
Das Geschäft mit dem Boden
Der australische Investmentfonds Igneo Infrastructure Partners hat 20.000 Hektar Agrarland in Mitteldeutschland aufgekauft. Betroffen sind die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. 300 Millionen Euro gingen für die landwirtschaftlichen Flächen an die Liechtensteiner Gustav-Zech-Stiftung. Die berechtigte Kritik an dem Geschäft war groß: So wandte sich beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an die Öffentlichkeit und kritisierte das Stillschweigen der Behörden. Bislang ist man jedoch in den deutschen Ministerien nicht eingeschritten.
Nun kam Kritik von ungewohnter Stelle: Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat sich Christophe Hansen, EU-Agrarkommissar, zum Thema geäußert. Er kritisierte das Geschäft mit scharfen Worten und forderte einen Kurswechsel bei den Agrarsubventionen: „Der Großinvestor aus Australien, der in Ostdeutschland Tausende Hektar kauft, soll kein Geld bekommen.“ Hintergrund ist der Umstand, dass EU-Agrarfördermittel rein nach der bewirtschafteten Fläche verteilt werden. So kommen beim Bauern, der auf dem Acker steht, kaum finanzielle Mittel an, während große Investmentfonds sehr hohe Summen ausgezahlt bekommen. Das treibt die Entwicklung voran, dass kommerzielle Großgrundbesitzer Kleinbauern zunehmend verdrängen und sich das Bauernland immer stärker in den Händen einiger Weniger konzentriert. So verwundert es auch nicht, dass immer weniger Jungbauern neu in den Bauernstand eintreten. Sie haben im kapitalistischen Verdrängungswettbewerb mit globalem Ausmaß schlicht keine Chance.
Für eine sozialistische Bodenreform!
Der Bauernstand ist Nährstand und muss unserer Nation erhalten bleiben! Doch in diesem System ist das Gegenteil der Fall. Dem Bauern wird nicht nur die Anerkennung versagt, er wird von der Politik hart bedrängt und ihm wird die Lebensgrundlage entzogen. Im Kapitalismus, in der die Politik dem Markt freies Treiben lässt, verwundert das nicht. Als Nationalrevolutionäre setzen wir uns jedoch für eine Raumgebundene Volkswirtschaft ein, mit einem Staat, der nicht mehr nur ein „Nachtwächter“ ist. Es ist für unser Volk eminent wichtig, dass unser Boden nicht an das Ausland verschachert wird. Nicht nur aus Gründen der Selbstachtung, sondern auch, weil wir auf diese Weise zunehmend abhängig werden. Als Nationalisten streben wir jedoch ein unabhängiges und freies Deutschland an und als Sozialisten eine Gemeinschaftsordnung, in der sich eine sozial befriedete Marktwirtschaft in erster Linie nach den Bedürfnissen des Gemeinwohls auszurichten hat.
Dafür müssen Subventionen dringend neu verteilt werden. Kleine und mittelgroße bäuerliche Betriebe müssen gefördert werden. Internationale Großkonzerne und globalistische Spekulanten müssen jedoch vom Markt verdrängt werden und es gar nicht erst zugelassen werden, dass diese Boden als Allgemeineigentum des Volkes aufkaufen können. Dies kann beim Entzug von Genehmigungen und Subventionen begonnen und kann bis zur Enteignung fremder Spekulanten weitergeführt werden. Gleichzeitig brauchen wir ein gesellschaftliches Umdenken. Es darf nicht sein, dass der Begriff „Bauer“ als Schimpfwort verwendet wird und es durch bürokratische Hürden und mangelnde finanzielle Anerkennung völlig unattraktiv wird, dem Bauernstand beizutreten. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist es weitaus sinnvoller, kleine Betriebe, die biologisch nachhaltig arbeiten, zu fördern, als große Konzerne, die allerlei Pestizide einsetzen, um den Ertrag und damit ihren Profit zu maximieren.
Wer nun aber einem EU-Agrarkommissar glaubt, der Kritik an der EU-Fördergeldpraxis äußert, der macht den Bock zum Gärtner. Es ist gerade die EU-Politik, die für die jetzigen Zustände verantwortlich ist. Es sind weiter Brüssels Erfüllungsgehilfen in Berlin, die unser Land in dem Moloch EU halten. Wir wissen auch ohne Brüsseler Kommissare, was hierzulande schief läuft. Wir können unsere Probleme im Inneren auch auf nationaler Ebene lösen. Wir sagen daher: Raus aus der EU und weg mit einem liberalen Staat, der einem unregulierten Schacher um die Lebensgrundlagen unseres Volkes Tür und Tor öffnet! Für eine nationalrevolutionäre Wende in Deutschland und ganz Europa!













