
Feindbild Deutsche
Etwa 2,5 bis 3 Millionen Deutsche sind nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Sudetenland vertrieben worden. Heute leben einige zehntausend Deutsche in dem Gebiet unter tschechischer Verwaltung. Ein wichtiges Zentrum des Deutschtums ist hierbei die Stadt Eger. Dort befindet sich das deutsch-tschechische Begegnungszentrum Balthasar-Neumann-Haus. Es pflegt deutsche Sprache und Kultur im Egerland, organisiert Veranstaltungen und ist ein Treffpunkt für die deutsche Minderheit. Nun ist es zum Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte haben die Schaufensterscheiben des Büros mit Hakenkreuzen beschmiert.
Lange Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen in eine gute Richtung entwickelt. Während der alte chauvinistische Hass der Polen auf Deutschland über all die Jahre hinweg nicht abgekühlt ist und rechte polnische Gruppen sogar behaupten, dass ihnen selbst Territorien der BRD östlich der Elbe zustünden, haben viele Tschechen begonnen, die Geschichte zu reflektieren. In Teilen der Gesellschaft wird offen über die Verbrechen gegen Deutsche nach 1945 gesprochen. Die Stadt Brünn hat bereits vor Jahren eine Entschuldigung für Kriegsverbrechen veröffentlicht. Es gibt einen von Tschechen organisierten Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des „Brünner Todesmarsches“. Vorbildlich ist auch die pro-europäische Einstellung tschechischer Nationalrevolutionäre von der Gruppe „Nacionalisté“. Bereits 2009 hat die nationalistische Bewegung in Deutschösterreich mit Kameradengruppen des Nationalen Widerstandes in Böhmen und Mähren (Tschechien) im Haus von Herbert Schweiger eine Vereinbarung geschlossen, um die antideutschen Beneš-Dekrete für null und nichtig zu erklären und eine Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit zu vereinbaren.
Doch nun scheint sich etwas zu drehen; in die falsche Richtung. Am diesjährigen Pfingsten fand der 70. Sudetendeutsche Tag in Brünn statt. Auf Einladung der tschechischen Bürgerinitiative „Meeting Brno“ reiste die Sudetendeutsche Landsmannschaft in die Heimat. Eine Vereinigung, die alle berechtigten Ansprüche ihres Volksstammes längst verraten hat. Insbesondere ihr Vorsitzender Bernd Posselt handelt beinahe verräterisch im Hinblick auf die Interessen unseres Volkes. Um zu wissen, wo der dickbäuchige Schnauzbartträger politisch steht, genügt ein Zitat von Posselt anlässlich des Sudetendeutschen Tages. So mahnte er zur „Wachsamkeit gegenüber kollektivistischen Ideologien, allen voran dem Nationalismus“.
Und obwohl Posselt und Konsorten wahrscheinlich noch weitere deutsche Gebiete verschenken würden, wird die Sudetendeutsche Landsmannschaft in einer aktuellen Schmutzkampagne als „Hitlers fünfte Kolonne“ dargestellt. Zunächst hatte sich, nach Angaben des Historikers Niklas Perzi, eine „nationale Querfront aus Altkommunisten, dem ‚Grenzschützerverband‘ und den Nationalen Sozialisten (die ehemalige Beneš-Partei)“ gebildet. Dann jedoch tauchte plötzlich immer mehr antideutsche Propaganda in den tschechischen sozialen Medien auf. Beispiele hierfür waren KI-Bilder, auf denen „Heil“ schreiende Deutsche mit ihrem „Führer“ Bernd Posselt zu sehen sind. Es kann nur spekuliert werden, ob die Drahtzieher hinter dieser Hetze tatsächlich in Tschechien sitzen, oder ob nicht letztlich der Kreml die Aktion initiiert hat, um gegen Deutschland zu sticheln und Europa weiter zu spalten. Fakt ist jedenfalls, dass Moskaus treue Paladine aus dem rechtspopulistischen Spektrum in der Tschechei die Kampagne aufgegriffen haben. So ließ sich die tschechische AfD-Schwesterpartei SPD mit ihrem asiatischen Vorsitzenden Tomio Okamura vor den Karren der Chauvinisten spannen und erwirkte eine Resolution im Parlament gegen den Sudetendeutschen Tag.
Dem Angriff auf das Balthasar-Neumann-Haus folgte bislang keine empörte Reaktion bundesdeutscher Systempolitiker. Für die Interessen der Deutschen außerhalb der Staatsgrenzen der BRD haben sie genauso wenig übrig, wie für die der Deutschen innerhalb der bundesrepublikanischen Grenzen. Der Sudetendeutsche Tag konnte jedoch trotz der antideutschen Proteste planmäßig stattfinden. Jedoch wie lange noch unter der neuen rechten Regierung in Prag?
Die Partei DER III. WEG setzt sich in Punkt 10 ihres Parteiprogramms für die friedliche Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen ein. Dafür soll die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches, was die Ostgebiete selbstredend mit einschließt, wiederhergestellt werden. Der zukünftige deutsche Staat wird allen nichtdeutschen Volksgruppen in ihren geschlossenen Siedlungsgebieten vollständige Autonomie gewähren.














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