Kriegswirtschaft statt Kapitalismus?

Die grüne Buchautorin Ulrike Herrmann hat mit ihrem Buch „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind und wie wir in Zukunft leben werden“ eine Debatte angestoßen. Sie sieht den Kapitalismus vor dem Untergang und fordert die Einführung einer „ökologischen Kriegswirtschaft nach britischem Weltkriegsvorbild“. In der bürgerlich-liberalen Rechten hat sich Herrmann damit viele Feinde gemacht. Gleichwohl entzaubert Herrmann die Mär vom „grünen Kapitalismus“ der Herrschenden. Wir sagen: Herrmann hat Recht! Dennoch müssen viele Vorschläge und Ideen der grünen Autorin abgelehnt werden.

 

Von wegen „grüner Kapitalismus“

Was die Bundespolitik der Grünen stützt, ist die Hoffnung auf einen grünen „transformierten“ Kapitalismus. Viele Deutsche und materiell gut betuchte grüne Wähler hoffen, dass sich Wirtschaftswachstum und Umweltschutz unter einen Hut bringen lassen. Auch, wenn die Wirtschaft schwächelt, halten es noch immer Millionen Menschen mit den Herrschenden. Auf der anderen Seite steht eine Rechte, für die Kapitalismus eine heilige Kuh und Konsumverzicht undenkbar sind. Man kann über die wahren Ursachen des Klimawandels denken wie man will: Fakt bleibt, dass das System eines ungebremsten wirtschaftlichen Wachstums eine Krise in ökologischer Hinsicht darstellt. Darüber spricht nun Ulrike Herrmann.

Die 60-Jährige Hamburgerin startete ihre politische Karriere bei der CDU, wechselte jedoch später zu den Grünen. Im Jahre 2021 kündigte sie an, ihre Mitgliedschaft in der Partei ruhen zu lassen, um ihre Authentizität als Buchautorin gewahrt zu wissen. Im darauf folgenden Jahr erschien ihr Erfolgsbuch: „Das Ende des Kapitalismus: Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden.“ Darin analysiert Herrmann sachlich, warum der Kapitalismus in ökologischer Hinsicht ein Desaster darstellt. Sie sieht den Kernfehler im systemimmanenten Wachstumszwang: „Das Problem ist, dass der Kapitalismus Wachstum benötigt, um stabil zu sein, um nicht in Krisen zu geraten, um nicht Millionen von Arbeitslosen zu erzeugen.“ Völlig richtig hält sie fest, dass in einer endlichen Welt nichts unendlich wachsen kann.

Auch dem Glauben an die unbegrenzten Möglichkeiten der Technik erteilt sie eine Absage: Der Technik seien nämlich durch Rohstoffe und Umwelt Grenzen gesetzt. Herrmann sieht im Klimawandel das größte Problem, jedoch bei weitem nicht das Einzige. So führt die Autorin aus: „Wir rotten viel zu viele Arten aus. Wir zerstören das Süßwasser, wir zerstören die Böden, wir zerstören die Ozeane. Das heisst, wir haben zwar Wohlstand, aber wir hinterlassen eine Spur der Zerstörung.“

Trotz technischem Fortschritts müsse Energie stetig teurer werden. Auf diese Weise würde jedoch Wirtschaftswachstum langfristig gesehen verunmöglicht werden. Auch erneuerbare Energien müssten eines Tages an ihre Grenzen stoßen. Es könne daher auch kein „grünes Wachstum“ geben. Selbst Künstliche Intelligenz (KI) verheißt hier keine Lösung, sondern würde im Gegenteil den Energieverbrauch sogar noch ankurbeln. Somit droht nicht nur wirtschaftliche Stagnation, sondern sogar ein Rückgang der volkswirtschaftlichen Leistungen. Für sie stellt sich daher bereits jetzt die Frage nach dem Umgang mit diesem Problem.

Hier beansprucht Herrmann für sich, einen Lösungsansatz gefunden zu haben. Und so spricht sie von einer „Kriegs- und Kreislaufwirtschaft“, orientiert am Vorbild der britischen Kriegswirtschaft im zweiten Weltkrieg. Sie fordert daher die Einführung einer Planwirtschaft und die radikale Rationierung von Konsumgütern durch den Staat. Dabei wird Herrmann auch ganz konkret: So fordert sie beispielsweise die Schließung der Flughäfen und Abwicklung der Luftfahrtindustrie. Auch sollen Auto-, Finanz- oder Werbebranchen keinen Platz in ihrer Wirtschaftskonzeption haben. Es solle zwar weiterhin Privateigentum geben, jedoch solle der Staat beispielsweise die Verteilung von Wohnraum koordinieren. Privatautos will Herrmann abschaffen, die Lebensmittelversorgung auf 2500 Kalorien pro Person begrenzen.

 

Für eine revolutionäre Neuordnung!

Herrmann entstammt dem linksliberalen Milieu. Ihre Thesen sind daher auf das gleiche Weltbild zurückzuführen, welches auch die Grundlage für das aktuelle System bildet. Dennoch ist ihre Analyse im Vergleich zu der „Realpolitik“ der Herrschenden an vielen Stellen korrekt. Es kann kein unendliches Wachstum geben! Die Welt steuert auf eine ökologische Krise zu, die kein Zufall ist, sondern systemische Wurzeln hat. Der Lösungsansatz von Herrmann ist jedoch falsch. Die reine Planwirtschaft ist auf eindrucksvolle Weise vielfach global gescheitert. Möglicherweise wurde Herrmann hier in ihrer Denkweise von dem jüdischen Theoretiker Karl Marx beeinflusst. Wer sich mit der menschlichen Natur beschäftigt, weiß, dass grundsätzlich kein Weg an einer Marktwirtschaft, auch wenn sie dirigiert werden sollte, vorbeiführt.

Gleichzeitig muss diese Marktwirtschaft jedoch eine wahrhaft soziale Marktwirtschaft sein. Das bedeutet zum einen, dass der Zinses-Zins-Kapitalismus endlich beerdigt werden muss. Zum anderen muss der Staat jedoch durchaus zu Interventionen bereit und fähig sein. Diese Interventionen sollten jedoch nicht kleinteilig ausfallen, sondern nur in den großen Belangen der Nation den Kurs vorgeben. Dies betrifft beispielsweise die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien. Was ebenfalls nicht funktioniert, ist der Universalismus Herrmanns. In der Realität befinden sich Völker und Nationen in einem unerbittlichen Konkurrenzkampf, der sich durch den Idealismus einiger Länder nicht aus dem Weg räumen lässt. Deutschland muss daher seine Position in der Welt stärken und vor allem auf die Etablierung einer Europäischen Eidgenossenschaft als souveränen Macht- und Lebensraum unserer weißen, europäischen Völkerfamilie setzen. Es wird keine „faire“ und „selbstlose“ globale Verteilung von Ressourcen geben. Europa muss sich hier behaupten. Dennoch werden sich die Menschen auf Verzicht einstellen müssen. Die gegenwärtige Epoche der Dekadenz, des Überflusses, der permanenten Verfügbarkeit aller Waren und Dienstleistungen, die Wegwerfgesellschaft – all das muss und wird ein Ende finden!

Man macht sich freilich mit diesen Thesen in bürgerlichen Kreisen nicht beliebt. Wir jedoch schielen nicht wie Populisten und sogenannte „Konservative“ auf das Bürgertum, sondern bauen auf die revolutionären Kräfte unseres Volkes. Wenn auch Du in Deinem Denken frei und in Deiner Lebensführung radikal bist, schließe Dich der nationalrevolutionären Bewegung an und werde aktiv in Deinem „III. Weg“-Stützpunkt vor Ort!

1 Kommentar

  • Das, was Herrmann hier ausbreitet, sind die Theorien und Ideen der sogenannten C40-Gruppe. Die treten ua für eine Rationierung von Lebensmitteln auf 2. Weltkrieg-Niveau ein. Bezeichnend ist, daß sie wohl noch nicht mal weiß, daß diese „Kriegswirtschaft“ notgedrungen vom deutschen Reich während des 1. Weltkrieges erfunden wurde (wg engl Handelsblockade).

    RW 19.05.2024
  • Der Staat soll also laut Frau Herrmann eine Art „Kriegswirtschaft“ einführen, Wohnraum koordinieren, Privatautos verbieten und eine genormte Kalorienzufuhr für alle festlegen… Manchmal hat man den Eindruck, dass man es oftmals nur vom Jg. her mit Erwachsenen zu tun hat! Ich empfehle hier das Buch Die Kinogänger von Chongjin von Barbara Demick. Denn exakt so ein kulturloses Versagersystem vegetiert ja noch real. Wer kann, der wird bei Einführung dann aufbrechen – oder vor die Hunde gehen.

    Lisa Drexler 19.05.2024
  • Die Ursachen & Probleme erkannte Ulrike Herrmann genau richtig, aber mit den Lösungsansätzen halte ich es wie der III. Weg. Soziale Marktwirtschaft, aber auch Regionalität und nicht die proklamierte Weltoffenheit, die die Region schwächt bzw. zerstört und alles in die Welt verteilt ist das wesentliche.

    VoSo 18.05.2024

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