Gemeinschaftsausflug zum Schloss Lichtenstein

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Kürzlich kamen Mitglieder und Freunde unserer Partei auf der Schwäbischen Alb zusammen und begingen einen Gemeinschaftsausflug auf den Spuren der württembergischen Grafen, Könige und Autoren.

Die Gruppe traf sich am Rande des Schlosses Lichtenstein. Nachdem man sowohl das Gelände, welches das Schloss umgibt, als auch ein Denkmal zu Ehren von Wilhelm Hauff besichtigt hatte, wohnte die Gruppe einer Führung durch das Württembergische Märchenschloss bei. Beginnend mit der Entstehungsgeschichte des Schlosses leitete die Führerin die Besichtigung im Hof des Schlosses ein. 1388 entstand eine Burg auf dem Felsen, welche eine der wehrhaftesten des Mittelalters wurde. 1802 entstand auf den Grundmauern ein Forsthaus, das dem König auch als Jagdschloss diente. 1840 erwarb Wilhelm Herzog von Urach und Graf von Württemberg das Forsthaus und ließ dieses bis auf die Grundmauern abtragen. Auf dem Fundament der vorherigen Gebäude entstand das heutige Märchenschloss, welches von dem Roman Wilhelm Hauffs „Lichtenstein“ inspiriert wurde.

 

 

„Wie ein kolossaler Münsterturm steigt aus einem tiefen Albthal ein schöner Felsen frei und kühn empor. Weit ab liegt alles feste Land, als hätte ihn ein Blitz von der Erde weggespalten, ein Erdbeben ihn losgetrennt… Wie das Nest eines Vogels, auf den höchsten Wipfel einer Eiche oder auf die kühnsten Zinnen eines Turmes gebaut, hing das Schlößchen auf dem Felsen.“

Wilhelm Hauff, Lichtenstein 1826

Es folgte der Eintritt in das Schloss, vorbei an einer Büste des Grafen hinein in die Waffenhalle. Graf Wilhelm war ein Sammler sämtlicher Waffen, die von einer Donnerbüchse über verschiedene Schwerter und Rüstungen bis hin zu einer japanischen Samurai-Rüstung reichen. Aus dem Boden der Halle ragt die Spitze des Lichtsteinfelsens, auf dem das Schloss erbaut wurde. Der Name Lichtenstein leitet sich von diesem Felsen aus weißem Jura ab: heller Stein = lichter Stein = Lichtenstein.

Von der Waffenhalle aus konnte zudem ein Blick in die Kapelle des Schlosses geworfen werden, ehe die Führerin die Gruppe in die Trinkstube führte. Belustigt lauschte die Gruppe den feuchtfröhlichen Geschichten, die sich in der Trinkstube zugetragen haben sollen.

Weiter ging es in den Ahnensaal, welcher an Wand und Decke 24 Generationen der Württemberger zeigt. Nach einer kurzen Ahnenkunde über Graf Eberhard im Bart und Herzog Ulrich ging es weiter in den Rittersaal. Der Rittersaal ist der größte des Schlosses, der als Speise- und Konferenzsaal diente und in welchem zudem reichlich getanzt wurde. Hier endete die Führung durch das Schloss, ehe man noch das berühmte Bild des Schützen vom Lichtenstein betrachten konnte.

Im Anschluss an die Besichtigung stärkte man sich in der Gemeinschaft, ehe man in Unterhausen noch ein Werk des schwäbischen Malers und Bildhausers Fritz von Greavenitz besuchte.

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