Basteln mit Kindern im Frühling

Der Frühling ist endlich da, Ostern steht vor der Tür. Nachdem der Frühjahrsputz erledigt ist, dekoriere ich unser Haus der Jahreszeit entsprechend.
Leider nehmen sich nur noch Wenige die Zeit, mit Selbstgemachtem zu dekorieren. Frühlings – und Osterdekoration kann man zeitsparend für wenig Geld erwerben. Diese Billigartikel haben für uns keinen Stellenwert, einiges davon landet nach der Saison im Müll, damit man im nächsten Jahr wieder neu der Konsumlust frönen kann.
Da ich mich weder mit bunten Plastikeiern noch mit wenig individuellen, jährlich wechselnden Trends identifizieren kann, habe ich die letzten Nachmittage genutzt, um mit dem Nachwuchs zu basteln. Selbstgemachte Dekoration macht das Haus erst zum gemütlichen Zuhause.

Ich habe gezielt Projekte gewählt, an denen sowohl die Kleinsten als auch die Mütter Gefallen finden. Vielleicht kann ich euch damit inspirieren, gemeinsam mit euren Kindern zu basteln und sich auf diese Weise gemeinsam mit der Jahreszeit und ihren Festen einzustimmen.

 

Figuren aus Pappmaché

Hier lässt sich alles Erdenkliche formen, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich bin mir sicher, dass auch ihr den Kopf voller schöner Ideen habt, wenn ihr erst einmal 5 Minuten über die Möglichkeit mit Pappmaché zu gestalten nachgedacht habt.

Die Grundzutaten habt ihr höchstwahrscheinlich im Haus: Mehl, alte Zeitungen, Farbe (Acryl- oder Wasserfarbe) und Pinsel.

Um größere Teile nicht mühsam aus Papierschnipseln herzustellen, lassen sich auch je nach gewünschter Form Joghurtbecher, Plastikflaschen usw. wiederverwerten.

Als Kleister verwende ich einen Mehlkleister, da er einfach, kostengünstig sowie nachhaltig und für Kinder völlig unbedenklich ist. Der Kleber wird kurz zuvor angerührt und kann dann im Kühlschrank mehrere Tage gelagert werden. Das Rezept dazu findet ihr hier.

Die alten Zeitungen werden in kleine Schnipsel gerissen und zusammen mit dem Mehlkleister auf dem Tisch bereit gelegt.

Wir haben gemeinsam einen Osterhasen aus Pappmaché gebastelt:
Für den Kopf und den Körper haben wir Kugeln aus zusammengeknüllter Zeitung geformt und diese dann mit Papierschnipseln beklebt, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.

Für die Ohren, Arme und Beine haben wir ebenfalls Zeitung in die entsprechende Form geknüllt und diese mit Papierschnipseln beklebt.

Die einzelnen Teile kann man nun mit Kleister und Papierschnipseln zusammenfügen oder aber einzeln trocknen und dann mit Heißkleber zusammenkleben. Die Übergänge lassen sich mit Pappmaché fließend formen, wenn gewünscht.

Bevor ihr eure Werke bemalen könnt, müssen sie vollständig durchgetrocknet sein. Die vollständige Trocknung ist wichtig, damit euer Werk nicht schimmelt.

Pappmaché lässt sich unter anderem mit Acryl- oder Wasserfarbe bemalen. Wir haben uns für Acrylfarbe entschieden, da wir diese noch für ein anderes Projekt nutzen wollten, welches ich euch weiter unten vorstellen werde.

Damit die Farbübergänge nicht verschwimmen, lässt man die Farbe erst trocknen, bevor man mit einer weiteren Farbe übermalt. In unserem Fall haben wir den Hasen zuerst mit der Grundfarbe bemalt und, nachdem die Farbe getrocknet war, Details wie Gesicht und Ohren gemalt.

Die Pappmaché-Figuren sind ohne weitere Behandlung leider nicht wetterfest. Sollen die Figuren Wind und Wetter trotzen, gibt es Möglichkeiten, diese zu beschichten. Da hier vorwiegend Gefahrstoffe beinhaltende Produkte in Betracht kommen, hat unser Hase einen Platz im Trockenen gefunden.

 

Bommelschwänzchen aus Wolle

Unser Hase hat abschließend noch ein Bommelschwänzchen aus Wolle bekommen. Die Herstellung ist kinderleicht. Schneidet zwei identische Ringe aus. Der Außendurchmesser richtet sich nach der Größe der Bommel. Der Innenkreisdurchmesser sollte nicht zu groß gewählt werden, denn dieser muss beim späteren Umwickeln vollständig mit Wolle ausgefüllt werden. Schneidet eine Öffnung für das Durchfädeln der Wolle in die beiden Ringe und legt sie aufeinander, sodass die Öffnungen aufeinander liegen. Nun wird Wolle auf den Ring gewickelt, bis der innere Ring vollständig gefüllt ist. Das kann schon eine Weile dauern, ihr werdet aber mit einer dichten Bommel belohnt.

Wenn die Wolle aufgewickelt ist, schneidet ihr den Faden ab. An der Außenkante wird die Wolle nun aufgeschnitten, so dass ihr die beiden Scheiben aus Pappe wieder sehen könnt. Zwischen die beiden Scheiben legt ihr einen Faden und bindet ihn fest zu. Nun werden nur noch die Pappscheiben abgezogen und die Bommel ist fertig. Sollte sie nicht ganz symmetrisch sein, kann man mit der Schere noch etwas nachhelfen.

Tontöpfe bemalen und bepflanzen

Blumentöpfe müssen nicht langweilig einfarbig sein, sie lassen sich ebenfalls mit Acrylfarbe verzieren. So haben wir die Acrylfarbenreste genutzt, um Blumentöpfe aus Ton frühlingshaft zu gestalten. Auch hier ist es wieder wichtig, dass eine Farbe erst vollständig getrocknet ist, bevor man sie mit einer weiteren Farbe übermalen kann. Wollt ihr die Töpfe auch draußen nutzen, empfiehlt es sich, die Töpfe mit einem Klarlack zu überziehen.

Damit unser Osterhase aus Pappmaché nicht allzu einsam ist, hat er noch einen Freund aus Ton zur Gesellschaft bekommen.

Den Osterhasentopf haben wir mit Ohren aus Tonpapier und einem Bommelschwänzchen verziert.

Osternester aus Naturmaterialien

Wer noch eine schöne Alternative zum gekauften Osternest sucht: Es lassen sich auf diese Weise auch Tonschalen verzieren, welche anschließend mit Heu oder Moos gefüllt oder mit Ostergras eingesät werden.

Immer wieder sieht man im Supermarkt, wie sich die Einkaufswägen auch zu Ostern mit Fertigprodukten füllen. Scheinbar möchte sich niemand mehr die Mühe machen, das Osternest für die Kinder liebevoll selbst zu gestalten. Doch mal ehrlich: Die Fertigprodukte namhafter Süßwarenhersteller sind sehr teuer, die essbaren Teile enthalten viel Zucker, die kleinen Beigaben aus Plastik werden bereits nach einem Tag nicht mehr angeschaut, es entsteht sehr viel Müll.

 

Ostergras säen

Für das Ostergras benötigst du keimfähige Weizenkörner (andere Getreidekörner gehen alternativ auch). Die Schale wird zu 2/3 mit Erde befüllt und die Weizenkörner darauf verteilt.

Die Weizenkörner werden mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und anschließend gegossen. Dazu verwendet ihr am besten eine Sprühflasche, um ein Aufschwemmen der Körner zu verhindern.

Damit die Weizenkörner keimen, müssen sie durchgehend feucht gehalten werden. Aber Vorsicht: Zu viel Wasser führt zu Schimmelbildung.

 

 

 





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