Erde & Zukunft: Der Sandkrieg – Kapitel 3/5: Verheerender Eingriff in die Natur

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Der Sand ist nicht unendlich verfügbar, seine Grenzen sind erreichbar. Auch wenn das der Mensch nicht ganz versteht, und weiter den Weg des Räubers geht. Sand aus Gruben ist so gut wie ausgeschöpft, tiefe, karge Täler und tiefe leere Gruben, wo sie einst den Sand aushuben. 30 -50 Milliarden Tonnen Sand im Jahr, fördert derzeit die gierige Menschenschar. Um sich diese Gier einmal bildhaft vorzustellen, vermag ein Abbild dies gar zu erhellen. Dies entspräche einer Mauer 20m hoch wie breit, rings um den Äquator dieser Zeit! Dieser gigantische Anspruch ist kaum mehr zu halten, und beginnt einen Alptraum zu gestalten. Getrieben wie ein Vampir nach Blut, offenbart sich ihre Abbauwut. Flüsse werden ausgebaggert wie im Wahn, sie ändern dadurch deren Flusslaufbahn. Dies kann zu Hochwasser führen, was einige bereits herbe spüren. Auch ändert sich die Trinkwasserqualität, weil kein Sand mehr als Filter zur Verfügung steht. So wird das Wasser partikelreicher und auch trüber, aber das Raubtier Mensch wird immer noch nicht klüger. Fische fangen an den Fluss zu meiden, das Ökosystem und Fischerei muss darob leiden. Das Zurückhalten des Sandes durch Dämme, bringt eine neue Gefahrenschwemme.

Ohne nachrückenden Sand, droht Erosion in manchem Land. Selbst die UN Umweltorganisation UNEP, schreibt in einem Bericht oh je, oh je… Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum, ein ganzes Ökosystem stirbt in einem Alptraum. Der Grundwasserspiegel sinkt, und vertrocknet nun der Brunnen klingt. Die Gefahr von Hochwasser und Dürren steigt, weil sich das natürliche Bollwerk neigt. Ohne Dünen und Strände, spielt man Stürmen in die Hände. Denn da ist nicht mehr viel das hemmt, wenn ein Sturm ins Landes Innere rennt. Auf diesen Trichter kam man irgendwann, und dachte sich sodann, es gibt noch andere Sandreserven, so tat man einen neuen Räuberplan entwerfen. Der Meeresboden ist die neue Quelle, Zack, waren die Plünderer gleich zur Stelle. So wurde der Schwimmbagger gebaut, der den Sand vom Meeresboden saugt.

Mit langen Saugarmen reißt er hinauf, was am Grunde liegt zuhauf. Dem Bagger ist es egal was da unten liegt, weil er gefräßig alles in sich zieht. Wie eine Menschenheuschrecke auf der See, wütet diese menschliche Idee. Täglich bis zu 400.000m³ Sand, raubt dieses Monstrum dem Meeresland. Wird zum Mörder so vieler Pflanzen und Arten, Behausungen und anderer Sparten. Das ganze Ökosystem beginnt zu kippen und zu beben, weil viele Tiere und Mikroorganismen im Sande leben. Diese dienen Fische eigentlich als Nahrung, unabdingbar für die Artbewahrung. Sand, Meer und Inseln sind im Gleichgewicht, der Kluge stört dies nicht. Doch, wie so oft, der Mensch ist dumm, ist gleichgültig und schert sich nicht darum. Mit mehreren tausend Schwimmbaggern im Betrieb, schreibt er sich in die Geschichte als Dieb.

Sand und Meer verhält sich gleich einer Waage, als ob sie das Gleichgewicht der Erde trage. Nimmst du von drüben den Sand, holt das Meer es sich vom Inselland. Klaust du von links, holen die Wellen es von rechts. So verändert sich durch diesen Raub die Welt, weil die Krankheit Mensch tut was ihm gefällt. Korallenriffe sterben, und zeichnen das Verderben. Ganze Sandinseln verschwinden, und niemand wird sie finden. Indonesien hat bisher ca. 25 Inseln verloren, wurde dadurch zum Verlierer auserkoren. Die Malediven haben den Sandrückgang eruiert, zur Sicherheit über 100 Inseln evakuiert. Das war ja nett gedacht, doch nur der Dumme lacht, weil sich die Siegnachrichten verspäten, die Hauptinseln platzen aus allen Nähten!

Auch schwindet hier der Sand, und immer kleiner wird das Land. Also ließ man schnell Barrieren bauen, um das Wasser weg zu stauen, dadurch das Hinterland zu schützen, denn man will es ja noch nützen. Der Kampf gegen Windmühlen gewinnt an Fahrt, aber für Küstenstaaten wird es hart. Weltweit kämpft man mit des Strandes Flucht, zu spät wurden mögliche Folgen untersucht. Der Mensch ist wie ein Sargnagel für das Leben, ohne ihn würde es noch so vieles geben.

 

Fortsetzung folgt…

 

Zum Nachlesen:

Kapitel 1: Sand als Naturprodukt

Kapitel 2: Der Sand als Baustoff

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