Von der Pflicht, gesund zu sein (Teil 3/4)

Die Eindrücke der Gegenwart in den Straßen und Gassen, auf denen vor Jahrzehnten im goldenen Lichtreich Gottes Antlitz durch ein edles Volk Menschwerdung erfuhr, sind alles andere als spurlos an mir vorbeigezogen. Hätte die Emotion des Hasses und des Hassens nicht auch antreibende Kräfte in sich, würde nur noch Wut und eine Form des verächtlichen Hassgefühls sowie eine daraus resultierende negative Energie zum Vorschein kommen, mich trügerisch umarmen und mir den lebensspendenden Atem nehmen. Denn nur der blanke, unheilvolle und unheilige Hass ist es, der in mir emporsteigt bis in meine verborgensten Gedankenwinkel, wenn ich die fetten Leiber und deformierten Fratzen erblicke, ja erblicken muß und mich ein ums andere Mal frage, ob dies allen Ernstes die Erben jenes hohen und edlen Kulturvolkes sein sollen, welches seinen Kampfeswillen auf eben diesem zu Sodom und Gomorrha verkommenen Boden aushauchte, im Glauben und Hoffen, die Nachkommen würden sich als würdig und stark genug erweisen, dieses Erbe anzunehmen, anzutreten, zu erhalten und in eine neue, kommende Zeit tragen.

Ihre Laute jedoch, getragen von beinahe animalischer Fleisch- und Blutgier, verinnerlichen nicht mal mehr einen Funken dessen, was einmal eine Stimme des Göttlichen war. Ihre Schreie und Schmatzlaute lechzen nach der Befriedigung primitivster Bedürfnisse, orgiastischem Feiern in einen Untergang hinein, dessen unabwendbares Ende keiner von ihnen auch nur noch erahnen kann.

Gesundheit, Spiritualität, Erleuchtung und Erwachen, die Sonne im Herzen, die Ahnenstimme und Gottes Botschaft im Blute, all das ist verschwunden, versickert und begraben in den mit stinkenden, fauligen und blutigen Fleischklumpen gefüllten Mägen einer Generation, die keinerlei Bezug zum eigenen körperlichen und geistigen Bollwerk mehr hat, wohl aber zum eigenen Wanst, zum fetten Bauch, so lange dieser nur satt und gemästet bleibt! Was an restlichen, im rudimentärsten Sinne noch wachen Gedanken vorhanden sein mag, wird mit berauschenden Giften betäubt, gelähmt und wehrlos gemacht.

Die Hydra, der große Welten- und Menschenfeind, hat ihren Auftrag gut ausgeführt und des Teufels Werk meisterhaft vollzogen an jenem Volksleib, der es vor nicht allzu langer Zeit verstand, seine Pflicht zu kennen. Wer hätte es jemals für möglich gehalten, daß dieses dem Lichte entstiegene Volk, die Reinheit und Gesundheit von Körper und Geist über alles stellend, seine eigene existenzielle Degeneration nunmehr dankend angenommen hat und sich bereitwillig die goldenen Ketten eines glücklichen Sklavenlebens um Arme und Beine schmieden ließ?! Nicht etwa erzwungen und mit Drohungen gefügig gemacht, sondern in eilfertiger Pflichterfüllung, so wie es nur das deutsche Volk zu fühlen und zu erfüllen vermag. In vorauseilendem Gehorsam, unterwürfig, voll des Fleißes dem Volkstod zuarbeitend. Und freiwillig. Es schädigt freiwillig seine genetisch-göttliche Botschaft, sein Erbgut, mit Alkohol und Zigaretten, auf dass die Kinder und Kindeskinder dieses vergifteten Erbes mit der Schwäche des infizieren Leibes stigmatisiert sind, noch bevor Sie in das sich verdunkelnde Licht dieser Welt eintreten.

Es lässt sich freiwillig mit Nervengiften aus Metallnadeln vollpumpen, die Stärke eines naturgesetzlich gewachsenen oder noch zu wachsenden Immunsystems an die Hydra abtretend, welche dazu ihre Todesboten in den weißen Engelskitteln ausgesandt hat. Es zerstört freiwillig jede menschlich-emphatische Regung durch das fresssüchtig aufgenommene Leid grausamst abgeschlachteter Mitwesen, deren Todesangst, unaussprechlichen Qualen, Adrenalin, Blut und alle düsteren Anti-Energien in den Leib dieses Volkes übergehen, welches die Wälder dieser Erde rodet und roden lässt, um allenfalls Weiden daraus zu erschaffen, damit aus diesem teuflischen Plan jene Tierkadaver entstehen können, die steril verpackt in den Regalen der Konsumtempel, auf den Tellern und in den dicken Bäuchen landen.

All diese Eindrücke stehen im absoluten Kontrast zu den durch das eine Buch gewonnenen Erkenntnisse, welche meinen Geist in das Erwachen geführt haben. Gewappnet durch die eisernen Waffen, die jene vergilbten Seiten dieses Buches geschmiedet und mir als Rüstzeug in meine Hände gegeben und in mein Herz gepflanzt haben, ist mein Panzer noch undurchdringlicher geworden als die härteste Schuppe der Hydra, die sich wie ein Wächter des abgrundtief Bösen durch die Straßen wälzt.

Ich habe genug schlechte Eindrücke gesammelt, genug dunkle Emotionen gefühlt und genug an todbringender Saat an mich heran gelassen. Es reicht vollkommen aus, um in mir wiederholt die Bestätigung keimen zu lassen, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich habe genug gesehen und verlasse den Dunstkreis des schleichenden, dennoch so offensichtlichen Todes, bis die brüllende Hydra nur noch eine schemenhafte Silhouette am Horizont von sich preisgibt, deren hysterisches Geschrei weder meine Seele, noch meinen Körper zu berühren imstande ist.

Es ist Zeit für die letzten Seiten des heiligen Buches, für meinen letzten Waffengang. Ich weiß, was zu tun ist wie ein jeder, dessen Geist durch den Speer der Erleuchtung gerüstet wurde. Mein Fleisch ruft nach dem Eisen, nach der Leibeszucht, nach dem Amboss und dem Feuer des Krieges. In diesen zu einer einzigen Nacht der Krankheit gewandelten Tagen wird einem nichts geschenkt. Vor allem nicht die körperliche und geistige Unversehrtheit. Ich bin angetreten wie wenige Getreue meiner Art, diese beiden erlangten göttlichen Geschenke zu Schild und Schwert zu formen und mich unablässig den Prüfungen dieser Zeit zu unterwerfen, in der das Starke siegt, das Schwache stirbt.

Denn ich habe die Pflicht, gesund zu sein!

 

Fortsetzung folgt…

 

Zum Nachlesen: Teil 1, Teil 2





  • Warten wir einmal den vierten Teil ab. Bisher hat sich ja jeder Teil in dem darauffolgenden Teil stark – zu stark – wiederholt. Jeder ist natürlich gespannt darauf zu erfahen, welches Buch dem Verfasser der Zeilen denn nun vorliegt.
    “Es ist Zeit für die letzten Seiten des heiligen Buches, für meinen letzten Waffengang.” Ist das Lesen eines guten Buches in der Generation der adipösen vor dem Bildschirm hängenden Computerspielkinder schon ein “Waffengang” – ich hoffe nicht beim Autoren?
    Auch ich begrüße eine verbesserte Zusammenfassung in Form einer kleinen bebilderten Broschüre.

    Henrik 05.04.2021
  • Klasse! Sehr gut geschrieben. Der Text ist meiner Meinung nach wert, auf ein Flugblatt gedruckt zu werden. Vielleicht kann man auch ein eigenes Buch zum Thema “Körper und Geist” bzw. zur “Volksgesundheit” machen. Weiter so!

    Hendrik 05.04.2021

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