
Agrarland an Globalkapitalisten verschachert
Die Liechtensteiner Gustav-Zech-Stiftung hat 20.000 Hektar Agrarland an den australischen Konzern Igneo Infrastructure Partners verkauft. Kaufpreis waren 300 Millionen Euro. Für die Liechtensteiner Stiftung ein gutes Geschäft: Sie hatte die Flächen 2016 für nur 5 Millionen Euro aus der Konkursmasse der KTG Agrar übernommen. Aus deutscher Perspektive ist das Geschäft jedoch brisant: Riesige Flächen deutschen Bodens, gewaltige Felder, wechseln in die Hände von Ausländern und werden zum kapitalistischen Spekulationsobjekt.
Eigentlich gibt es Gesetze, die genau so etwas verhindern sollen. § 55a Absatz 1 Nummer 27 Außenwirtschaftsverordnung (AWV) besagt, dass eine Überprüfung stattfinden müsste. Dort heißt es: „Bei der Prüfung einer voraussichtlichen Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit kann insbesondere berücksichtigt werden, ob das inländische Unternehmen […] unmittelbar oder mittelbar eine landwirtschaftliche Fläche von mehr als 10 000 Hektar bewirtschaftet.“ Diese Kontrolle ist offenbar nicht erfolgt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat sieben Ministerien zu dem Fall befragt. Die Antworten zeigen, dass sich niemand wirklich zuständig sieht. Der Bund verweist auf die Länder, die Länder jedoch sehen sich außerstande, die Kontrolle effektiv umzusetzen. Reiko Wöllert, stellvertretender AbL-Bundesvorsitzender, kritisiert die Behörden: „Wenn es um kritische Infrastruktur geht, hat die Gesellschaft ein Anrecht auf Transparenz und Erklärungen.“
Für Agrarholdings sind Geschäfte mit landwirtschaftlichen Flächen lukrativ. Denn durch den Kauf von Unternehmensanteilen, sogenannten „Share Deals“, kann die Grunderwerbssteuer eingespart werden. So setzen nicht nur ausländische Spekulanten, sondern auch inländische Großkonzerne wie beispielsweise Aldi oder die Munich Re auf den Boden. Die Agrarholdings blähen sich dabei immer weiter auf. Statistiken des Statistischen Bundesamtes zufolge gab es im Jahr 2023 insgesamt 2919 Unternehmensgruppen mit 2,1 Millionen Hektar bewirtschafteter Fläche – ein Anstieg um 32 Prozent seit 2020. Die Anzahl der Konzerne mit Sitz im Ausland wuchs dabei von 118 auf 153 Unternehmen; ein Plus von 30 Prozent.
In der Praxis trägt die Oligarchisierung landwirtschaftlicher Flächen zum Bauernsterben bei. Riesige landwirtschaftliche Konzerne und Bodenspekulanten verdrängen den traditionellen Bauernhof. Nur noch zwei Prozent der Bevölkerung sind im Nährstand beschäftigt und im Schnitt sterben jährlich über 12.500 Höfe in Deutschland. Der Begriff des Bauerntums wurde zudem systematisch umgewandelt in einen landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb auf der Basis eines Farmerdenkens. Diese Art von Kommerzialisierung unserer Lebensgrundlage im Zusammenhang mit der Aufhebung der einst tiefen Verbundenheit unseres Volkes mit Boden, Heimat und Kultur kann nur entartete Lebensverhältnisse mit sich bringen, die früher oder später zu einer existenziellen Gefährdung aller Volksangehörigen führen müssen.
Kleinbäuerliche Familienbetriebe statt Agrarkonzerne und Bodenspekulation
Die Partei „Der III. Weg“ setzt sich für eine raumgebundene Volkswirtschaft ein. Ziel ist es, größtmögliche Autarkie für Deutschlands Wirtschaft zu erringen. Dafür müssen Schlüsselindustrien, aber selbstverständlich auch der deutsche Boden der Spekulation entzogen und in den Dienst des Volkes gestellt werden. Es darf nicht sein, dass unsere Lebensgrundlage an ausländische Hedgefonds verschachert wird! Weiterhin strebt die nationalrevolutionäre Bewegung gemäß Punkt 7 ihres Programms eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft an.
Dafür braucht es jedoch eine nationalrevolutionäre Bauernpolitik. „Der III. Weg“ will dem Sterben kleiner Höfe, verbunden mit der Tendenz zu immer größeren Agrarkonzernen entgegenwirken. Dafür soll der bäuerliche Beruf wieder mehr Achtung erhalten. Große Agrarkonzerne dürfen nicht mehr mit Subventionen begünstigt werden, stattdessen müssen verstärkt kleinbäuerliche Betriebe gefördert werden.
Werde aktiv in unserer Kampfgemeinschaft – für unsere Bauern und gegen den Ausverkauf unserer Heimat!













