HUTTENBRIEFE: Um der Macht willen? (Teil 3/3)

Verhältnismäßige Moral

Weder das ins Verhältnis setzen der gegenübergestellten Leistungen noch die Wiedergabe aufgezeigter Zusammenhänge stellen eine Verharmlosung der Lage dar. Ebenso wenig geht es darum, notwendige gesundheitspolitische und lebenserhaltende Maßnahmen zu unterlaufen oder zu verhindern. Wenn aber die Krankheits- und Panikdarstellungen derart gesteigert werden, daß die Menschen in Angst und Schrecken versetzt sind und sich unbeherrschbaren, kriegsähnlichen Zuständen ausgesetzt sehen müssen, wenn die wirtschaftlichen Errungenschaften und Strukturen, global und in Deutschland, derart angegriffen werden, daß zigfach berufliche und private Existenzen in Überlebensnot gebracht oder gar zerstört werden, dann wird damit eine neue Gewichtung für die Bewertung der verschiedenen Sachverhalte zwingend, die, dem folgend, eine den Gesamtverhältnissen angemessene Abwägung und Beurteilung erfordert.

Und mag der Vergleich noch so sehr schmerzen, als hinkend oder gar als zynisch bezeichnet werden: Eine Gesellschaft, der es bisher nicht gelungen ist, die jährlich 20.000 Infektionstoten deutlich zu verringern, die jährlich 121.000 Tote infolge Rauchens und bis zu 74.000 infolge zu hohen Alkoholverbrauches als gegeben hinnimmt und die gleichzeitig die Vernichtung unerwünschten Lebens (neudeutsch: Schwangerschaftsabbruch) mit jährlich über 100.000 toten Kleinkindern als Errungenschaft individueller Freiheit preist, sollte den moralischen Zeigefinger zuerst gegen sich selbst richten, bevor man ehrenwerte Wissenschaftler verunglimpft (neudeutsch: mobbt). Wie sehr der moralische Anspruch der Menschlichkeit hinter ideologischem Scheuklappendenken hinterherhinkt, belegt u. a. die folgende Aussage des Virologen Kekulé auf www.watson.de am 22.03.2020: „Es ist meines Erachtens nicht richtig, daß westliche Demokraten sich das Verfahren eines totalitären Staates zu eigen machen, sondern wir brauchen eine eigene, demokratische, westliche Herangehensweise an dieses Problem.“ Damit sprach sich Kekulé gegen eine Ausgangssperre aus, wie sie in China angeordnet wurde. Im Klartext: Bevor wir in Deutschland auf totalitäre Weise tausend Menschen retten, lassen wir sie lieber mit demokratischen Grundsätzen zu Grunde gehen.

Für eine vollumfänglich in die Tiefe gehende Lagebeurteilung ist die vorliegende Ausgabe der Huttenbriefe nicht vorgesehen. Andererseits wurde im Rahmen der verschiedenen Veröffentlichungen der vergangenen Jahre in den Huttenbriefen, in Broschüren, Büchern und anläßlich der mittlerweile 43 durchgeführten Gästewochen eine weltanschaulich fundierte und tagespolitische Wertungen gestattende Gesamtschau erarbeitet. Auch auf Maßnahmen bezüglich Krisenvorbeugung und Krisenbewältigung wurde mehrfach hingewiesen, so daß die augenblicklich schwierige Zeit, einschließlich möglicher weiterer Zuspitzungen, hoffentlich von uns allen gut überwunden und gemeistert werden kann. Insgesamt ist festzustellen, daß das Coronavirus, bildlich gesprochen, künstlich über alle Maßen aufgeblasen wurde; wie zu erkennen ist, im Sinne und zum Nutzen des korrupten westlichen Systems. Wenn der Coronablase die Luft entwichen oder die Blase geplatzt ist, wird man auch die verordneten Zwangsmaßnahmen bewerten und dann strafrechtlich verfolgen müssen. So lange das geldkapitalistische System das westlich-globale Schiff noch steuert, scheint die derzeitige Schieflage zumindest eine in Kauf genommene zu sein – was nicht zwangsläufig bedeutet, daß deshalb dramatische Zwangsmaßnahmen und Unruhen ausbleiben. Kann das System auch dieses Mal wieder ausreichend Substanz an sich raffen, wird sich die Lage in absehbarer Zeit beruhigen, sozusagen bis zum nächsten Mal. Falls nicht, ist tatsächlich der Zusammenbruch des Weltsystems zu erwarten.

 

Zunehmende Entrechtung

Mit Beruhigen ist übrigens nicht gemeint, daß es wieder werden wird, wie es war. Die Römer, als Imperialisten durchaus auch Meister rabulistischer Sprachregelung (Wortverdrehung), benutzten das Wort „pacare“, d. h. „unterwerfen“ gleichzeitig auch für „beruhigt“ (pacatus) und „Friedensstifter“ (pacator) bzw. „friedlich“ (pacalis). In diesem Sinne müssen nicht nur wir Deutsche damit rechnen, daß ein Beruhigen nach dem Sturm mehr mit der Absicht verbunden sein wird, unser Volk noch ruhiger zu stellen, als es ohnehin bereits ist.

Folgende Absichten werden mit dem Ende der Geltung von Sonderverordnungen gleichwohl einhergehen: Fortschreitende Digitalisierung des Alltages und Vernetzung des Menschen, Abschaffung des Bargeldes, Impfpflicht, Beschränkung der persönlichen und der gemeinschaftlichen Freiheit, Einschränkung der Meinungsfreiheit (neue ´Offenkundigkeiten´, z.B. bei den Themen Klimawandel, Impfen, Migration, Gender), weiter zunehmende politische Verfolgung Andersdenkender, schleichende Entmündigung, Ausweitung der Rechtsbeugung, fortschreitende Aufhebung der Gewaltenteilung. Die Wachsamkeit, die Wehrhaftigkeit und Wehrwilligkeit aller Aufrechten und Anständigen wird also gefordert sein.

Die vorstehende Aufzählung wird bereits durch einige politische Entscheidungen und bestimmte Vorankündigungen bestätigt: In Bayern billigte der Landtag am 25.3.2020 ein neues Infektionsschutzgesetz. Damit kann der Gesundheitsnotstand ausgerufen werden; mit weitreichenden Zugriffsrechten der Behörden in den Privatbereich hinein! Es wird bis zum Jahresende in Kraft bleiben! Bundesgesundheitsminister Spahn plant(e), den Gesundheitsbehörden die Erlaubnis zu erteilen, eine Bewegungsüberwachung von Kontaktpersonen Erkrankter mittels Mobiltelefon vorzunehmen; angeblich seien 50% der Bundesbürger dafür. Zum Glück war (zunächst) eine ganze Reihe von Vertretern anderer Parteien entschieden dagegen. Nichtsdestoweniger verabschiedete auch der Bund am 27.3.2020 eine umfassende Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Mit solch einem Notstandsgesetz läßt sich unter Ausrufung einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ gar manches richten, auch politische ,Unebenheiten‘. Angesichts der bundesrepublikanischen Polit-Charaktere darf man nicht ausschließen, daß das Vertreten einer nicht systemkonformen Meinung oder Erkenntnis, insbesondere hinsichtlich der Beurteilung von Infektionskrankheiten oder auch des Impfens, unter Strafe gestellt werden wird. Das Ausrufen einer Epidemie oder Pandemie wird dann im Sinne der Offenkundigkeit als die einzig aussprechbare Wahrheit in Anschlag gebracht werden.

Wenn davon die Rede ist, daß dann das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit, die Grundrechte der Freiheit der Person, der Versammlungsfreiheit, der Freizügigkeit, der Berufsausübungsfreiheit, der Unverletzlichkeit der Wohnung und schließlich auch des Eigentums in ihren Kernbereichen eingeschränkt werden, sollte die westliche politische Öffentlichkeit den ungarischen Präsidenten Viktor Orban nicht scheinheilig einen bösen Herrscher schelten. „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.“ Am 8.4.2020 wurde die Rechtsanwältin Beate Bahner vom Staatsschutz aufgesucht, ihre Netzseite wurde vorübergehend abgeschaltet. Der Grund: Bahner hatte in ihren Anträgen an das Verwaltungs- und Bundesverfassungsgericht, vor allem in ihren Erklärungen dazu aufgerufen bundesweit zu demonstrieren und die Corona-Regeln nicht mehr zu beachten. Mit Blick auf die Rechtslage bekommt das Herunterbremsen der Infektionsgeschwindigkeit noch eine Nebenwirkung besonderer Bedeutung. Selbstverständlich wird dadurch die Belastung der Krankenhäuser und des gesamten Krankenpersonals entzerrt; das ist die eine Seite der Medaille.

Wenn man allerdings, gleichwie, in Deutschland von rund 55 Millionen Infizierten und 278.000 Covid-19-Toten ausgeht, verlängert sich nicht nur die Dauer der pandemischen Belastung für alle, gleichzeitig verlängert sich auch der Zeitraum, in dem mittels Notstandsgesetzen regiert wird; unabhängig davon, wie lange es beispielsweise bei Ausgangssperren bleibt. In einer Notstandsherrschaft könnten jederzeit und immer wieder alle möglichen Maßnahmen angeordnet werden. Jedes Aufflackern der Infektion könnte kurzfristig auch zur Anordnung willkürlicher Einschränkungen bis hin zur Sicherheitsverwahrung führen. Demonstrationen, wie beispielsweise Pegida, dürften ohnehin für einen längeren Zeitraum verboten bleiben.

Zusammengefaßt bietet sich uns das Bild einer Unwohlsein erzeugenden Gemengelage. Jeder versucht im Chaos seinen Vorteil zu nutzen – die Großspekulanten (Finanzwirtschaft gegen Realwirtschaft), die weltweite Pharmaindustrie, das herrschende politische BRD-System (Machterhalt und Überwachung), die westlichen Regierungen (Vertuschen der Systemkrise, Verfolgung Andersdenkender und der Versuch, Rußland zu schwächen). Böswilliger Verschwörungstheoretiker ist, wer dahinter Absichten und Zusammenhänge erkennt. „Systemrelevant“ sind offensichtlich alle vier aufgeführten Bereiche. Das Volk und seine gewachsenen Strukturen scheinen nicht „systemrelevant“ sondern austauschbar zu sein. Auch die kulturellen Errungenschaften haben in der globalen Zivilgesellschaft keinen Platz. Vielen mittelständischen Einzel- und Kleinunternehmern, aber auch manchem Handwerker, Gastwirt, Dienstleister oder weiteren Berufszweigen, sowie unzähligen Arbeitnehmern wird, dank Corona, ein Licht aufgehen – spätestens, wenn es wirtschaftlich „zappenduster“ geworden ist. Und möglicherweise wird sich im „Weltsystemcrash“ zeigen, daß die Rechnung letztlich doch ohne den Wirt, nämlich ohne die Völker, gemacht wurde. Um zu wissen, was gespielt wird, muß man nicht unbedingt Goethe gelesen haben, schaden kann es aber keinesfalls: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“ Bleiben wir also wachsam und wehrhaft. Zumal die Grundrechte vor allem Abwehrrechte des Volkes gegen den Staat sind. In diesem Zusammenhang gewinnt der Begriff der wehrhaften Demokratie eine ganz neue Bedeutung.

 

Neues wirken jede Stunde

Selbstverständlich werden die beschriebenen Ereignisse des ersten Vierteljahres 2020 die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Landschaft verändern. Entsprechend der Erfahrung, daß ein Bogen, der überspannt wird, bricht, kann das Pendel durchaus zu Gunsten der Völker und damit auch zu Gunsten des deutschen Volkes ausschlagen. So sehr sich das geldkapitalistische System einer globalistischen Weltordnung auch in den Vordergrund zu spielen vermag – nicht zuletzt erzeugt derzeit auch die Pandemie Covid-19 mindestens ein starkes Gegengewicht. Es ist bereits in aller Munde und heißt: „Regionalisierung statt Globalisierung“ und „Bilaterale Beziehungen statt unkontrollierter Welthandel“ sowie „Grenzen kontrollieren und dicht machen statt offen halten“. Die Rückbesinnung auf überschaubare gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Verhältnisse ist schon längst im Gange und erhält durch den derzeitigen Machtmißbrauch der Globalisten im Zusammenhang mit der Pandemie starken Auftrieb. Der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan kündigte am 6.4.2020 das Ende der Globalisierung und die Gründung einer neuen Weltordnung an. „Es stellte sich heraus, daß es in der Wirtschaft nicht nur um Geld und den Aktienmarkt geht.“ Die deutsche Wirtschaft sichtet Erdogan damit im Lager der Globalisierungsgegner Trump und Putin. Letztendlich ist die messianische Ideologie des Kapitalismus-Liberalismus-Globalismus tatsächlich am Ende und wird zwangsläufig auch praktisch scheitern.

Umso mehr heißt das Fanal aller Volk- und Heimattreuen: Gemeinschaft und Verbindungen pflegen, notfalls auch ohne persönliche Begegnungen; geistig, seelisch und körperlich an sich arbeiten, um in allen Belangen gesund und stark zu sein; wachsam und wehrhaft sein; das Erbe von Kultur und Geschichte annehmen und erarbeiten um, wie es heißt, „auf dem alten Grunde Neues wirken jede Stunde.“ Und nicht zuletzt: Besinnen wir uns auf uns selbst und unsere Bindung an die göttliche Natur, wie sie die deutschen Romantiker für unser Volk wiederentdeckten. Als Beispiel könnte unter vielen Joseph Freiherr von Eichendorff dienen: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt, dem will er seine Wunder weisen in Berg und Wald und Strom und Feld.“

Im Übrigen wissen wir bei solch wunderbarem, erfüllendem Erleben des Frühlings auch den auf Heilung bedachten Arzt auf unserer Seite. Ein Virologe sprach’s aus: Indem wir uns in frischer Luft körperlich bewegen, mit oder ohne Sonne, stärken wir unseren gesamten Organismus und leisten damit jedem Ansteckungsangriff besseren Widerstand. Das darf jeder auch geistig-seelisch im aufbauenden und erquickenden Sinne für sich beanspruchen.

Erich Fischer

 

 

Zum Nachlesen : Teil 1, 2





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