
Mehr als 20 Jahre lang stand in Darmstadt eine Germania-Statue in einer Werkstatt und geriet in Vergessenheit. Scheinbar hatte die Darmstädter Stadtverwaltung kein Interesse an der heroischen Statue – ganz im Sinne ihrer antideutschen Politik im Rathaus.
Damals würde die Statue für einen Bronzeabguss in die Werkstatt von Ruth Andres und Andreas Heimbrock in Darmstadt-Arheilgen gebracht. Der Abguss wurde dann auch wieder abgeholt, nur die Staue blieb zurück. Nach 23 Jahren erinnerte sich scheinbar bei der Stadt Darmstadt jemand an die vergessene „Germania“ und rief in der Werkstatt an. Diese verlangt nun verständlicherweise die Erstattung der Einlagerungskosten für 23 Jahre in Höhe von 2.627,52 Euro. Dies wollte die Stadt nicht übernehmen, bis Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) weiteren Imageschaden vermeiden wollte und nun doch zahlen möchte. (Siehe hessenschau)
Die Germania-Staue soll zunächst im Kunstdepot der Stadt Darmstadt zwischengelagert werden und angeblich bis 2027 einen neuen Standort im Eberstädter Rathaus bekommen.
Seit dem 19. Jahrhundert gilt die Germania als die symbolische Verkörperung der deutschen Nation. Sie wird in aller Regel als wehrhafte Frau in Rüstung mit Symbolen wie dem Reichsschwert, der Kaiserkrone oder der schwarz-rot-goldenen Flagge dargestellt. Bekannte Beispiele sind das Paulskirchen-Gemälde (1848) von Philipp Veit, das während der Revolution in der Frankfurter Paulskirche über dem ersten gesamtdeutschen Parlament hing. Die Germania-Statue auf dem Niederwalddenkmal (1883) bei Rüdesheim mit einer Höhe von 12,5 Meter, die nach der Reichsgründung von 1871 als nationales Einigungssymbol errichtet wurde, ist die wohl bekannteste Darstellung.
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