
Die sozialdemokratische Regierung um Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte auch Tage danach noch keine abschließende Erklärung für den landesweiten Stromausfall abgegeben, warnte aber davor, über die Ursachen zu spekulieren. Allerdings versicherte Sanchez am Tag danach: „Was gestern passiert ist, darf sich nicht wiederholen. Und wir werden natürlich die privaten Betreiber zur Rechenschaft ziehen.“ Damit deutete der Präsident zumindest an, dass mögliche Mängel der Infrastruktur für den landesweiten Stromausfall verantwortlich waren. Außerdem kündigte die Regierung eine unabhängige Untersuchung an; auch unabhängig von dem halbprivaten Unternehmen Red Electrica, das für die Koordination des spanischen Stromnetzes verantwortlich ist.
Schon ein Blick auf die Anteilseigner verdeutlicht, dass die Profitmaximierung an erster Stelle des Unternehmens stehen dürfte. So hält beispielsweise das international tätige US-Investmentunternehmen BlackRock etwa vier Prozent der Anteile, weitere fünf Prozent gehören dem reichsten Spanier und Inditex-Chef Amancio Ortega. Inditex, der weltgrößte Textilhändler, zu dem auch die bekannte Modekette Zara gehört, steht immer wieder in Verdacht, seine Arbeiter auszubeuten. Infolge des Stromausfalls sollen mindestens fünf Menschen gestorben sein, schon deshalb sollte die spanische Regierung für die vollumfängliche Aufklärung sorgen. So traf sich Präsident Sanchez bereits einen Tag nach dem großen Stromausfall, als sich die Lage wieder weitestgehend normalisiert hatte, mit den privaten Stromanbietern Iberdrola, Endesa, EDP, Acciona Energia und Naturgy, um die Verantwortlichkeiten zu klären. Für Antonio Turiel, Energieexperte vom spanischen Nationalen Forschungsrat, steht der landesweite Stromausfall in Zusammenhang mit dem Verhalten privater Akteure, die es unterlassen haben, das Stromnetz ausreichend auszubauen, um sich so noch mehr Profite zu sichern.
Turiel hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder davor gewarnt, so erklärte er dem Fernsehsender Canal Red: „Um ein wenig mehr Geld zu verdienen, haben sie das Land in Dunkelheit gestürzt. Beim nächsten Mal könnte es Tage oder sogar Wochen dauern, bis ein solcher Vorfall behoben ist.“ Laut dem Energieexperten liegt der Grund darin, dass viele Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren, aus Kostengründen ohne ausreichende Netzstabilisierung installiert wurden. Außerdem erklärte er weiter, dass man die Gaskraftwerke in Bereitschaft hätte halten müssen, um auf so einen Stromausfall reagieren zu können. Doch diese waren abgeschaltet, weil der Strompreis zu diesem Zeitpunkt sehr niedrig war und ein Betrieb Verluste verursacht hätte.
Die konservative Partido Popular (PP) nutze den landesweiten Stromausfall dazu, das Krisenmanagement der sozialdemokratischen Regierung zu kritisieren. Außerdem brachten sie den Zusammenbruch des Stromnetzes mit dem Fehlen der Atomkraft in Verbindung. So erklärte der PP-Vorsitzende Alberto Nunez Feijoo: „Kein vernünftiges Land würde daran denken, das abzuschalten, was funktioniert, diese permanente Stromversorgung, die die Kernenergie garantiert. Wenn die Regierung nach den gestrigen Ereignissen nicht nachbessert und die Laufzeit der Kernkraftwerke nicht verlängert, stehen wir vor einem absoluten Desaster.“ Zum Zeitpunkt des Stromausfalls waren drei der sieben spanischen Kernreaktoren abgeschaltet. Die spanische Regierung hatte 2019 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, bis 2035 soll dieser abgeschlossen sein.
Während Experten so ein Szenario wie in Spanien für Deutschland ausgeschlossen halten, liegt es allerdings auf der Hand, dass der viel zu schnell vollzogene und komplette Ausstieg aus der Kernenergie, den die volksfeindliche Bundesregierung beschloss, ein Fehler war. Während die Kernkraftwerke über Jahrzehnte günstig und zuverlässig Energie lieferten, ist das bei den angeblich umweltfreundlichen erneuerbaren Energieträgern nicht mehr der Fall. Insbesondere die hohen Kosten für den Bau der unzähligen Windkraftwerke und deren Instandhaltungskosten sorgen dafür, dass die privaten Energiekonzerne, denen es nur um die Profitmaximierung geht, immer höhere Preise für den produzierten Strom verlangen. Dies sorgt dafür, dass immer mehr deutsche Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern, weil sie dort viel günstiger produzieren können. Hinzu kommt, dass die Windkraftwerke viele Nachteile mit sich bringen. Die Abhängigkeit vom Wetter ist nur eines der Probleme. Auch das Speichern der überschüssigen Energie, die bei starkem Wind produziert wird, kann nur begrenzt gewährleistet werden. Die Umweltbelastung der angeblich umweltfreundlichen Windräder darf nicht vernachlässigt werden, so werden zahlreiche Vögel und Fledermäuse von den Rotorblättern getötet. Zudem sind die großen Fundamente, die benötigt werden, ein massiver Eingriff in die Natur.
Unsere Partei und Bewegung „Der III. Weg“ setzt deshalb auf die Kernkraft, damit Bürger und Unternehmen in Deutschland wieder bezahlbare Energie bekommen. Inzwischen sind die Kernkraftwerke viel sicherer geworden, die Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs wie 1986 in Tschernobyl ist mittlerweile extrem marginalisiert und auch ein Tsunami, der im japanischen Fukushima für die Explosion des Kraftwerks sorgte, kann für Deutschland ausgeschlossen werden. Das einzige Problem ist die Lagerung des anfallenden Atommülls. Doch auch da gibt es Hoffnung, denn unter der Aufsicht von deutschen Forschern soll in Ruanda der Prototyp eines Dual-Fluid-Reaktors gebaut werden. Dieser soll noch sicherer sein und Atommüll soll nur wenig anfallen.
Ein weiteres Problem ist natürlich die Profitgier der privaten Energiekonzerne. Deshalb strebt „Der III. Weg“ eine raumgebundene Volkswirtschaft im Sinne des Deutschen Sozialismus an. Unter anderem sollen Betriebe, die das öffentliche und gemeinschaftliche Leben sichern, wie beispielsweise auch die Energiekonzerne, verstaatlicht werden. Diese wirtschaftlichen Zweige dürfen nicht zum Spielball privater oder gar überstaatlicher Profitinteressen werden, sondern müssen die Lebensgrundlagen des Volkes mit stabilen Preisen und hoher Qualität sichern.
Folgt uns bei Telegram!
t.me/DerDritteWeg













