Menschenforschung: Rasse? Rassenbiologie? Gilt doch als veraltete Pseudowissenschaft! Was sagt die Wissenschaft, was steckt hinter dem „Reizwort Rasse“? Teil 2/4

Was ist Rassismus? Wo liegen seine Ursachen?

Überall, wo über das Thema Rasse kritisch berichtet wird, kommt das Thema Rassismus, Eugenetik, NS-Verbrechen und Diskriminierung auf.
Als ob die Anerkennung von menschlichen Rassen gleichbedeutend wäre mit der Ermordung durch Gaskammern.

Wir finden genau dies in dem eingangs beschriebenen Artikel der MAZ aus Teil 1 dieser Reihe über das veraltete Schulbuch, auch hier sei die Rassenbiologie mit einem hohen Potenzial an Diskriminierung angesehen. Verweise auf den Überlegenheitsrassismus und die Rassentheorie in der NS-Zeit, die in Gaskammern gipfelte, dürfen natürlich nicht fehlen.

Ernst Mayr geht der Frage nach, ob der Mensch zum Übermenschen werden könne.
Dabei hatte er unter anderem folgenden Gedanken:
Nur eugenische Maßnahmen könnten eine drastische „Verbesserung“ der menschlichen Art herbeiführen, aber dies sei aus mehreren Gründen unmöglich. Der allerwichtigste Punkt sei, dass die zur Durchführung der Eugenetik nötigen Schritte in einer Demokratie einfach nicht geduldet werden können. ( 1) Ohne hier zum Themengebiet Eugenik Bezug nehmen zu wollen, zeigt es doch gut auf, dass gesellschaftliche Moralvorstellungen eines Systems biologische Forschung beeinflussen können.

So wird mit aller Macht versucht, dem Rassismus seine Grundlagen zu entziehen, und zwar durch das Auslöschen des Konzepts der Rasse und der Lehre von der Gleichheit. Laut Mayr sei Gleichheit ein soziales, ethisches Konzept, kein biologisches. Die biologische Vielfalt der Menschen im Namen der Gleichheit zu vernachlässigen, könne nur Schaden anrichten. (1)

 

Definition:

Rassismus sei die Überzeugung, so Luigi Luca Cavalli-Sforza , eine Rasse (natürlich die Eigene) sei biologisch die Bessere – oder, zumindest hervorragend. Dies verdanke man der Überlegenheit seiner Gene, dass man den anderem gegenüber im Vorteil sei. (vergleiche Quelle 2 S. 16)

 

UNESCO-Erklärung gegen „Rasse“-Begriff:

„Rassismus ist der Glaube, daß menschliche Populationen sich in genetisch bedingten Merkmalen von sozialem Wert unterscheiden, sodass bestimmte Gruppen gegenüber anderen höherwertig oder minderwertig sind. Es gibt keinen überzeugenden wissenschaftlichen Beleg, mit dem dieser Glaube gestützt werden könnte.“(3)

 

Die Ursachen des Rassismus:

nach Luigi Luca Cavalli-Sforza : Der Überlegenheitsrassismus
Ursachen des Rassismus sieht er in dem Gefühl der Überlegenheit: “ Wir sind die Besseren“, für die Weißen sei die höchstentwickelte Kultur die europäische, die wertvollste Rasse die Weiße, er fragt, was wohl die Chinesen dazu sagen würden. Jedes Volk würde gute Gründe finden, zu glauben, besser zu sein, das beste Volk auf der Welt zu sein, wenn es auf irgendeinem Gebiet sich als besser als die anderen betrachte, zum Beispiel, wenn es besondere Fußballleistungen hervorbringe. Zuletzt geht er auf die Furcht ein, alte Gewohnheiten aufgeben zu müssen, man sei ja der Ansicht, seine eigenen Gewohnheiten seien die Besten. Dies würde eine Selbstgefälligkeit erzeugen, die man als Rassismus bezeichnen könne. Fremden sei man misstrauisch gestimmt, man möchte nichts Neues lernen, um seine alten Gewohnheiten nicht aufgeben zu müssen.

Weiterhin geht Luigi Luca Cavalli-Sforza darauf ein, dass einige Autoren den Begriff Rassismus auf alle Unterschiede auf Gruppen ausdehnen würden wollen, dies halte er für nicht richtig. Jemanden zu verachten, weil er zu laut redet oder mit Besteck nicht richtig umzugehen weiß, sei Intoleranz und kein Rassismus, welche man leichter korrigieren könne als wirklichen Rassismus.

Dann wird lange in antirassistischen Büchern widerlegt, dass es keine biologischen Bedingungen für eine Überlegenheit einer Rasse gäbe und so freut man sich, den Rassismus wissenschaftlich widerlegt zu haben. Nun übersieht er dabei jedoch, dass er damit auch dem Rasserealisten nötige Argumente liefert, indem er aufzeigt, dass die klimatischen Anpassungen eben Vorteile bieten. Zum Beispiel, dass schwarze Haut wesentlich besser geeignet ist zum Schutz gegen die Wirkung starker Sonneneinstrahlung als weiße Haut und ähnliche Erklärungen. (2)

Nun, er hat zwar eine Ursache des Rassismus seiner Ansicht nach widerlegt, aber noch nicht sämtliche Ursachen beleuchtet.
Es wird von uns nicht bezweifelt, dass es diese rassistische Einstellung einiger Menschen gibt, wollen diese auch gar nicht bewerten, wir sehen die Problematik jedoch aus einer anderen Perspektive als aus dem Überlegenheitsgefühl heraus.

 

Die Ursachen des Rassismus:

nach Irenäus Eibl-Eibesfeldt und Anderen: territoriale Invasion und territoriale Abwehrmechanismen

Die Ergebnisse der Humanethologie eines Irenäus Eibl-Eibesfeldt sollen hier in aller Kürze aufgezeigt werden, sie wurden in etlichen Artikeln auf unserer Netzseite intensiv vorgestellt und einbezogen.
Zum Beispiel hier und hier.

Eibl-Eibesfeldt, und auch ein Otto Koenig oder Franz Manfred Wuketits, um nur zwei weitere neben E.E. zu nennen, haben genau beschrieben, dass der Mensch ein territoriales Wesen und ein „Kleingruppenwesen“ und kein Weltbürger sei.

Eibl-Eibesfeldt: „Menschengruppen grenzen sich territorial von einander ab. […] Da auch unsere nächsten Primaterben territorial sind, dürfte es sich bei diesem Merkmal um eine stammesgeschichtlich erworbene Disposition handeln.“

Und weiter schreibt er: „Territorialität ist ein Ordnungsprinzip, das sowohl innerhalb der Gruppe als auch zwischen Gruppen dauernde Konflikte zu vermeiden hilft.“ (4)

Er beschrieb, dass auf Einwanderer, die in großer Zahl kommen, die heimische Bevölkerung ablehnend reagieren würde, da sie ihre eigene Identität bedroht sehe und die Konkurrenz um begrenzte Lebensgüter spürbar werde.

Territoriale Gruppenaggression durch biologische Invasion und Konkurrenz um begrenzte Ressourcen können somit ebenso Ursachen rassistischer Ausschreitungen sein, ohne sich dem anderen überlegen fühlen müssen.

 

Gruppenterritorialität und die natürliche Fremdenscheu hätten sich entwickelt, ohne die es keine Vielfalt gäbe.

„Die aggressive Ablehnung von Immigranten aus uns fernerstehenden Kulturen, die bis zur Gewalt gegen Fremde eskalieren kann, erwächst ferner aus der Tatsache, dass die Fremden oft als Eindringlinge in das eigene Territorium wahrgenommen werden und damit archaische territoriale Abwehrmechanismen zum Ansprechen bringen. Schließlich ergeben sich Konkurrenzsituationen verschiedener Art, und dazu kommt noch die Angst vor Identitätsbedrohung. […] Die Fremdenscheu dagegen ist ein Mechanismus der Abgrenzung.“ (5)

Zur natürlichen Fremdenscheu im Unterschied zur Fremdenfeindlichkeit schreibt er:
„Die Fremdenscheu dient der Abgrenzung, ist aber nicht mit Fremdenhass gleichzusetzen. Während wir für erstere genetisch programmiert sind, ist letzterer ein Ergebnis der Indoktrination. Fremdenfeindlichkeit kann ferner durch territoriale Invasion aktiviert werden.“ (5)

Abgrenzung sei als kulturerhaltend zu bewerten, solange sie nicht zu einem Ethnozentrismus mit Dominanzanspruch über andere führe. Dem muss eine Erziehung zur Achtung der anderen, zur Wertschätzung von deren Anderssein, entgegenwirken. Er spricht sich für einen kritischen Patriotismus aus, der sich mit einem Bekenntnis zur ethnischen Pluralität verbindet (4)

 

 

Franz M. Wuketits und auch Eibl-Eibesfeldt gehen der Frage nach, ob unsere heutige Zivilisation noch unserer menschlichen Natur entspräche.
Vielleicht ist dies ja der Schlüssel zum Antirassismus, die menschliche Natur in politischen Entscheidungen zu berücksichtigen, das würde bedeuten, die Masseneinwanderung/ „territoriale Invasion“ zu stoppen und den Menschen als territoriales Wesen anzuerkennen.

Im Kampf gegen Rassismus kann folglich nicht das Leugnen der biologischen Unterschiede die Lösung sein, ganz im Sinne der Sprüche wie: Rassismus sei so, wie sich über die besten Schokoküsse zu streiten- außen verschieden jedoch innen gleich, sondern das Berücksichtigen der menschlichen Natur, das Anerkennen und das Einbeziehen wissenschaftlich fundierter Forschungsergebnisse.

 

Quellenverzeichnis:

Ernst Mayr, Das ist Biologie…Die Wissenschaft des Lebens, Berlin, Spektrum, Akad. Verl., 1998, S. 318- 319, 320

,,Luigi Luca Cavalli-Sforza, „Gene, Völker und Sprachen-Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation“, 1996, Carl Hanser Verlag, Seite 15 bis 21

http://www.bifff-berlin.de/UNESCO.htm abgerufen am 29.01.2019

Irenäus Eibl-Eibesfeldt „Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, 2004, 5. Auflage, Piper Verlag GmbH München, S. 481, S. 454 und 97)

Irenäus Eibl-Eibesfeldt, „Wider die Mißtrauensgesellschaft“, 1995, 2. Auflage, Piper Verlag GmbH München, S. 112/113

 

Zum Nachlesen: Teil 1





2 Kommentare

  • Wenn man sich die Plakate und Spruchbänder der Gutmenschen betrachtet, da fällt auf, das immer von Vielfalt satt Einfalt geschrieben wird. Also das es richtig ist, wenn viele Möglichkeiten und Varianten bestehen, anstatt langweiliger Eintönigkeit.
    Vor dem Hintergrund wundert es einem verständig denkendem Menschen doch sehr, wenn man bei den menschlichen Rassen die Vielfalt verteufelt und eine einzige Weltumfassende Spezies Mensch propagiert wird, also keine vielfältigen Unterschiede gesehen werden.
    Darüber sollte die andere Feldpostnummer mal nachdenken. Denn das ist doch ein Widerspruch, oder etwa nicht?

    Kai 23.02.2019
  • Danke für einen weiteren mutigen Artikel. Sicher wäre dem noch einiges beizufügen, dennoch ein großes Lob.

    LG

    Bernhard 23.02.2019