Adlerwanderung: Wandern unter staatlicher Repression (+Video)

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Die Adlerwanderung in der Uckermark gehört mittlerweile zum festen Bestandteil vieler Brandenburger und Berliner Naturfreunde, die sich einmal im Jahr zu dieser 18,5 km langen Rundwanderung treffen. Sympathisch wirkt dieser Naturausflug durch seinen familiären Charakter, es handelt sich hierbei also nicht um einen Leistungsmarsch oder eine Extremstrecke, im Vordergrund steht vielmehr die Gemeinschaft und das vielseitige Erleben der einzigartigen Natur der Uckermark. So ist es kein Wunder, dass auch dieses Jahr das Teilnehmerfeld alle Generationen widerspiegelte, zwischen 10 und 71 Jahren war alles vertreten.

 

 

Eine große Wandertruppe traf sich somit wieder am Wolletzsee bei Angermünde und sollte einen ereignisreichen Tag erleben. Ausgeschmückt war der Tag mit historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, reichlich sportlichen Einheiten und einem verboten guten Verpflegungsstand zur Halbzeit des Wanderweges.

 

 

 

Kulinarisch wurde wieder ein Feuerwerk durch unseren Versorgungstrupp abgebrannt und etliche neue Mitstreiter in der Gemeinschaft staunten über die abwechslungsreiche Verköstigung. Drei Tische waren reichlich gedeckt und wegen dem anfänglichen Regen an diesem Tag, durch einen Pavillon auf dem offiziellen Rastplatz gut geschützt.

 

 

 

Dem Brandenburger LKA war diese Verköstigung eine beispiellose Kriminalisierung wert. Beamte dieser bundesrepublikanischen Ermittlungsbehörde bewegten sich den ganzen Tag schon im Windschatten der Wandergruppe und sahen beim Verpflegungsstand nun ihre große Stunde gekommen. Hektisches Telefonieren führte letztlich dazu, dass kurz vor dem Ziel sechs Einsatzfahrzeuge der brandenburgischen Landespolizei einen großen Teil der nationalen Wandergruppe einkesselten, um die Personalien festzustellen, Grund wäre ein „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“ gewesen. Essen bei Regen unter einem Pavillon geht nun mal nicht im „freiesten Staat, der je auf deutschem Boden existiert hat“.

 

 

 

Über eine Stunde wurden die Wanderdissidenten festgehalten, um nach der Kontrolle ihren Weg weiter fortsetzen zu können. Man würde es nicht glauben, wäre man nicht selber dabei gewesen. Kinder und Rentner, junge Frauen und Männer im Verdacht, eine nicht angemeldete Wanderrast durchgeführt zu haben, kann es denn sowas geben? Der sogenannte „K(r)ampf gegen Rechts“ nimmt immer groteskere Formen an und beweist einmal mehr, wie wichtig es ist, für seine Freiheit zu kämpfen, wenn es sein muss eben oder gerade auch vor Gericht. Unsere Gemeinschaft lässt sich durch diese plumpen Kriminalisierungsversuche der politischen Polizei nicht einschüchtern; auch im nächsten Jahr wird zur Adlerwanderung gerufen, natürlich wieder mit ordentlicher Verpflegung.

 

 

 

Fürs Vaterland? Bereit!
Fürs Volk? Bereit!
Für die Heimat? Bereit!

1 Kommentar

  • 👍💚

    Max Matthieß 03.06.2022
  • Das sieht gut und lecker aus.

    Zu verbergen habt ihr ja nichts, wenn das LKA nichts besseres zu tun hat als bei einer friedlichen Wandergruppe den Brötchen-Belag zu inspizieren, sagt das mehr über das LKA aus als über euch.

    Michael 02.06.2022
  • Kaum verwunderlich, denn schließlich sei ja das Wandern laut der ,,Zeit“ eine rechtsextremistische Tätigkeit und natürlichen müssen dann die bundesrepublikanischen Vasallen hier eingreifen. Ist doch wohl verständlich…
    *Ironie aus*
    Tagtäglich liest man von mehr Vergewaltigungen, Morden usw., aber die feine Polizei hat nichts besseres zu tun, als Wanderer zu verfolgen… Was lächerlich muss es denn noch werden, damit die Deutschen sehen, was hier abgeht?

    willi westland 02.06.2022
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