für einen fünfstelligen Betrag wurde ein Solarkataster erstellt. Im Internet kann man auf der Seite www.solarkataster-sachsen.de nachschauen, wo man auf dem eigenen Haus am besten eine Solaranlage installieren könnte. Auf der Seite tauchen nun Völkerschlachtdenkmal, Frauenkirche und die Oper von Chemnitz auf.

Für das Völkerschlachtdenkmal gibt die Sächsische Energieagentur (SAENA) eine Fläche von 735 Quadratmeter als potenziellen Standort für Solaranlagen an. Diese könnten 60 485 Kilowattstunden im Jahr produzieren und damit etwa 21 Haushalte versorgen. Für die Frauenkirche kommt die auf 1022 Quadratmeter auf dem Dach und auf der Kuppel. Damit könnten 94 863 Kilowattstunden im Jahr produziert oder 33 Haushalte versorgt werden. Die Solardaten wurden per Computer errechnet. Eine Herausnahme von Kirchen und ähnlichen Gebäuden hätte nach Recherchen der Bild-Zeitung Mehrkosten verursacht.

Dennoch ist es keineswegs ausgeschlossen, dass diese historischen Gebäude dennoch als Standort für Solaranlagen missbraucht werden. Grundsätzlich ist das Regionalministerium für den Erhalt von Kulturdenkmälern zuständig und hierzu auch verpflichtet. Jedoch spricht man hier bereits davon, dass es zwar eine Erhaltungspflicht gibt. Jedoch: „dies schließt eine Nutzung von Dachflächen für Solaranlagen nicht grundsätzlich aus“. Zudem müsse man die Interessen des Denkmalschutzes und des Klimaschutzes miteinander abwägen.

Dass der Erhalt der Heimat hierbei meist leichter gewichtet wird, lässt sich beim Thema Windenergie beobachten. Trotz großem Protests soll beispielsweise im hessischen Reinhardswald ein Windpark errichtet werden. Windanlagen stehen heute in immer mehr deutschen Lebensräumen und verschandeln das Landschaftsbild. Dennoch schreckt man auch nicht davor zurück, besonders heilige Wälder wie den Reinhardswald, den Märchenwald der Gebrüder Grimm, zu vernichten. So steht zu befürchten, dass auch die Solaranlagen auf der Frauenkirche und dem Völkerschlachtdenkmal nicht nur Theorie bleiben werden, sondern auch praktisch umgesetzt werden. Mit „Tesla-Geschwindigkeit bei Planung und Genehmigung“, wie es Minister Günther formuliert.

Der anhaltend hohe Verbrauch an fossilen Ressourcen wie Kohle stellt ein ökologisches Problem dar. Doch die sogenannte „Energiewende“ ist keineswegs eine saubere Lösung. Stattdessen werden neue Problemfelder geschaffen. Auch Solaranlagen benötigen beispielsweise fossile Ressourcen und Herstellung und Transport bringen zusätzlichen Energiebedarf mit sich. Eine wirkliche Energiewende erfordert eine Abkehr von systemimmanenten Wachstumszwängen. Der Energieverbrauch an sich muss drastisch gesenkt werden. Die dafür erforderliche Post-Wachstumsgesellschaft ist im Kapitalismus nicht realisierbar. Daher ist es an der Zeit, das System grundsätzlich zu hinterfragen. Eine ökologische und ökonomische Alternative, die den kapitalistischen Fortschritts- und Wachtumszwang als Problem benennt und auf eine nachhaltige und bedarfsdeckende, raumgebundene Volkswirtschaft setzt, wird nur durch den Deutschen Sozialismus formuliert.





  • Einmal mehr zeigen die Versallen eines links grünen Establishment, was sie von unserer Geschichte, unseren Ahnen und den aufrechten Kämpfern des deutschen Volkes halten! Nämlich nichts!! Kein Volk auf Erden würde sich ein Mahnmal der Schande,wie in Berlin bauen und dagegen die großen Errungenschaften und Helden der Deutschen als Plattform für Gewinnsucht und Kapitalismus entweihen! Es wird immer schlimmer! Lasst uns unser Erbe schützen und verteidigen.

    Alexander Flemming 16.05.2022
  • Auch zu Hause könnte man den Energieverbrauch senken. Spülmaschine elektrische. Wäschetrockner sind Stromfresser, die nicht nötig sind. Erst wird den Leuten eingeredet, dass alles elektrisch sein muss, dann will man noch historische Gebäude mit Solaranlagen verschandeln.

    Viola kuenzel 14.05.2022
  • Wenn es historische Bausubstanz ist, wollen die Regebogenfarbigen es im Zweifelsfall abreißen und durch der Spekulation dienende Hochhäuser ersetzen.

    RW 14.05.2022

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