Schulungswochenende in Plauen: Grundlagen des Kommunismus

Zum zweiten Mal trafen sich in diesem Jahr die Führungskader vom „III. Weg“ zu einem Schulungswochenende in unserem nationalrevolutionären Zentrum „P 130“ in Plauen. Schwerpunktmäßig wurden die anwesenden Stützpunktleiter über die ideologischen Grundlagen des Kommunismus geschult. So wurden die vier Arten des Materialismus (Ethischer, Ontologischer, historischer und dialektischer Materialismus) behandelt. Weiterhin wurde das Scheitern der marxistischen Ideologie in der Praxis und das Fortleben marxistischer Theoreme in der post-sozialistischen Ära erläutert. Neben Sport standen zudem eine Auswertung des Bundestagswahlkampfs, eine Vorstellung der nationalrevolutionären Jugend sowie die Vorbereitung des Heldengedenkens 2021 auf dem Plan.

Kenne deinen Feind!

„Die Linken stinken!“ ist keine Argumentation, mit der man kritische Volksgenossen überzeugen kann. So brachte es der stellvertretende Parteivorsitzende Matthias Fischer auf den Punkt. Die Partei „Der III. Weg“ hat den Anspruch, eine Alternative zu Kapitalismus und Kommunismus zu bieten. Umso wichtiger ist es daher, sich eingehend mit den theoretischen Grundlagen beider Ideologien zu befassen. Insbesondere Führungskader brauchen das nötige Wissen, um für Diskussionen mit dem politischen Gegner gewappnet zu sein. Marxistische Theoreme sind noch immer weit verbreitet, wenngleich ihre puritanischen Apologeten politisch erfolglos geworden sind. Daher ist es wichtig, sich tiefer mit dem Weltbild des politischen Gegners zu beschäftigen, um dessen Schwächen rhetorisch aufzeigen zu können.

Materialismus

Wer sich mit dem Marxismus beschäftigt, kommt an dem Begriff des Materialismus nicht vorbei. Dabei gibt es im nationalen Lager viel Unwissenheit zu diesem Stichwort. Eine verbreitete These ist beispielsweise, dass Liberalismus und Kommunismus „materialistisch“ seien, der Nationalismus daher logischerweise „idealistisch“ sei. In dieser Pauschalität ist diese These nicht richtig. Es gibt verschiedene Bedeutungen des Materialismus, die hier vorgestellt werden sollen.

Wenn wir im Bezug auf den Liberalismus von Materialismus sprechen, dann meinen wir den ethischen Materialismus. Er ist das Denkmuster, was man grob unter dem Motto „Hast du was, bist du was“ zusammenfassen könnte. Auf Basis der Erkenntnisse der Humanethologie kann man den ethischen Materialismus auf die menschlichen Anlagen des Besitzstrebens, des Rangstrebens und des Konkurrenzdenkens zurückführen. Im entfesselten Liberalismus wird er zu einer Lebenseinstellung, die sich in Hedonismus und maßloser Genussliebe äußert. Er ist jedoch wenig dogmatisch untermauert und unterscheidet sich stark von dem Materialismus, von dem der Marxismus ausgeht.

Auch auf philosophischer Ebene kennen wir einen Materialismus. Hier sprechen wir vom „ontologischen Materialismus“. Die Ontologie beschäftigt sich mit der Beschaffenheit der Welt. Dabei geht es um die Frage, ob das Sein das Bewusstsein bestimmt oder ob es umgekehrt ist. Der ontologische Materialismus geht davon aus, dass alles, was ist, auf Materie zurückzuführen ist. Auch der Geist entspringt der Materie. Die Gegenthese, wie sie beispielsweise Immanuel Kant vertreten hat, behauptet, dass alles auf Erden letztlich eine Abbildung des Geistes sei. Diese Annahme beruht auf einem christlichen Weltbild, wonach Dinge Gedanken Gottes seien. Das Weltbild der nationalrevolutionären Bewegung steht auf der Basis des ontologischen Materialismus. Ein drastisches Beispiel dafür, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, stellt jeder neurologische Eingriff dar. Wenn ein Mensch am Gehirn operiert wird, hat das Auswirkungen auf das Bewusstsein. Auch das Beispiel von Alkohol zeigt, wie das „Sein“ (der Alkohol) das Bewusstsein (den Geist) beeinflusst. Interessierten Lesern sei hierzu auch die Artikelserie „Ideologische Thesen gegen weltanschauliche Grundpfeiler“ empfohlen. ( https://der-dritte-weg.info/2019/12/https-der-dritte-weg-info-2019-12-ideologische-thesen-gegen-weltanschauliche-grundpfeiler-teil-1/ )

Karl Marx hat die These „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ abgewandelt. Bei ihm heißt es: „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein“. Er blendet die Auswirkungen von Erbanlagen und Umwelteinflüssen auf das menschliche Sein aus und sieht den Menschen einzig von seinem Milieu geprägt. So entstand die Milieutheorie, verhängnisvolle Grundlage zahlreicher Denkschulen. Nach Marx ist es die Klasse, in der ein Mensch aufwächst, die das Werden des Menschen bestimmt.

Er entwickelte daher den historischen Materialismus (Histomat). Dabei handelt es sich um eine Art Theorie zur Weltgeschichte. Im Kern steht die These, dass sämtliche Entwicklungen auf Methoden der Produktion zurückzuführen seien. Ursprünglich habe die Menschheit in einer klassenlosen Phase gelebt. In diesem „Urkommunismus“ hätte es kein Privateigentum, keine Ehen und auch keine Familien gegeben. Eine These, die nicht zuletzt durch die Forschung mit Naturvölkern, die keinem Einfluss der modernen Zivilisation ausgesetzt waren, widerlegt worden ist. Bei dieser Vorstellung der „fröhlichen Urzeiten“ handelt es sich nicht um die einzige völlig überholte Grundlage. Ebenfalls von Marxisten gepredigt wird der Lamarckismus. Dieser soll hier kurz an einem Beispiel aus der Biologie vorgestellt werden. So hätten Giraffen absichtlich lange Hälse entwickelt, damit sie an Baumkronen gelangen. Seit Charles Darwin wissen wir: Giraffen mit langen Hälsen haben sich evolutionär schlicht durchgesetzt, während solche mit zu kurzen Hälsen nicht überleben konnten.

Entscheidend für Veränderungen sind nach der Lehre des historischen Materialismus Änderungen der gesellschaftlichen Produktionsweisen. Neue Erfindungen hätten das Privateigentum ermöglicht, das nach Ansicht der Marxisten gewissermaßen das Grundübel darstellt. Durch Eigentum entstand zunächst eine Sklavenhaltergesellschaft, in der eine gesellschaftliche Elite geherrscht habe. Dieser folgten zunächst der Feudalismus und später der Kapitalismus. Im Kapitalismus gäbe es die antagonistischen Klassen der Bourgeoisie und des Proletariats. Auch hier wird die völlig überholte Sicht des Marxismus deutlich. Die Zugehörigkeit zur Klasse bestimmt einzig der Besitz an Produktionsmitteln. Lohnabhängige Beschäftigte sind grundsätzlich Proletarier, während Unternehmer Bourgeoise sind. Dieses Bild mag sich für einen Karl Marx aufgedrängt haben, der die sozialen Verhältnisse des Manchester-Kapitalismus erlebt hat. In unserer heutigen Zeit, wo wir beispielsweise ein mittelständisches Unternehmertum, aber auch gut entlohnte Angestellte kennen, erscheint uns das Schema „Klasse gegen Klasse“ als oberflächlich.

Nach Ansicht von Karl Marx müsste der Kapitalismus zwangsweise in den Sozialismus übergehen. In dieser gesellschaftlichen Phase herrsche das Proletariat, es gebe aber noch eine Bourgeoisie. Diese Phase wurde von Karl Marx nur äußerst ungenau ausgeführt und so entstanden die verschiedenen Interpretationen und „Weiterentwicklungen“, wie wir sie beispielsweise bei Lenin, Stalin, Mao oder Trotzki finden. Interessant wäre die Frage, wie sich heutige Marxisten das völlige Scheitern sämtlicher sozialistischer Staatengebilde und den Rückfall in das kapitalistische Stadium erklären. Endziel der Geschichte der Menschheit sei jedenfalls der Kommunismus, ein völlig utopisches Ziel, weil der Kommunismus erst dann erreicht wäre, wenn das Privateigentum, aber auch der sogenannte „Überbau“, also beispielsweise Nationen und Religionen, global verschwunden wären.

Kompliziert wird es beim „dialektischen Materialismus“ (Diamat). Hierbei handelt es sich gewissermaßen um eine philosophische Methode. Die Dialektik meint vereinfacht ausgedrückt das Denken in Widersprüchen. Man spricht hier auch vom „Umschlag von Quantität in Qualität“. Die Widersprüche in der Natur seien der Antrieb der Geschichte. Es gäbe quantitative Entwicklungen (Evolutionen), die letztlich zu qualitativen Veränderungen (Revolutionen) führen würden. Eine solche Revolution ist im Rekurs auf den historischen Materialismus betrachtet beispielsweise der Sprung vom Feudalismus zum Kapitalismus. Wenn wir an die Dialektik denken, kommt uns sofort der Dreiklang „These-Antithese-Synthese“ in den Sinn. Hier ein Beispiel: ein Kilo Äpfel (A) entspricht einem Kilo Äpfel (A). Lässt man Äpfel jedoch lagern, kann Trockenobst entstehen, das nur noch ein halbes Kilo wiegt (B). Die Anlagen für B sind in A bereits enthalten. Daher entspräche A auch B, somit sei These A gleich Antithese A und zeitgleich B. Nach dem dialektischen Materialismus ist auch der Tod beispielsweise jedem Leben bereits innewohnend.

Die Gesetze des dialektischen Materialismus sind die Einheit und der Kampf der Gegensätze, das Gesetz vom Umschlagen von Quantität in Qualität und das Gesetz der Negation der Negation. Ein Beispiel hierfür ist, wenngleich Kommunisten darüber nicht glücklich seien dürften, die christliche Sexualmoral als These, die LGBT-Ideologie/ Liberale Sexualmoral als Gegenthese und das aufgeklärte Weltbild, wie es „Der III. Weg“ vertritt, als Synthese. Für Marxisten ist der dialektische Materialismus ein Naturgesetz. Dies ist falsch, weil sich offensichtlich nicht alles mit der Dialektik erklären lässt, wenngleich Einzelbeispiele zutreffend sein können. Man kann daher von einer Methode, jedoch nicht von einem Naturgesetz sprechen.

Kommunismus

Generell wird der Kommunismus einseitig durch eine ökonomische Betrachtung der Welt geprägt. Zentrale ideologische Grundpfeiler sind die Planwirtschaft, der historische Materialismus, die Mehrwerttheorie und die Arbeitswerttheorie. Ein zentraler Fehler ist dabei bereits die Gleichsetzung von freier Marktwirtschaft mit Kapitalismus. Eine Marktwirtschaft, in der es Angebot und Nachfrage gibt, ist grundsätzlich nicht abzulehnen. Immanente Grundfehler des Kapitalismus sind jedoch der Zinses-Zins-Effekt und der Wachstumszwang.

Die Arbeitswerttheorie besagt, dass der Wert einer Ware durch den nötigen Arbeitsaufwand bestimmt wird. So könne man den genauen Wert von Gütern danach bestimmen, wie viel Aufwand für ihre Herstellung nötig seien. Angebot und Nachfrage werden hier nicht berücksichtigt. Die Problematik lässt sich an folgendem Beispiel erklären. In einer Planwirtschaft bestimmt ein Staat, eine bestimmte Anzahl an Schuhen herzustellen. Unter die Einheit „Schuhe“ fallen jedoch ganz unterschiedliche „Treter“. So gibt es beispielsweise Straßenschuhe, Sportschuhe, Gummistiefel. Das „Planungsbüro“ legt einen bestimmten Bedarf an Schuhen pro Person fest. Jedoch kann der tatsächliche Bedarf hier stark variieren, wie dieses Beispiel zeigt. In der Praxis ist der Bedarf aller Güter schlicht nicht planbar und kann daher nur durch Angebot und Nachfrage austariert werden.

Die Marxsche Mehrwerttheorie kritisiert den Unternehmer dafür, dass er auf die Produktionskosten einen Gewinn heraufsetzt. So entstünde die Akkumulation von Kapital. Daraus entwickele sich der Dualismus von „Ausgebeuteten“ und „Ausbeutern“ oder eben die verschiedenen Klassen. Dabei handelt es sich um eine verkürzte und daher falsche Analyse der Marktwirtschaft. Zum einen berücksichtigt er nicht die Konkurrenz. Sie zwingt den Unternehmer, sein Angebot anzupassen und sorgt langfristig für einen sinkenden Gewinn. Der Unternehmer ist daher gezwungen, neue Innovationen zu entwickeln. Eine stagnierende Entwicklung dürfte wohl eines der markantesten Merkmale des „real existierenden Sozialismus“ gewesen sein.

Aus ökonomischer Sicht ist der Marxismus heute aufgrund seines offenkundigen Scheiterns kaum noch relevant. Doch gesellschaftliche Ideologeme bestehen fort. Hierfür seien einige Beispiele genannt, deren genaue Vorstellung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. So der Freudomarxismus, eine Verknüpfung von Sigmund Freuds Psychoanalyse mit dem marxistischen Weltbild. Ziel des Freudomarxismus ist die Zersplitterung. Autoritäten und Sexualmoral sollen verschwinden, da sie Grundlagen für den „Faschismus“ seien. Die Milieutheorie geht davon aus, dass der Mensch grundsätzlich ein unbeschriebenes Blatt sei, dass allein durch die Gesellschaft geprägt würde. Der Sozialkonstruktivismus geht davon aus, dass sämtliche Gesellschaftsstrukturen etwa wie die Zeit konstruiert seien. Daher sehen Sozialkonstruktivisten auch Geschlechterrollen als konstruiert an. Eine Vorstellung, die durch die Erkenntnisse der Humanethologie ebenfalls bereits widerlegt wurde.

Sport und politischer Lagebericht

Begleitet wurde das Schulungswochenende von Sport und einer Analyse des Wahlergebnisses der Partei „Der III. Weg“. Zudem wurde der Aufbau der nationalrevolutionären Jugend vorgestellt. Generell kann festgehalten werden, dass die nationalrevolutionäre Bewegung ihre Ziele mit dem Erreichen des Bundestagswahlantritts sowie der Steigerung des Bekanntheitsgrades erreicht hat. Hierfür wurden lediglich niedrigste finanzielle Mittel verbraucht. In der momentanen Situation weiß „Der III. Weg“ sehr wohl, dass ein Einzug in die Parlamente nicht zu erwarten ist. Dennoch kann eine deutliche Steigerung der Stimmen im Vergleich zur Europawahl in den Bundesländern konstatiert werden, in denen „Der III. Weg“ angetreten ist. ( https://der-dritte-weg.info/2021/10/afd-ist-ein-betrugsopfer/ , https://der-dritte-weg.info/2021/09/die-bundestagswahl-aus-nationalrevolutionaerer-sicht/ )

Da ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen kann, stimmten sich die Führungskader mit Frühsporteinheiten bestehend aus Ausdauer-, Kraft- und Konzentrationsaufgaben auf die Tage ein. Abends bestand zudem die Möglichkeit, Kampfsport zu betreiben.

In einem weiteren Vortrag stellte Matthias Fischer die Arbeit der nationalrevolutionären Jugend vor. Lange Zeit hat „Der III. Weg“ auf den Aufbau einer separaten Jugendbewegung verzichtet. Der positiven Entwicklung, dass eine neue Generation junger Nationalrevolutionäre zur Bewegung stößt, muss jedoch Rechnung getragen werden. Da sich Jugend am besten selbst führt, wurde die nationalrevolutionäre Jugend geschaffen, in der jungen Aktivisten Freiräume für eigene Aktivitäten geschaffen wurden. Natürlich sollen die jungen Menschen dabei befähigt werden, sich von der nihilistischen Konsumgesellschaft zu emanzipieren und den Geist der Bewegung von der Pike auf studieren können. Gleichwohl agiert die nationalrevolutionäre Jugend nicht autonom von der Partei, sondern wird in enger Bindung zu den bestehenden Strukturen der nationalrevolutionären Bewegung stehen. Ziel ist auch die Heranbildung neuer Kader, die dann auch in weitere Arbeitsgemeinschaften wie „Körper & Geist“ und „Feder & Schwert“ überführt werden können.

Zum Abschluss rief Tony Gentsch zu reger Beteiligung an der Demonstration am 13. November 2021 in der Märtyrerstadt Wunsiedel auf. Alle Nationalrevolutionäre sind aufgefordert, in Wunsiedel Präsenz zu zeigen und bereits im Vorfeld für das Gedenken zu mobilisieren. Die Toten mahnen zur Tat! Daher: Nationalrevolutionäre heraus zum „Heldengedenken 2021“!





1 Kommentar

  • Meine Herrn … «Überindividualisierung»?

    «Alle Menschen haben ein Recht auf Gleichheit!» ist eine Forderung von diesem Jahr. Dazu habe ich kürzlich etwas sinnvolleres gelesen.

    RW 17.10.2021

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