
Viel Wind um nichts
Es war ein neuer Gipfel russischer Aggression gegen Deutschland: Auf dem Leipziger Flughafen wurden Drohnen mit Sprengstoff entdeckt, die offenbar ukrainische Flugzeuge attackieren sollten. Wäre der Anschlag erfolgreich gewesen, hätte es zu einer Katastrophe kommen können. Im ARD-Sommerinterview hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) daher eine Reaktion angekündigt. Die Antwort auf den mutmaßlichen russischen Terror sollte auch mit der EU und der NATO abgestimmt werden. Das weckte bei vielen Beobachtern den Eindruck, dass nun endlich eine entschlossene Antwort auf die andauernde hybride Kriegsführung der Russen erfolgen würde.
Doch einmal mehr hat sich Merz groß aufgeplustert, um letztlich nur eine laue Brise hervorzubringen. Es soll strengere Einreisekontrollen für russische Bürger und „erhöhten Druck“ auf die russische Schattenflotte geben. Weiterhin wird das russische Konsulat in Bonn sowie das Russische Haus in Berlin geschlossen. Als russische Schattenflotte werden Tanker bezeichnet, mit denen Moskau Sanktionen gegen sein imperialistisches Regime umgeht. Das Russische Haus in Berlin ist ein sogenanntes „Kulturinstitut“. Es stammt noch aus Sowjet-Zeiten und der Geist, der im ehemals größten sowjetischen Auslandskulturinstitut weht, hat sich bis heute wenig geändert. In einer kürzlich veröffentlichten Einschätzung hat das französische Innenministerium darauf hingewiesen, dass der Betonklotz an der Friedrichstraße von russischen Geheimdiensten als Tarnobjekt genutzt wird. Ähnlich sehen deutsche Geheimdienste das Objekt. Dennoch hat es vier Jahre offenen Krieges gegen Europa gebraucht, bis es von BRD-Behörden einmal zu einem Einschreiten kam.
Russland gibt sich von den Maßnahmen unbeeindruckt. In einer Stellungnahme teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Deutschen Presse-Agentur in Moskau mit, das man „spiegelbildlich“ reagieren werde. So wird etwa mit einer Schließung der Goethe-Institute in Russland gerechnet. Weitaus betroffener reagierte hingegen Moskaus fünfte Kolonne in Deutschland, verborgen in rechts- und linkspopulistischen Organisationen und „alternativen“ Medien. Dort war erneut von einer „Eskalation“ zu lesen, von „Kriegshetze“ und der Provokation des vermeintlich friedfertigen Russlands. Wieder einmal sah man sich genötigt, klarzustellen, dass man nicht an „der Ostfront“ sterben möge.
Dabei ist es sehr bezeichnend für die Widerstandskraft von BRD, EU und NATO, wenn diese „Antwort“ auf hybride Kriegsführung schon das höchste der Gefühle darstellen soll. Denn viele weitere Maßnahmen, wie konkrete Ausweisungen russischer Gesandter, ein Einreisestopp für Russen oder auch direkte Maßnahmen gegen die Schattenflotte gibt es nicht. Auch Hackerangriffe auf russische Angreifer, wie sie ja theoretisch nun möglich sein sollten, folgen nicht. Von wirksamen Maßnahmen, wie der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine, einmal ganz zu schweigen.
Die Lage für Europa wird immer ernster, je mehr Zeit Russlands Führung bleibt, sich dafür zu rüsten, um womöglich in den kommenden Jahren den NATO-Bündnisfall auf die Probe zu stellen. Es braucht Politik, die Verantwortung übernimmt und dafür sorgt, dass Deutschland endlich verteidigungsfähig wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der große Sturm Innerasiens auch auf das Herz Europas ansetzt. Darum wach‘ auf und unterstütze die nationalrevolutionäre Bewegung als Stimme für ein starkes, wehrhaftes Europa!














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