Gemeinschaftsausflug zur Schattenburg Feldkirch

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Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern haben einen Gemeinschaftsausflug zur Schattenburg Feldkirch in Vorarlberg unternommen. Die Schattenburg wurde um 1200 herum errichtet und bietet eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas. Zudem beherbergt sie eine Waffensammlung. Zu besichtigen war auch eine Sonderausstellung „Ketten, Kerker und ein Hauch von Freiheit“, die in Österreich einen besonderen Beigeschmack hat. Feldkirch ist bekannt für eine Schlacht im zweiten Koalitionskrieg, als ein deutsches Volksheer eine französische Übermacht stellte und besiegte. Werde auch du Teil unserer Gemeinschaft und sei beim nächsten Ausflug dabei!

 

Waffen und Geschichte: Ein Ausflug zur Schattenburg

Im Westen Österreichs, in unmittelbarer Nähe zum Bodensee, befindet sich die alte deutsche Gerichtsstadt Feldkirch. Neben dem Landgericht befindet sich hier eine Justizanstalt, bekannt ist der Ort jedoch vor allem für seine beherrschende mittelalterliche Burg, die gewissermaßen auch etwas mit Justiz zu tun hat. Doch dazu später mehr. Das Reiseziel Schattenburg stand für Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern schon lange auf der Liste, bietet die Burg doch einen imposanten Anblick.

Die Burg selbst ist so alt wie die Stadt Feldkirch: Burg wie auch Stadt wurden um 1200 von Graf Hugo III. von Tübingen, I. von Montfort gegründet. Bis 1390 war sie Stammsitz der Grafen von Montfort. Bis in das erste Drittel des 15. Jahrhunderts hinein blieb die Burg mit ihren wehrhaften Mauern unbezwungen. Im Jahre 1406 wurde sie jedoch nach 18-wöchiger Belagerung im Appenzellerkrieg von Feldkircher Bürgern und den Verbündeten des Bundes ob dem See gestürmt. Die Verteidiger, nur 38 Mann um Heinrich Walter von Ramschwag, mussten kapitulieren. Später wurde die Burg niedergebrannt, wieder aufgebaut und später erneut zerstört.1436 wurde die Burg Eigentum der Habsburger und im Laufe der Zeit ausgebaut. Von 1831 bis 1850 diente sie als Kaserne. 1938 kamen Pläne auf, die Burg in eine Wehrburg umzuwandeln, diese wurden jedoch nicht umgesetzt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war hier der Sitz des Kampfkommandanten der Wehrmacht. Heute beherbergt die Burg ein Museum.

Die Ausstellung an sich ist mit einem Eintrittspreis von 9 Euro beziehungsweise 6,50 Euro für Schüler und Studenten bezahlbar. Die Gliederung ist leider etwas willkürlich. Zu sehen gibt es eine Waffensammlung, die vorwiegend Gewehre aus mehreren Ländern und Zeitepochen bietet sowie auch Granatsplitter von der Bombardierung Feldkirchs durch die alliierten Luftgangster von 1943. Es gibt einen Zugang zu einem ehemaligen Verlies, in dem beispielsweise Frauen festgehalten wurden, die zur Zeit des Hexen-Wahns verfolgt wurden. Zahlreiche christliche Artefakte erinnern an die starke christliche Tradition in der Region. Weiterhin gibt es eine Sammlung von historischen Türschlössern. Was leider fehlt, sind Informationstafeln, die den weiteren historischen Kontext erläutern.

Interessant ist ein Modellaufbau, der die Schlacht von Feldkirch im Jahre 1799 erläutern soll. Man sieht die Aufstellung deutscher und französischer Truppen in dem bergigen Gelände um die Stadt. Damals rückte eine französische Übermacht an, die letztlich Österreich bezwingen wollte. Bei der Abwehr halfen nicht nur reguläre Soldaten mit, sondern auch Frauen und Kinder. So rollten Frauen beispielsweise Steine von den Bergen. An zwei Schlachttagen gelang es den deutschen Verteidigern, die Franzosen abzuwehren. 800 Gefallenen auf deutscher Seite stehen 3000 Tote und verwundete Franzosen gegenüber. Die Franzosen mussten sich dem heldenhaft kämpfenden deutschen Volksheer geschlagen geben.

Einen besonderen Beigeschmack hat die Sonderausstellung „Ketten, Kerker und ein Hauch von Freiheit“. Österreich ist bekannt für seine repressive Willkür gegenüber Nationalisten. Erinnert sei an das Gesinnungstribunal gegen Manuel Eder ( Bericht 1, Bericht 2) oder den Prozess gegen den Herausgeber der längst eingestellten Zeitschrift „Aula“. Natürlich ist die aktuelle Gesinnungsjustiz in Österreich kein Thema in der Ausstellung, sondern neben verquasten philosophischen Abhandlungen geht es um „nationalsozialistische Unrechtsherrschaft“ und die Hexenverfolgung. Zu all dem gibt es kaum Exponate, dafür eine relativ überschaubare Zusammenstellung von Texten und Schautafeln.

Letztlich ist zur Besichtigung der Schattenburg ein Zeitansatz von 1 ½ Stunden durchaus ausreichend. Der Besuch ist daher etwas enttäuschend und nur in Kombination mit anderen Plänen, beispielsweise einer Besichtigung des nahegelegenen Fürstentum Liechtensteins, zu empfehlen.

Der Stützpunkt München/Oberbayern unternimmt regelmäßig Gemeinschaftsausflüge. Neben dem politischen Kampf ist auch der kulturelle Kampf und jener um die Gemeinschaft Teil des Drei-Säulen-Konzepts der Partei Der III. Weg. Wir wollen mehr über unsere Heimat, deutsche Kultur und deutsche Geschichte erfahren. Dafür bietet sich praktischer Unterricht an. Werde auch du Teil der Gemeinschaft und erkunde mit uns deine Heimat!

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