Moskau: Islamistischer Anschlag erschüttert multikulturelle Russische Föderation

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In der russischen Hauptstadt Moskau ist es zu einem schweren Terroranschlag gekommen. Mehrere schwer bewaffnete tadschikische Terroristen stürmten die „Crocus City Hall“ und eröffneten das Feuer. Weit über 100 Menschen starben. Rund 15 Prozent der Bevölkerung Russlands sind Schätzungen zufolge Muslime. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS-Ableger „ISPK“, dessen Ursprünge in Afghanistan liegen und der seine Mitglieder vorwiegend in Tadschikistan rekrutiert. Russland hat ein Abkommen über visafreie Einreise mit Tadschikistan. Auch der Anschlag in Moskau, der sich gegen weiße und christliche Menschen richtete, zeigt die Gefahren einer multikulturellen Gesellschaft auf. Der Vielvölkerstaat Russland ist ebensowenig vor islamistischer Bedrohung gefeit, wie es der sogenannte „Westen“ ist.

 

Brutaler Terroranschlag in Moskau

Es sind verstörende Szenen, die sich am Abend des 22. März 2024 in der Moskauer Konzerthalle „Crocus City Hall“ abspielten. Männer, schwer bewaffnet mit Sturmgewehren, stürmten das Gebäude und eröffneten auf willkürlich ausgewählte Opfer das Feuer. Zudem brach ein Feuer in der Halle aus. Der Anschlag erinnert an zahlreiche islamistische Anschläge der Vergangenheit, so beispielsweise die Terrornacht vom November 2015 in Paris, aber auch an die blutige Geiselnahme tschetschenischer Terroristen in Moskau im Jahre 2002. Zu der Tat bekannte sich die islamistische Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat). Konkret wird der Anschlag der Gruppe „ISPK“ zugeordnet. Die Abkürzung steht für „Islamische Staat Provinz Khorason“. Die Gruppe stammt ursprünglich aus Afghanistan und befindet sich dort im Kampf mit dem Taliban-Regime, das in ihren Augen zu lasch agiert. Gleichzeitig versucht die Gruppe jedoch auch durch internationale Anschläge auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Mitglieder rekrutiert die Gruppe vorwiegend aus dem benachbarten Tadschikistan.

Unmittelbar nach der Tat sprach Daesh davon, „eine große Zusammenkunft (…) am Rande der russischen Hauptstadt Moskau“ angegriffen zu haben. Das Konzert sei zum Ziel geworden, weil sich dort Christen versammelt hätten. Russland unterstützt seit zehn Jahren den Kampf Syriens gegen die islamistische Terrormiliz und hat dort zur Niederschlagung des selbst erklärten Kalifats beigetragen. Gleichzeitig ist der Vielvölkerstaat Russland Heimat zahlreicher muslimischer Völker wie den Dagestanern, den Tschetschenen oder den Tataren. Was Russland ebenfalls zu einem leichten Einfallstor für radikale Islamisten macht, ist dessen Politik der offenen Grenzen zu zahlreichen vorrangig muslimischen Ländern. Auch den identifizierten und bereits festgenommen tadschikischen Tätern dürfte die Einreise nicht schwer gefallen sein, da Russland ein Abkommen für visafreie Einreise mit Tadschikistan unterhält und obendrein massive Einwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken in der Region fördert.

 

Irreführende Schuldzuweisungen

Unmittelbar nach der Tat begann die russische Staatspropaganda damit, die Urheberschaft hinter den Anschlägen infrage zu stellen. So versuchen diverse Vertreter des moskowitischen Systems, die Ukraine mit den Anschlägen in Verbindung zu bringen. Demnach sollen die Täter, die einen Fluchtversuch in Richtung Ukraine unternommen haben, angeblich auch Verbindungen nach Kiew unterhalten haben. Es sei zudem auffällig, dass die Täter bei dem Anschlag nicht ums Leben gekommen seien, was ein Kennzeichen für islamistische Anschläge sei. Diese Theorien sind an Absurdität kaum zu überbieten. Im Gegensatz zu Russland ist die Ukraine ein mehrheitlich weißes Land. Es gibt hier keine nennenswerten muslimischen Gemeinden. Es sind die Invasoren der Russischen Föderation, die gezielt Muslime nach Europa bringen wollen. Während auf Seiten der Ukraine mehrheitlich europäische Freiwillige kämpfen, ist es Russland, dass sich nicht scheut, Islamisten an die Front zu bringen oder Söldner aus Afrika zu rekrutieren.

Auch der Hinweis auf das Überleben der Attentäter kann nicht einmal als Indiz eingestuft werden. Sicherlich kommen bei vielen Anschlägen die Attentäter ums Leben, der eigene Tod ist jedoch keineswegs ein zwingendes Ziel von Islamisten. Auch nach den Anschlägen von Paris überlebte ein Attentäter und auch Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, versuchte nach seinem Anschlag zu fliehen. Generell versucht die russische Propaganda, gehorsam unterstützt von ihren pro-russischen Lakaien und im populistischen Spektrum angesiedelten Desinformationskanälen in Westeuropa, von den innerrussischen Problemen abzulenken, welche die multikulturelle Realität in der Föderation mit sich bringt.

Europäische Russen sollten sich die Frage stellen, ob denn der Feind tatsächlich außerhalb der eigenen Landesgrenzen zu suchen ist oder sich nicht bereits seit längerer Zeit im eigenen Hause befindet. Nicht allein die Nationen des „Westens“, sondern auch authentische Russen müssen aufwachen und gegen ein falsches Regime für revolutionäre Veränderungen in ihrem Volk kämpfen!

1 Kommentar

  • Ein Anschlag von dem Ausmaß, war nur möglich weil Putin mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine, auch sein eigenes Land massiv geschwächt hat. Er hat auch Warnungen westlicher Geheimdienste als ´´Angstmacherei´´ abgetan. Somit gehen die vielen Toten in Russland nun auch auf sein Konto. Den Islamisten dürfte es schon bald ziemlich schlecht gehen, sie werden nun von den Speznas einer der besten Antiterror Einheiten der Welt gejagt. Den Unschuldigen echten Russen, mein Beileid.

    Martin 26.03.2024

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