Die deutsche Geschichte ist reich an Heldenerzählungen, die davon berichten, wie deutsche Männer und Frauen bereitwillig alles gaben, um sich schützend vor ihr Volk und Vaterland zu stellen. Der Einsatz ihres Lebens war diesen deutschen Heroen eine Selbstverständlichkeit, wenn Volk und Heimat bedroht waren. Unzählige Männer und Frauen erlitten den Märtyrertod, weil sie nicht bereit waren, Deutschland dessen Feinden zu überlassen.
Albert Leo Schlageter gehört unzweifelhaft zu jenen, die für ihr Volk das höchste Gut, das eigene Leben, hingaben, als die Not es erforderte. Dabei verkörpert Schlageter jenen Heldentypus, der angesichts der Verhältnisse im der BRD auch heute bitter nötig wäre. Heldentum und Opferbereitschaft sind Kategorien, die in der dekadenten BRD-Gesellschaft nur noch von wenigen verstanden werden. Einer von Selbstsucht und Hedonismus durchseuchten Gesellschaft sind Taten wie jene Schlageters unverständlich.
In einer postheroischen Gesellschaft wie jener der BRD gelten Werte wie Gemeinsinn, Pflichtbewusstsein, Opferbereitschaft und Wehrhaftigkeit als überholte Konzepte, die man bestenfalls noch aus Erzählungen kennt, im eigenen Leben jedoch keine Relevanz beanspruchen können. Aus nationalrevolutionärer Sicht gilt es daher, diese Werte zu leben, als Beispiel für die Masse des Volkes zu dienen und diese Ideale wieder in unserem Volk als eine selbstverständliche Verpflichtung zu verankern.
Dazu gehört auch die Anerkennung der heldischen Leistungen vorangegangener Generationen. Die Bewahrung des Andenkens an jene, die ihr Leben für den Fortbestand unseres Vaterlandes und unseres Volkes hingaben, ist uns Nationalrevolutionären eine innere Verpflichtung.
Am letzten Maisamstag trafen sich Aktivisten unserer nationalrevolutionären Bewegung im Schwarzwald zu einer Gedenkwanderung anlässlich des 103. Todestages von Albert Leo Schlageter, der sich am 26. Mai 2026 jährte. Nationalrevolutionäre des Stützpunkts Bodensee/Südbaden versammelten sich am Kriegerdenkmal in Todtnau, das den Ausgangspunkt der Wanderung bildete. Hier eröffnete ein erster Vortrag über das Leben und Wirken Schlageters eine Reihe von Kurzreferaten, die im Laufe der Wanderung gehalten wurden.
Geburt und Jugendjahre
Im Jahr 1894 wurde Albert Leo Schlageter in Schönau im Wiesental, einer Kleinstadt im südlichen Schwarzwald, als Sohn einer katholischen Bauernfamilie geboren. Als sechstes von elf Kindern wuchs er in einem von Glauben, ländlicher Arbeit und familiärem Zusammenhalt geprägten Umfeld auf. Sein Geburtshaus ist dort bis heute erhalten und erinnert an die frühen Jahre seines Lebens.
Die ersten Schuljahre verbrachte Schlageter in seiner Heimatstadt, ehe ihn sein Bildungsweg an die Gymnasien in Freiburg im Breisgau und Konstanz führte. In einer Zeit tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche legte er 1914 das Notabitur ab. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges entschied er sich, freiwillig in den Militärdienst einzutreten – ein Schritt, der den weiteren Verlauf seines Lebens maßgeblich prägen sollte.
Während des gesamten Krieges diente Schlageter als Artillerist im 5. Badischen Feldartillerieregiment Nr. 76 an der Westfront. Zugleich hielt er an seinem bereits in jungen Jahren gefassten Wunsch fest, Theologie zu studieren und den geistlichen Stand zu ergreifen. So schrieb er sich im Wintersemester 1915/16, mitten in den Kämpfen des Weltkrieges, an der Universität Freiburg als Student der katholischen Theologie ein.
Seine militärische Laufbahn führte ihn 1917 zur Beförderung zum Leutnant der Reserve. Im April 1918 erhielt er für seinen Einsatz das Eiserne Kreuz I. Klasse. Gegen Ende des Krieges stand er als Führer der 4. Batterie seines Regiments in verantwortlicher Stellung und erlebte den Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches unmittelbar an der Front.
Von Todtnau nach Schönau
Die imposante Kulisse des Todtnauer Kriegerdenkmals, einem 16 Meter hohen, auf dem Griff stehenden steinernen Schwert, hinter sich lassend, ging es auf Schusters Rappen ins rund 7 Kilometer entfernte Schönau, Geburtsort und letzte Ruhestätte Schlageters. Bei strahlendem Sonnenschein legten die Aktivisten die Strecke zügig zurück und erreichten den Ort bereits am frühen Nachmittag.
Zwischen Studium und Freikorps
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und seiner Entlassung aus dem Heer setzte Albert Leo Schlageter sein ursprünglich begonnenes Theologiestudium nicht fort. Stattdessen immatrikulierte er sich für Nationalökonomie, engagierte sich in einer katholischen Studentenverbindung und trat dem Jungdeutschen Orden bei. Bereits im März 1919 brach er jedoch sein Studium ab und schloss sich dem Freikorps des Hauptmanns Walter Eberhard Freiherr von Medem an. Dieses nahm gemeinsam mit weiteren Freikorpsverbänden auf Anweisung der Reichsregierung am Lettischen Unabhängigkeitskrieg teil.
Im Mai 1919 beteiligte sich Schlageter an der Einnahme von Riga und trat anschließend dem Freikorps Horst Petersdorff innerhalb der Marine-Brigade von Loewenfeld bei. Nachdem die Reichsregierung im Oktober 1919 den Rückzug der Freikorps angeordnet hatte, verweigerten mehrere Verbände den Befehl und schlossen sich als Deutsche Legion mit der Eisernen Division der Westrussischen Befreiungsarmee an. Nach schweren Rückzugsgefechten kehrte Schlageter im Dezember 1919 nach Deutschland zurück.
Anfang 1920 unterstützte Schlageter als Angehöriger des Freikorps Petersdorff den Kapp-Aufstand in Breslau und beteiligte sich anschließend an den Kämpfen gegen die linken Märzputschisten im Ruhrgebiet, darunter an den Straßenkämpfen in Bottrop. Nach der Auflösung der Marine-Brigade im Mai 1920 arbeitete er zunächst kurzzeitig als Landarbeiter in Ostdeutschland. Ab 1921 war er für die Organisation Heinz tätig, eine illegale Geheimorganisation unter Führung von Heinz Hauenstein, die in Oberschlesien operierte. Dort wirkte er unter anderem an der Befreiung von Gefangenen der alliierten Kommission in Kosel mit.
Während des Dritten Polnischen Aufstands beteiligte er sich erneut an bewaffneten Aktionen in Oberschlesien und nahm als Mitglied des Freikorps Hauenstein an der Erstürmung des Annabergs teil. Nach dem Ende der Kämpfe und der Teilung Oberschlesiens im Oktober 1921 wurde Schlageter von Hauenstein nach Danzig entsandt, um Informationen über polnische Untergrundstrukturen zu beschaffen. Nachdem seine Tätigkeit vom polnischen Geheimdienst aufgedeckt worden war, galt er für weitere verdeckte Einsätze als ungeeignet. Die polnischen Behörden veröffentlichten Fahndungsfotos und setzten eine Belohnung für seine Festnahme aus. Daraufhin kehrte Schlageter nach Deutschland zurück und gründete ein Exportgeschäft.
Am Grabe Schlageters
In Schönau angekommen, versammelten sich die Aktivisten am Grab Albert Leo Schlageters, um ihm in einer feierlichen Gedenkzeremonie die Ehre zu erweisen. Der Leiter des Stützpunkts Bodensee/Südbaden schilderte anhand zeitgenössischer Berichte Schlageters letzten Weg und die Umstände seiner Hinrichtung. Dabei wurde das Bild eines Mannes gezeichnet, der seinem Ende mit bemerkenswerter Entschlossenheit und Haltung entgegentrat.
Im gemeinsamen Gesang von „Ich hatt’ einen Kameraden“ wurde des Verstorbenen gedacht, bevor das Gedicht „Schlageter“ von Wilfried Bade vorgetragen wurde.
Anschließend erklang das Lied „Wenn alle untreu werden“, bevor mit dem Vortrag des Gedichts „Treu bis zur letzten Stunde“ von Paul Boeddinghaus die Gedenkfeier fortgesetzt wurde.
Mit einem Gelöbnis fand die Gedenkzeremonie ihren würdigen Abschhluss: Niemals werden wir die Opferbereitschaft und den Heldenmut Schlageters vergessen, welche uns Nationalrevolutionären ein leuchtendes Vorbild sind, dem es nachzueifern gilt. So wie er alles für Deutschland gab, wollen auch wir Nationalrevolutionäre all unsere Kraft für unser deutsches Vaterland geben.
Die Frage nach Schlageters NSDAP-Mitgliedschaft
Lange Zeit war umstritten, ob Albert Leo Schlageter nach seiner Rückkehr nach Deutschland der NSDAP beitrat. Belegt ist ein Treffen im August 1922 in München zwischen Schlageter und Adolf Hitler, an welchem zudem Heinz Hauenstein und der Freikorpsführer Gerhard Roßbach teilnahmen. Bei dieser Zusammenkunft wurde die Ausweitung der organisatorischen Tätigkeit der damals noch jungen NSDAP nach Norddeutschland, insbesondere nach Berlin, erörtert.
Für den 19. November 1922 war eine Gründungsveranstaltung der norddeutschen NSDAP vorgesehen. Diese wurde jedoch vom preußischen Innenminister Carl Severing unter Berufung auf das Republikschutzgesetz untersagt. Daraufhin gründeten die Beteiligten mit der Großdeutschen Arbeiterpartei (GDAP) eine Ersatz- beziehungsweise Tarnorganisation. Programmatisch orientierte sich die GDAP eng an der NSDAP, wurde jedoch bereits kurze Zeit später ebenfalls verboten. Schlageter gehörte zu den Gründungsmitgliedern der GDAP und nahm im Januar 1923 am ersten Parteitag der NSDAP teil.
Die Frage, ob Schlageter tatsächlich Mitglied der NSDAP war, wurde nach 1945 kontrovers diskutiert. Eine wichtige Quelle stellt eine Mitgliederliste der GDAP beziehungsweise NSDAP dar, die 1934 in einer nationalsozialistischen Publikation auszugsweise veröffentlicht wurde. Da zunächst nur ein Teil dieser Liste bekannt war, wurde ihre Aussagekraft vielfach angezweifelt. Mit dem Bekanntwerden der vollständigen Mitgliederliste im Jahr 1988, die heute im Bundesarchiv aufbewahrt wird, erhielt die Debatte neue Grundlage. Auf dieser vollständigen Liste findet sich auch der Name Schlageters, weshalb seine Mitgliedschaft in der GDAP beziehungsweise NSDAP in der historischen Forschung heute überwiegend als belegt angesehen wird.
Besuch des Geburtshauses und des Schlageter-Denkmals auf dem Letzberg
Vom Geburtshaus Schlageters führte der Weg direkt zum Schlageter-Denkmal auf dem Letzberg. Von dem ursprünglich geplanten Denkmal sind heute nur noch die Ruinen erhalten. Auf dem Letzberg legte die Wandergruppe eine Rast ein, die für eine gemeinsame Brotzeit genutzt wurde. Ganz im Sinne des Gemeinschaftsgedankens trugen die Teilnehmer mit mitgebrachten Speisen und Getränken zur Verpflegung bei. Der weite Ausblick über Schönau und das Wiesental bot dabei einen eindrucksvollen Eindruck der Landschaft des Südschwarzwalds und rundete den Aufenthalt auf dem Letzberg ab.
Rückweg nach Todtnau
Frisch gestärkt trat die Gruppe schließlich den Rückweg nach Todtnau an. Mit der Rückkehr zum Kriegerdenkmal fand die Gedenkwanderung ihren Abschluss. Wir Nationalrevolutionäre werden das Andenken an Schlageters Märtyrertod stets bewahren. Die Opferbereitschaft Schlageters wird niemals vergessen werden. Im Gegenteil, sein Heldenmut ist uns Nationalrevolutionären ein strahlendes Vorbild, dem es nachzueifern gilt.
Ruhrbesetzung und Tod Schlageters
Infolge der Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen wurde Schlageter Anfang 1923 von Hauenstein für die Organisation Heinz reaktiviert. Schlageter wurde Anführer der paramilitärischen Sabotagegruppe „Stoßtrupp Essen“, deren Auftrag darin bestand, den Abtransport beschlagnahmter Kohlen aus dem Ruhrgebiet nach Frankreich durch die Sprengung von Bahnanlagen zu verhindern. Um den Diebstahl deutscher Kohle zu verhindern, verübte die Truppe Schlageters unter anderem Sprengstoffanschläge auf den Bahnhof Essen-Hügel und eine Eisenbahnbrücke bei Kalkum. Schlageters Aktionen trugen dazu bei, das Überleben deutscher Familien zu sichern, die infolge der Kohle-Beschlagnahmungen vom Erfrierungstod bedroht waren. Neben den Sprengaktionen wurde Schlageters Gruppe mit der Überwachung und Verfolgung von Angehörigen des französischen Spitzeldienstes beauftragt, die vor allem auf deutsche Verräter und Kollaborateure abzielte.
Im Essener Union-Hotel wurde Schlageter am 7. April 1923 von französischen Besatzungstruppen festgenommen. Vermutet wird, dass ein Spitzel namens Walter Kadow den Franzosen den Aufenthaltsort Schlageters verraten hat. Der Volksschullehrer wurde später aufgrund dieser Anschuldigungen in Parchim von Freikorpsangehörigen liquidiert. Schlageter wurde vor einem französischen Militärgericht der Prozess gemacht, das ihn am 9. Mai 1923 zum Tode verurteilte. Die Einreichung eines Gnadengesuches lehnte Schlageter konsequent ab. Das Todesurteil wurde am 26. Mai 1923 vollstreckt, Schlageter auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf erschossen. In seinem Geburtsort Schönau fand der deutsche Held schliesslich seine letzte Ruhestätte, nachdem er von einem französischen Hinrichtungskommando ermordet und zunächst unter entwürdigenden Umständen auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf verscharrt worden war. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend wurde Schlageters Leichnam am 8. Juni exhumiert und unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit nach Schönau überführt, wo dem gefallenen Vorkämpfer für Deutschland ein Ehrengrab errichtet wurde. Schlageter wurde am 10. Juni auf dem Schönauer Friedhof beigesetzt.























Noch keine Kommentare.