
Das schrittweise Ersetzen der Kernenergie sollte diese Risiken mindern. Gleichzeitig zielte die Reduzierung fossiler Brennstoffe darauf ab, den CO₂-Ausstoß zu senken. Der ursprünglich langfristig geplante Ausbau erneuerbarer Energien verfolgte jedoch nicht nur Klimaschutzziele, sondern auch sicherheitspolitische und nationalökonomische Interessen. Die Abhängigkeit von Energieimporten sollte verringert und die Versorgungssicherheit in Deutschland erhöht werden. Zugleich hoffte man, Deutschland als Vorreiter in den neu entstehenden Märkten für erneuerbare Technologien zu positionieren.
Atomausstieg ohne Alternativen: Der Weg zurück in die Importabhängigkeit
Aus diesen anfänglichen Überlegungen entwickelte sich über die Jahre ein politisch beschleunigtes Großprojekt, das zunehmend ideologisch geprägt wurde. Im Namen des Klimaschutzes wurden insbesondere der Kohle- und Atomausstieg beschlossen, ohne vollständig tragfähige Alternativen bereitzustellen. Die letzten drei Atomkraftwerke wurden am 15. April 2023 endgültig abgeschaltet, und erst im Oktober 2025 wurden die Kühltürme des AKW Gundremmingen gesprengt.
Als Konsequenz dieses Vorgehens ist Deutschland erneut stark von Stromimporten abhängig und bezieht absurderweise auch Atomstrom aus Kraftwerken, die teilweise bei weitem nicht denselben Sicherheitsstandards wie die früheren deutschen AKWs entsprechen. Laut der Bundesnetzagentur importierte Deutschland 2024 dreimal so viel Atomstrom wie noch vor zehn Jahren (siehe Daten zum Strommarkt 2024). Neben Stromimporten bleibt das Land zudem auf Erdgas- und andere Rohstoffimporte angewiesen, die für die Energieerzeugung genutzt werden.
Ein weiteres Problem: Strom aus deutscher Produktion steht nicht immer zuverlässig zur Verfügung. Photovoltaik- und Windkraftanlagen liefern stark schwankende und oft schwer prognostizierbare Mengen Strom. Um dies zu kompensieren, sind massive Überkapazitäten bei den erneuerbaren Energien, die zuvor genannten Stromimporte und Stromspeicher aller Art erforderlich, was sich in sehr teuren Strompreisen niederschlägt.
Teure Strompreise: Ärgernis für Verbraucher sowie Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland
Die unmittelbaren Folgen spürt nicht nur der private Verbraucher, sondern zunächst vor allem die Wirtschaft, auf deren Leistungsfähigkeit der Sozialstaat angewiesen ist. Deutschlands Industriestrompreise sind international sehr hoch – derzeit etwa doppelt so hoch wie in den USA oder China – und stellen damit einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar. Während der grün-woke Mainstream energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie gerne als „Dino-Branche“ abtut, wird oft übersehen, dass auch Zukunftsbranchen unter den hohen Stromkosten leiden.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, liefert das Unternehmen Firstcolo ein ganz drastisches Beispiel, in welch desolatem Zustand sich die bundesdeutsche Energiepolitik befindet. Zwei von der Firstcolo GmbH geplante Rechenzentren in Frankfurt können den dafür benötigten Strom frühestens ab 2035 beziehen. Rechenzentren sind das Rückgrat moderner KI-Anwendungen und stellen enorme Rechenleistung für das Training großer KI-Modelle, deren Betrieb sowie die Datenspeicherung und -verarbeitung bereit. Große Anlagen verbrauchen Strommengen, die mit denen mittelgroßer Städte vergleichbar sind. Dementsprechend gibt es hohe Anforderungen an eine kontinuierliche, preisgünstige und stabile Stromversorgung.
Bundesdeutsche Energiepolitik gescheitert
Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss Deutschland – im Einklang mit den ursprünglichen Zielen der Energiewende – unabhängiger von Importen werden und den Ausbau der eigenen Energieversorgung gezielt vorantreiben. Ein Blick nach China lohnt. Dort wird zwar massiv in erneuerbare Energien investiert, parallel dazu setzt man aber weiterhin auf konventionellen Strom aus Atomenergie und fossilen Brennstoffen.
Ein Kurswechsel in der deutschen Energiepolitik ist dringend geboten, denn ein ideologisch motivierter Alleingang bleibt wirkungslos, solange große Teile der Welt weiterhin auf fossile Energieträger setzen. Unsere nationalrevolutionäre Bewegung setzt sich mit Punkt 7 unseres Parteiprogramms klar für den Schutz von Umwelt und Natur ein, ist jedoch überzeugt, dass die Energiewende nur dann dauerhaft tragfähig sein kann, wenn ökologische Verantwortung konsequent mit wirtschaftlicher Vernunft verbunden wird.
Bevor wir vorhandene Energiequellen einfach abschalten, müssen wir erst einmal regenerative Alternativen aufbauen und optimieren. Sowohl bei Windkraft, als auch bei Solar ist dabei noch ein großer Nachholbedarf zu verzeichnen. Wir sollten daher nicht den Ausbau von Gaskraftwerken vorantreiben, sondern verstärkt in die Forschung und Entwicklung von SMRs investieren. Diese Technologie ist ein vielversprechender Schritt in die Zukunft der sicheren, kostengünstigen und CO₂-freien Energieerzeugung. Es ist an der Zeit, dass wir die Chancen der Atomkraft erkennen und nutzen, anstatt sie weiter zu blockieren.













