Gemeinschaftsausflug nach Linz

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Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern haben einen Gemeinschaftsausflug nach Linz in Oberösterreich durchgeführt. Linz, „Führerstadt“ und von 1938 bis 1945  Hauptstadt des Gaues Oberdonau, bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten für interessierte Besucher. Nicht nur auf dem Friedhof Leonding kann man den Geist berühmter historischer Personen spüren, auch die Nibelungenbrücke und die Pöstlingbergkirche sind inspirierend für den Besucher. Auf dem Rückweg nutzte die Reisegruppe auch die Gelegenheit, um sich das historische Braunau mit seinem schönen Stadtplatz anzusehen.

 

Ein Besuch in der „Stahlstadt“

Deutschland ist größer als die BRD, und ein Gemeinschaftsausflug muss nicht zwangsläufig in Bayern stattfinden. Das dachten sich Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern. So ging es in die Stadt Linz in Oberösterreich. Linz ist eine Stadt der Gegensätze, zwischen Arbeitern in den Voest-Werken und feinen Geschäften auf der „Landstraße“, zwischen nationalsozialistischer Geschichte und multikultureller Gegenwart, zwischen LASK und Blau-Weiß. Für einen Tagesbesuch ist die Mühlviertel-Metropole jedoch definitiv eine Empfehlung.

Auf den Ruinen alter keltischer Siedlungen und Befestigungsanlagen errichteten die Römer hier einst ihr Kastell Lentia. Am Ufer der Donau erwuchs hier nach und nach die Stadt Linz. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Wien und Salzburg beziehungsweise Passau. 1934 fanden hier im Zuge der sogenannten „Februarkämpfe“ schwere Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und dem Bundesheer sowie der Polizei statt. Mindestens 27 Personen starben während der Kämpfe, die für die Errichtung des unbeliebten Ständestaates von Bedeutung waren. Ab 1938 entstanden in Linz gewaltige Industrieanlagen, die staatseigenen „Hermann-Göring-Werke“, die bis heute für Stahl und Chemieindustrie genutzt werden.

Adolf Hitler ist in Leonding, heute im Bezirk Linz-Land gelegen, aufgewachsen. In dem Buch „Adolf Hitler – Mein Jugendfreund“ schildert August Kubizek, wie ergriffen Hitler beispielsweise von Vorführungen im Landestheater gewesen ist. Der Führer des Großdeutschen Reiches ist der Stadt verbunden geblieben. Am 12. März 1938 trat Adolf Hitler in seiner Geburtsstadt Braunau eine Triumphfahrt nach Wien an und machte dabei in Linz Station, um hier zum ersten Mal als Reichskanzler auf österreichischem Boden zu sprechen. Am 13. März 1938 unterzeichnete er im Hotel Weinzinger, das 1962 abgerissen wurde, das Anschlussgesetz. Hitler hatte für die Stadt, eine von fünf Führerstädten, besondere Pläne. So sollte Linz zu einem Kulturzentrum, aber auch zu einem wichtigen Industriezentrum werden.

Viele kulturelle Projekte konnten kriegsbedingt nicht umgesetzt werden. Ausnahmen sind jedoch die Nibelungenbrücke, welche die Linzer Altstadt mit dem Stadtteil Urfahr verbindet, sowie die Brückenkopfgebäude am Hauptplatz. Beide Attraktionen wurden von der nationalrevolutionären Reisegruppe aus München besichtigt. Weiter gediehen waren jedoch die wirtschaftlichen Pläne für die Stadt. So entstand mit den „Hermann-Göring-Werken“ eine Stadt in der Stadt. Die „Reichswerke Hermann Göring“ waren der größte Konzern im nationalsozialistischen Deutschland und zu 90 Prozent Staatseigentum. Sie belegen, dass der Nationalsozialismus keinesfalls eine freie Marktwirtschaft war, sondern durchaus auch volkseigene Betriebe kannte. Für die Arbeiter in den Hermann-Göring-Werken wurden zahlreiche Wohnsiedlungen, heute im Volksmund „Hitlerbauten“ genannt, errichtet. Sie sind noch heute aufgrund ihres ausgeklügelten Systems, welches die Wohnungen im Sommer kühl und im Winter warm hält, beliebt.

Einen guten Ausblick über die Stadt erhält man vom Pöstlingberg, auf dem sich auch die gleichnamige Kirche befindet, das Wahrzeichen der Stadt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt zweiundzwanzig Mal Ziel anglo-amerikanischer Terrorangriffe, die mehr als 1600 Todesopfer forderten. Nach Artilleriebeschuss wurde Linz am 05. Mai 1945 von den Amerikanern eingenommen. Hier trafen sich Sowjets und Amerikaner, welche die Stadt nach dem Krieg kurzzeitig gemeinsam besetzten. Nach dem Wiederaufbau ist die Stadt eine Industrie-Stadt geblieben. In den ehemaligen Hermann-Göring-Werken sitzt heute der Konzern Voest. Bekannt ist die Stadt für ihre Flaniermeile „Landstraße“, die zu den meistfrequentiertesten Straßen Österreichs zählt. Der Gegensatz zwischen Arbeitern und wohlhabendem Bürgertum spiegelt sich auch in der Rivalität zwischen den Fußballvereinen LASK und Blau-Weiß wieder. Während Blau-Weiß als Arbeiterverein gilt, werden die Anhänger des heute erfolgreicheren Vereins LASK „Landstrassler“ genannt, eine Referenz auf den vermeintlichen Wohlstand beim Lokalrivalen. Auffallend bei einem Besuch in der Stadt ist leider auch der hohe Ausländeranteil, der sich in Parks, Döner-Läden und Barber-Shops beobachten lässt. Mehr als sechs Prozent der Bewohner von Linz sind heute Muslime.

Auf dem Rückweg von Linz machte die nationalrevolutionäre Reisegruppe auch in Braunau Station. Hier lohnt es sich, den Stadtplatz, aber auch den Marktplatz einmal anzusehen. Schon 2016 besuchten Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern das beschauliche Städtchen.

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