
Einrichtungen müssen schließen, weil den Kommunen und Städten die finanziellen Mittel fehlen. Es gibt kaum noch eine Stadt oder Kommune, die kein strukturelles Defizit aufweist. Für die Bereitstellung finanzieller Mittel für schwer traumatisierte Migranten werden, so der immer wieder bestätigte Anschein, seitens des Staates Gelder gedruckt.
Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Königs Wusterhausen, die ein Defizit von rund zehn Millionen Euro pro Jahr verzeichnet. Um Einsparungen vorzunehmen, muss die Tee- und Wärmestube von Königs Wusterhausen umziehen. In dieser Einrichtung finden Menschen, die in Armut und Wohnungslosigkeit geraten sind, zusammen. Täglich suchen bis zu 30 Menschen diese Einrichtung auf. Meist sind es Menschen, die dem Alkohol oder der Drogensucht zum Opfer gefallen sind.
Gerade diese Menschen sollen nun in die ehemalige Kita-Räumlichkeit in der Erich-Kästner-Straße umziehen. Der angrenzende Raum soll von der dortigen Grundschule als Bewegungsraum genutzt. Auch wenn es zwei unterschiedliche Eingänge gibt, ist ein direkter Kontakt nicht auszuschließen. Die meisten Menschen, die die Tee- und Wärmestube besuchen, halten sich vor dem Gebäude auf, so die Befürchtung vieler Eltern.
Die Vorsitzenden der Schul- und Elternkonferenz der Grundschule sehen in dieser Regelung ein solidarisches Miteinander. Der Missmut vieler Eltern ist jedoch nachvollziehbar. Wer möchte seine Kinder schon in die Nähe von alkoholkranken und drogenabhängigen Menschen bringen?
Das Diakoniewerk Simeon, der Betreiber der Einrichtung, sieht in der Nutzung der Räumlichkeiten nur eine mittelfristige Lösung. Aufgrund der knappen Sporthallenkapazität benötigt die Schule jedoch eine Lösung, die über einen Bewegungsraum hinausgeht. Die Schul- und Elternkonferenz wünschen sich eine Sporthalle sowie die Errichtung eines Sportareals. Die finanzielle Schieflage wird dazu führen, dass das Projekt sicherlich noch Jahre in Anspruch nehmen wird.
Die Stadtverordnete Birgit Uhlworm von der Frauenliste ist überzeugt, dass das Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppen ein gelebtes Miteinander ist und verdeutlicht, dass die Welt nicht heil ist. Es wird immer Gewinner und Verlierer geben. Wir stellen uns hier die Frage: Welche gesunden Eltern geben ihre Kinder so früh schon in die Nähe von „Minusmenschen”?
Deshalb fordern wir vom III. Weg eine gesunde Bevölkerungspolitik, die dem Drogen- und Alkoholkonsum den Kampf ansagt. Unsere Kinder sollen gesund – sowohl körperlich als auch geistig – aufwachsen.














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