Traditionelles Heldengedenken im Vogtland

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In Plauen versammelte sich am frühen Abend des 15. März zum Heldengedenken Parteimitglieder vom „III. Weg“-Stützpunkt Vogtland um jenen bekannten und unbekannten deutschen Männern und Frauen zu gedenken, welche während und nach den beiden großen Weltkriegen ihr Leben in treuer Pflichterfüllung lassen mussten.

An einem Steilhang gelegen, ragt das Denkmal über der Stadt, an dem sich die Aktivisten versammelten. Eine Stimme, stellvertretend für alle unsere gefallenen Helden, wurde ihnen in einer kurzen Ansprache eines Parteiaktivisten aus Plauen verliehen, nachdem ein großer Kranz seinen mahnenden Platz vor dem Ehrenmal erhielt.

Tief in sich gekehrt und von einer unendlichen Stille umgeben verweilten die Teilnehmer noch einige Minuten im Schatten des Ehrenmals. Gedankenversunken suchen die Blicke halt auf dem Kranz, sowie den zahlreichen Gestecken vor ihnen. Welches Leid und welches Opfer haben unsere Mütter und Väter schon ertragen und dulden müssen? Wir können die Antwort heute nur erahnen. Sie muss tausendmal schlimmer sein, als uns die Propagandisten von heute, glauben machen wollen.

Dem unbekannten Soldaten

Den Friedhof fand ich, wo der Bruder ruht,
Doch konnt´ ich keines Kreuzes Schrift mehr lesen,
Die stille Statt war Kampfgesild gewesen,
Auf dem das Schlachtgewitter sich entlud.
So birgt die Erde heimlich denn ihr Gut,
Läßt nicht nur Leiber, Namen auch verwesen.
Was tut´s? Die sich der Kriegsgott auserlesen,
Sind namenlos nach Blut von unserm Blut.
Drum senkt das Haupt vor diesen stummen Steinen,
Um die die Mütter und die Bräute weinen.
Vielleicht, das euch die Helden Brüder nannten
Wie mich der Tote, den ich nicht mehr finde
Und dem ich Kränze um ein Grabmal winde;
Nicht ihm allein, auch all den Unbekannten.

Rainer Schlösser