„Im Reich des Herrn der Berge“ – Schlagetermarsch auf die Schneekoppe (+Video)

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Vor 100 Jahren wurde der deutsche Freiheitskämpfer Albert Leo Schlageter am 26. Mai 1923 von den französischen Besatzungstruppen ermordet. Grund genug für Mitglieder unserer Partei „Der III. Weg“, eine Wanderung durchzuführen und in zur Zeit von Polen und Tschechen verwalteten Gebieten auf kreative Weise an diesen deutschen Freiheitskämpfer zu erinnern.

 

Mit der Matrix brechen

Vom Ort Krummhübel in Schlesien, der zurzeit auf Polnisch Karpacz heißt, gab es einen Marsch zum höchsten Berg im Riesengebirge, der Schneekoppe mit einer Höhe von 1603 Meter. Nach einem deftigen Frühstück wurde das Marschgepäck gepackt, die Schuhe geschnürt und los ging es. Das Leben in dem kleinen Ort erwachte erst langsam und so begegneten den Wanderern nur wenige Menschen, während sie flotten Schrittes dem Ortsausgang mit dem Wald entgegeneilten, Bauden und Hotels hinter sich ließen und der Matrix der Moderne entflohen.

 

 

Der Wald

Kaum war man aus der Stadt und im Wald, so war es wie in einer anderen Welt. Grünes Moos, alte Bäume dicht an dicht gereiht, nur durchschnitten vom schmalen Pfad, welcher zielsicher den Weg unseres Unterfangens wies.

Der Weg, welcher vollständig aus uralten Feldsteinen gefertigt war, führte weiter und höher ins Riesengebirge hinein. Nur das Singen der Vögel und das markante Rauschen des wilden Gebirgsstromes mit zahllosen Stromschnellen, welcher ständiger Begleiter war, waren die Geräusche, die das Ohr an diesem naturbelassenen Ort vernahm.

 

 

Die Grenze

Auf Schusters Rappen ging es weiter und weiter den vorgegebenen Weg entlang, der zunehmend steiler anstieg und schließlich die Baumgrenze durchstieß. Bis hierhin hatte das Auge kein Ziel in Sicht, da die Berggipfel sich konsequent in Wolken verhüllten und das dichte Unterholz auch kaum weiter als 10 Meter blicken ließ. Nun jedoch konnte das Auge mehr als genug sehen. Den Talgrund und ferner Berggipfel, Reste von Schnee und den Weg, der sich durch steile Kurven bergauf zog und wie eine Linie die grauen Geröllmassen rechts und links von ihm durchschnitt. Dort oben verläuft zum jetzigen Zeitpunkt auch die Grenze zwischen Polen und der Tschechei, welche die Gewalt über Böhmen und Schlesien haben.

 

 

 

Der Aufstieg

Es gab keine Zeit zu verweilen, galt es doch, den Kampf gegen die tickende Uhr zu gewinnen und die Strecke in deutlich weniger als 6 1/2 Stunden zu meistern. Der zunehmende Wind, der steiler werdende Anstieg, die schnell von unten aufziehenden und alles verhüllenden Wolken und die abnehmenden Temperaturen änderten an diesem gesteckten Ziel nichts. Und so kam ein leichtes Lächeln auf die Lippen, als in der Ferne endlich die Spitze der Schneekoppe erkennbar wurde. Mit pumpenden Lungenflügeln und brennenden Muskeln wurde die Spitze des Berges schlussendlich auch erreicht und die bisherigen Strapazen mit einem atemberaubenden Blick und etwas Sonnenschein entlohnt.

 

 

 

Ein Fazit

Die knapp 17 km lange Wanderung wurde diszipliniert in weniger als 5 Stunden absolviert. Die Strecke kann man hier einsehen. Neben Steigungen von bis zu 27 %, viel unberührter Natur, schnell aufziehenden Nebelbänken und Temperaturen im unteren einstelligen Bereich auf Kammlage bestand der Wanderweg fast durchgehend aus Felssteinen, sodass Konzentration und Trittsicherheit gefragt waren. Auf dem Gipfel wurde schließlich das Schlageter–Plakat entrollt und einige Gespräche über diese heldenhafte Persönlichkeit geführt. Dank Disziplin, körperlicher Gesundheit und Willenskraft konnte die Mission im Osten erfolgreich beendet werden.

 

 

Auf dem Rückweg fand noch ein spontanes Heldengedenken an einem deutschen Ehrenmal in der Nähe der Neiße in Schlesien statt. Auch wurde eine Kerze angezündet und in einer kurzen Rede darauf verwiesen, dass unsere deutschen Helden und die Opfer unseres Volkes nicht vergessen werden!

Tage wie diese ermöglichen es unseren Aktivisten, weit weg vom Alltag, Kraft für zukünftige Aktionen zu sammeln, sich unabhängig vom Thema Politik auszutauschen und unsere Gemeinschaft weiter zu festigen.

 

 

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