Die Weggefährtin #053: Der Holunder (Teil 2/2)

Einer unserer vielseitigsten Wildsträucher

Der Holunder brachte uns im Frühjahr schon wundervolle weiße Blüten, welche man zu allerlei Köstlichkeiten verarbeiten konnte. Nun beschenkt uns die Pflanze mit dunklen saftigen Beeren, die uns –wegen ihres hohen Vitamin C-Gehalts und ihrer schweißtreibenden Wirkung– nicht nur durch die Erkältungszeit begleiten sollen, bringt der Holunder noch so manch andere positive Eigenschaft mit sich. Holundersaft und Tee sollen Ischias- und Nervenschmerzen lindern, den Darm reinigen, die Nieren anregen, den Blutdruck senken und das Herz stärken. Allerdings sollte man die Holunderbeeren nicht roh verzehren, da sie den Giftstoff Sambunigrin enthalten, welcher sich jedoch ab einer Temperatur von 76,3°C zersetzt.

In früheren Zeiten trug man zum Schutz oder als Glücksbringer immer ein Stück Eberesche oder Holunderholz bei sich. Für die Waldtiere, besonders Vögel, sind Holunderbeeren eine begehrte Nahrungsquelle. Achtet also beim Pflücken darauf, für die Tiere genug Nahrung übrig zu lassen. Pflückt lieber weiträumig weniger Beeren, verteilt auf eine etwas höhere Anzahl von Büschen.

 

 

Rezepte:

 

Holundersaft

Nachdem man die Beeren gesammelt hat, wäscht man diese gründlich und streicht sie sachte mit einer Gabel oder den Händen von den Stängeln.
Danach füllt man den Topf mit Wasser auf, so dass die Beeren darin schwimmen. Nun wird das Ganze 15 Minuten geköchelt. Kocht man die Beeren zu lange, gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren. Man zerdrückt nun die Beeren und trennt die festen Bestandteile von den flüssigen. In einem sterilen Schraubglas wird der Saft in einen zu ⅔ mit Wasser bedeckten Kochtopf gestellt und bei 70 Grad 30 Minuten geköchelt. So wird der Saft länger haltbar gemacht. Natürlich kann auch hier wieder variiert werden. Die Zugabe von Zucker, Zimt oder anderen Gewürzen oder Früchten liegt bei jedem selbst.

 

 

 

 

Holunderbeerentee

Für einen Beerentee übergießt man einen Esslöffel getrocknete Holunderbeeren mit 250ml kochendem Wasser und lässt die Mischung zehn Minuten ziehen. Auch der fertig zubereitete Saft kann mit kochendem Wasser übergossen werden und somit als Tee getrunken werden.

 

Holunderbeerenbutter

Aus Holunderbeeren und Butter erhältst du mit wenig Aufwand einen leckeren Brotaufstrich. Dazu werden 150g Holunderbeeren mit zwei Esslöffel Zucker für vier Minuten geköchelt. Bitte darauf achten, dass die Beeren nicht platzen. Dann wird ein Stück Butter mit den abgeseihten Beeren erwärmt und geschmolzen. In sterile Gläser füllen und erkalten lassen.

 

 

 

Unser Frauenblog ”Weggefährtin” ist eine regelmäßige erscheinende Kolumne von Frau zu Frau in unterschiedlichen Ausprägungsformen auf der Netzseite des III. Wegs, die unser Wirken und Sein innerhalb der Partei ergänzend darstellt.

Bei Interesse: [email protected]

 

Zum Nachlesen: Teil 1





  • Vielen Dank für die tollen Infos.

    Lotti Huber 09.09.2020
  • Sehr schön!

    Max 09.09.2020
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