
Deutschland: Abhängig vom „guten Willen“ der Kommunistischen Partei Chinas
Seltene Erden – Sie sind kaum jemandem ein Begriff und doch von eminenter ökonomischer Bedeutung. Bei den auch Seltenerdmetallen genannten Rohstoffen handelt es sich um chemische Elemente mit klingenden Namen wie Scandium, Yttrium oder Lanthan. Verwendung finden sie beispielsweise in Elektromotoren, aber auch in Plasmabildschirmen oder der Röntgentechnik. Für Fachleute steht ihre Bedeutung völlig außer Frage, eine Relevanz, die in Zeiten stetig zunehmender Digitalisierung noch wachsen dürfte. Das Problem: Bislang bezieht Deutschland einen Großteil seines Bedarfs aus dem Ausland, und zwar konkret aus China. Einem Land, dass von einer kommunistischen Partei regiert wird und dessen Ziele stets im Geheimen bleiben.
Laut Statistischem Bundesamt waren es im vergangenen Jahr 65,5 Prozent aller Importe an seltenen Erden, die aus China kamen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn bei sage und schreibe 30 unverzichtbaren Rohstoffen ist Deutschland in hohem Maße von Importen abhängig. Ein bedenklicher Zustand! Doch diese Abhängigkeit wäre eigentlich kein Naturgesetz: In der gesamten EU liegt die Importquote aus China bei 46 Prozent. Die nächstgrößeren Importnationen sind Russland (28,4 Prozent) und Malaysia (19,9 Prozent). Auch diese Länder stellen natürlich keine Alternative dar, will Europa sich aus seiner Abhängigkeit befreien.
Heimatnahe Alternativen bewusst fördern!
Globalisierungs-Befürworter behaupten gerne, dass globale Abhängigkeiten natürlich und alternativlos seien. Doch auf europäischer Ebene gäbe es oftmals sehr wohl Alternativen, die jedoch aus Bequemlichkeit und mangelnder Entschlossenheit nicht genutzt werden. Ein bekanntes Beispiel ist die Gasversorgung. In griechischen Gewässern gibt es gewaltige Gasvorkommen, die derzeit aufgrund langwieriger Streitigkeiten mit anderen Staaten nicht gefördert werden. Auch bei den Seltenen Erden gibt es Alternativen zum China-Import.
So könnte nach Einschätzung der Forscherin Isabella Gourevich vom Münchner ifo-Institut die Ukraine eine große Rolle bei der Versorgung Deutschlands spielen. So gäbe es dort Reserven für zwei Drittel der 34 als kritisch eingestuften Rohstoffe. Auch aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Europa entschieden für die Verteidigung der Ukraine eintritt. Erlaubt Europa Russland und der USA, die Ukraine unter sich aufzuteilen, wächst die europäische Abhängigkeit von den mithin feindlich gesinnten Fremdmächten. „Der III. Weg“ setzt sich für die Schaffung einer Europäischen Eidgenossenschaft ein, die selbstverständlich auch die Ukraine einschließt.
Doch auch auf nationaler Ebene ist Deutschland keineswegs so rohstoffarm, wie allgemein angenommen. Beispiel Rammelsberg: Im Absetzbecken eines ehemaligen Erzbergwerkes im Harz haben Forscher bis zu 50 t Indium, 200 t Gallium und 1300 t Kobalt entdeckt. Rohstoffe im Wert von einigen hundert Millionen Euro! Beispiel Rhein: Der Geowissenschaftler Michael Bau hat herausgefunden, dass im Rheinwasser Lanthan, eine der Seltenen Erden, in großen Mengen nachzuweisen ist. Die Rückstände stammen von einer Firma aus Worms, die Katalysatoren für die Erdölindustrie erzeugt und größere Mengen in den deutschen Fluss leitet. Lanthan wird in Deutschland für 10.000 Euro pro Tonne importiert! Beispiel: Ostsee. Um die deutschen Strände schön herzurichten, werden jährlich rund 500.000 Tonnen Schlick aus dem Gewässer gebaggert. Einige der Sande enthalten große Mengen an Zirkon, einem Rohstoff, der von Gießereien und Glasfabriken benötigt wird.
„Der III. Weg“ setzt sich für die Förderung von Forschung ein, die der Verwertung dieser Bodenschätze dient. Das Konzept der raumgebundenen Volkswirtschaft verfolgt das Ziel größtmöglicher Autarkie für Deutschland. Dafür muss gezielt daran gearbeitet werden, dass Abhängigkeiten abgebaut werden. Hierfür müssen Investitionen gezielt eingesetzt werden!













