Donald Trump: Der irre Kriegstreiber im Weißen Haus

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Mit der Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar 2025 begann seine zweite Präsidentschaft und im patriotischen Lager war die Hoffnung groß, dass mit ihr die Rückkehr zu einer außenpolitischen Linie eingeläutet wird, die er im Wahlkampf konsequent propagiert hatte. Im Zentrum stand erneut das Prinzip „America First“, das auch als klare Absage an eine international ausgerichtete Interventionspolitik verstanden werden konnte. Schon im Wahlkampf hatte er wiederholt versprochen, die USA aus „endlosen Kriegen“ heraushalten und kostspielige militärische Engagements im Ausland vermeiden zu wollen. Diese Botschaften trafen insbesondere im MAGA-Lager auf breite Resonanz und viele seiner Anhänger sahen in außenpolitischer Zurückhaltung, wirtschaftlichem Protektionismus und der Fokussierung auf innenpolitische Probleme die entscheidenden Voraussetzungen für Amerikas Stärke. Zentrale Akteure im MAGA-Lager, die diese Werte teilten, trugen wesentlich zur politischen und medialen Unterstützung von Donald Trump bei. Dazu zählten politische Verbündete wie J.D. Vance und Marjorie Taylor Greene, aber auch einflussreiche Influencer und Medienpersönlichkeiten wie Tucker Carlson.

 

Trumps Traum vom Friedensnobelpreis

Hoffnungen auf eine weniger aggressive US-Außenpolitik wurden auch durch die wiederholt geäußerte, teils indirekte, teils sehr offene Erwartung Donald Trumps genährt, eines Tages den Friedensnobelpreis zu erhalten. Als zentraler Bezugspunkt gilt dabei seine erste Amtszeit, in der er unter anderem die sogenannten Abraham-Abkommen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten mitinitiiert hatte. Diese außenpolitischen Initiativen wurden von ihm selbst und seinem politischen Umfeld als Beleg für eine Strategie des „Friedens durch Stärke“ dargestellt. Insbesondere im MAGA-Lager wurden diese Narrative aufgegriffen und weiter zugespitzt. Trump erscheint darin als Staatschef, der Konflikte nicht durch langfristige militärische Interventionen, sondern insbesonders durch bilaterale Vereinbarungen zu lösen versucht, was im bewussten Kontrast zu früheren US-Regierungen steht.

 

Zahlreiche Militäreinsätze seit Beginn der zweiten Amtszeit

Trotz der wiederholten Bekenntnisse zu einer außenpolitischen Zurückhaltung, kam es seit Beginn der zweiten Amtszeit zu einer Vielzahl militärischer Einsätze in unterschiedlichen Regionen der Welt. Wie The Washington Post berichtete, griffen US-Streitkräfte bereits im Februar 2025 in Somalia Stellungen von Verbündeten des Islamischen Staates an. Im März folgte im Irak ein Luftschlag, bei dem ein IS-Funktionär getötet wurde. Nachdem Houthi-Kämpfer Handels- und Militärschiffe angegriffen hatten, reagierten die USA zwischen März und Mai 2025 mit einer groß angelegten Kampagne und griffen über 1.000 Ziele an, bei denen es auch zu dutzenden zivilen Opfern gekommen sein soll. Im Juni 2025 weitete sich der Konfliktraum weiter aus, als die USA iranische Nuklearanlagen, darunter die tief gesicherte Anlage in Fordow, angriffen und damit eine erhebliche Eskalation mit Teheran riskierten. Ab September 2025 verlagerte sich der Fokus auf eine Serie von mehr als 30 Luft- und Seeangriffen in der Karibik und im östlichen Pazifik, bei denen über 100 Menschen getötet wurden und die offiziell als Operation gegen Drogenkartelle deklariert wurden. Im Dezember 2025 folgten Angriffe in Nigeria auf IS-Ziele. Parallel dazu kam es Ende 2025 und Anfang 2026 zu erneuten Schlägen gegen den IS in Syrien, nachdem US-Soldaten zuvor bei einem Angriff in Palmyra getötet worden waren.

Im Januar 2026 schließlich sorgte der Militäreinsatz in Venezuela für internationale Aufmerksamkeit. Die groß angelegte US-Spezialoperation hatte das Ziel, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festzunehmen und sein Machtzentrum in Caracas zu zerschlagen. Nachdem in der Nacht des 3. Januar 2026 zunächst die Luftabwehr rund um die Hauptstadt ausgeschaltet worden war, drangen Spezialeinheiten in das Regierungsviertel und Maduros Residenz vor. Dabei kam es zu schweren Gefechten mit venezolanischen und teilweise kubanischen Sicherheitskräften, wodurch dutzende Menschen getötet wurden. Anschließend wurde Maduro gemeinsam mit seiner Ehefrau festgenommen und in die USA gebracht, wo ihm unter anderem Drogen- und Korruptionsvorwürfe zur Last gelegt wurden.

Laut einer Analyse der Armed Conflict Location & Event Data Project führte die US-Regierung unter Trump allein im Jahr 2025, also dem ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit, 658 Luft- und Drohnenangriffe durch. Dies liegt nur geringfügig unter den 694 Angriffen, die während der gesamten Amtszeit der Biden-Regierung durchgeführt wurden.

 

Imperialistischer Angriff auf den Iran

Die im Juni 2025 erfolgten US-Luftschläge auf iranische Nuklearanlagen markierten den Auftakt einer deutlichen Eskalation der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. Ende Februar 2026 folgte schließlich ein großangelegter, koordinierter Luftangriff der USA und Israels auf iranisches Territorium, der den Konflikt in eine offene militärische Auseinandersetzung überführte.

Im Verlauf des Konflikts zeigte sich ein deutlicher Unterschied in der strategischen Logik beider Seiten. Die USA setzen unter Donald Trump primär auf eine militärisch-operative Kriegsführung, die durch gezielte Luftschläge, Spezialeinsätze und die Zerstörung kritischer Infrastruktur geprägt ist. Der Iran hingegen verfolgt stärker eine indirekte und ökonomische Kriegsstrategie. Neben klassischen militärischen Mitteln nutzt Teheran vor allem wirtschaftliche Hebel wie die zeitweise Blockade der Straße von Hormus, was zu einem deutlichen Anstieg der globalen Energiepreise führte. Ziel des Irans ist es weniger, konventionell militärisch zu siegen, sondern sich durch regionale Instabilität und ökonomischen Druck Verhandlungsspielräume zu schaffen.

Die iranische Strategie, den Konflikt zunehmend über wirtschaftliche Hebel und insbesondere durch die zeitweise Blockade der Straße von Hormus zu führen, hat die US-amerikanischen Kriegsziele spürbar verschoben. Donald Trump hatte zwar öffentlich keine kohärente oder detaillierte Kriegsstrategie formuliert, jedoch wiederholt als politische Leitmotive die Eindämmung des iranischen Atomprogramms sowie eine politische „Befreiung“ der iranischen Bevölkerung vom bestehenden Regime genannt. In der praktischen Umsetzung erwiesen sich jedoch sowohl eine nachhaltige Zerschlagung des iranischen Atomprogramms als auch ein Regimewechsel als kaum realistisch. Trotz erheblicher Schäden an zentraler nuklearer und militärischer Infrastruktur blieb das iranische Atomprogramm in reduzierter Form funktionsfähig und konnte nach Einschätzung verschiedener Beobachter weitergeführt werden. Ebenso zeigte sich das iranische Staats- und Sicherheitssystem trotz militärischen Drucks und gezielter Angriffe und internationaler Isolation als vergleichsweise stabil, sodass ein kurzfristiger politischer Umsturz zunehmend außer Reichweite rückte.

Vor diesem Hintergrund verschob sich der Charakter des Konflikts zunehmend in Richtung eines begrenzten, aber hochriskanten Abnutzungskrieges, in dem beide Seiten erhebliche wirtschaftliche, militärische und politische Kosten tragen, ohne dass ein strategisch entscheidender Durchbruch oder eine klare politische Endlösung erkennbar ist. Der wirtschaftliche Druck des Iran zwang die USA dabei zu einer stärkeren Priorisierung pragmatischer Ziele wie der Sicherung globaler Schifffahrtswege und der Stabilisierung der Energiemärkte. Die aktuell dominierenden US-Ziele sind dabei unmittelbar Folge der militärischen Eskalation. Vor dem imperialistischen Angriff der USA und seines zionistischen Verbündeten auf iranische Ziele und der anschließenden Gegenreaktionen Teherans bestand keine vergleichbare systemische Gefährdung der Straße von Hormus oder der globalen Energieversorgung in diesem Ausmaß.

Nach mehreren Wochen intensiver Kämpfe, Eskalationen und einer sich zuspitzenden humanitären sowie sicherheitspolitischen Lage einigten sich die Konfliktparteien Anfang April 2026 auf eine fragile Waffenruhe, die unter internationaler Vermittlung zustande kam und unter anderem eine teilweise Öffnung strategischer Seewege wie der Straße von Hormus vorsieht. Parallel dazu begannen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erstmals direkte Verhandlungen zwischen den USA und Iran auf hoher diplomatischer Ebene. Diese Gespräche gelten als äußerst angespannt und von tiefem Misstrauen geprägt.

 

Trump, der Ultra-Zionist

Die derzeit laufenden Friedens- und Deeskalationsverhandlungen zwischen den USA und Iran stehen auch unter erheblichem Einfluss anhaltender Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Während Teheran eine Waffenruhe im Libanon als Bedingung für Friedensgespräche benannte, setzt Israel seine von den USA geduldete Expansionspolitik in Palästina unbeirrt fort.

Dass Trump als willfähriger Gehilfe Israels auch nicht vor Krieg zurückschreckt, stößt insbesondere auch im eigenen MAGA-Lager auf Kritik. Zuletzt war der Direktor des National Counterterrorism Center, Joseph Kent, von seinem Amt zurückgetreten und hatte in seinem Kündigungsschreiben an den Präsidenten scharfe Kritik an der aktuellen US-Politik gegenüber dem Iran geäußert. So sei der Krieg allein aufgrund des Drucks aus Israel und dessen einflussreicher amerikanischer Lobby begonnen worden.

Schon während seiner ersten Präsidentschaft verfolgte Trump eine deutliche pro-israelische Politik. 2017 erkannte er Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an und verlegte 2018 die US-Botschaft dorthin, obwohl der Status Jerusalems international stark umstritten ist. Die Stadt wird sowohl von Israel, als auch von den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht. Die Vereinten Nationen und die meisten Staaten erkennen Jerusalem daher nicht als israelische Hauptstadt an, da der endgültige Status der Stadt nach internationalem Konsens erst in Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern geklärt werden soll. Besonders problematisch ist dabei die Teilung Jerusalems nach dem Krieg von 1967, als Israel Ostjerusalem besetzte und später annektierte.

2019 folgte die Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen, die international als umstrittenes Gebiet gelten. Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Plateau zwischen Israel und Syrien, das Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberte und 1981 faktisch annektierte. Syrien beansprucht das Gebiet weiterhin für sich und auch nach internationalem Recht gilt die Annexion überwiegend als nicht anerkannt. Die Region ist militärisch bedeutsam, da sie eine Höhenlage mit Kontrolle über Nordisrael und Teile Syriens, sowie Zugang zu wichtigen Wasserressourcen bietet. Trumps Anerkennung stellte damit einen Bruch mit der bisherigen internationalen Position dar.

Trump, der in der Vergangenheit wiederholt seine enge Verbundenheit mit Israel betonte und das Land als „starken Verbündeten und Freund“ bezeichnete sowie seine Regierung als die bislang israelfreundlichste in der Geschichte der USA darstellte, setzte auch die langfristig angelegten US-Waffenlieferungen an Israel fort und bekräftigte dabei ausdrücklich seine Unterstützung dieser Politik. Der Angriff auf den Iran scheint daher nur die logische Konsequenz der Israel-Hörigkeit Trumps zu sein.

 

Trump und die Epstein-Files

Ob diese Israel-Hörigkeit immer nur Trumps innerer Überzeugung entspricht oder durch Druck von Eliten im Hintergrund ausgeht, kann nur spekuliert werden. So sind bis heute seine Verstrickungen im Fall Epstein nicht vollständig aufgeklärt.

Während seiner politischen Kampagnen und in der frühen Phase seiner zweiten Amtszeit trat Donald Trump wiederholt als vermeintlicher Befürworter umfassender Transparenz im Fall Jeffrey Epstein auf. Er und sein Umfeld kündigten die vollständige Veröffentlichung der sogenannten „Epstein Files“ sowie eine Aufarbeitung möglicher Netzwerke an. Tatsächlich erfolgten die Freigaben jedoch nur scheibchenweise und überwiegend unter erheblichem öffentlichen und politischen Druck. Die Anfang 2025 veröffentlichten Dokumentpakete enthielten weitgehend bereits bekannte oder stark begrenzte Informationen und boten keine vollständige Aufarbeitung der Ermittlungsakten. Auch spätere Freigaben blieben fragmentarisch, waren umfangreich geschwärzt und enthielten vielfach nur redigierte oder bereits bekannte Inhalte. Die bislang veröffentlichte Aktenlage gewährt daher nur einen stark gefilterten Einblick und zentrale Fragen bleiben weiterhin offen.

Dies verwundert insofern nicht, als dass Donald Trump selbst in den öffentlich gewordenen „Epstein Files“ mehrfach indirekt erwähnt wird und zu Jeffrey Epstein in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. Mediale Aufmerksamkeit erreichte unter anderem ein Geburtstagsbrief an Epstein aus dem Jahr 2003, der von Trump stammen soll. Der Brief enthielt eine Skizze des Torsos einer nackten Frau mit einer Anspielung auf die „wunderbaren Geheimnisse“ Epsteins. Zudem befindet sich in offengelegten Akten unter anderem ein mutmaßlicher Brief Epsteins, der besagt, dass Trump gerne junge, attraktive Mädchen begrapsche.

 

Trumps verbale Entgleisungen

Man muss jedoch nicht tief in irgendwelchen geschwärzten Akten wühlen, um einen Beleg für Trumps degenerierte Gedankenwelt zu erhalten. So äußerte er bereits 2005 in einer später publik gewordenen Privatunterhaltung, was er von Frauen hält:

„Ich fange einfach an, sie zu küssen… Ich warte nicht einmal. Und wenn man ein Star ist, lassen sie einen das machen. Man kann alles machen. Man kann ihnen an die Pussy fassen. Man kann alles machen.“

Man könnte dieses nicht-öffentliche Gespräch, das erst Jahre später durch ein geleaktes Audio bekannt wurde, dahingehend relativeren, als dass es dem privaten Bereich zugeordnet werden muss. Doch auch Trumps öffentliche Kommunikation überschreitet regelmäßig die Grenzen des guten Geschmacks. Insbesondere über seine Plattform Truth Social – ein von ihm betriebenes soziales Netzwerk – teilt er seine kruden Gedankengänge mit der Welt. Im Irankrieg hatte er vor den kürzlich eingeleiteten Friedensverhandlungen noch gedroht, den Iran zu vernichten, sollte dieser nicht die Straße von Hormus öffnen. Zudem hatte er Iraner pauschal als „Tiere“ bezeichnet und mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke in einer Art und Weise gedroht, die eines Staatpräsidenten einer Weltmacht als unwürdig erscheinen muss.

 

 

 

Trumps Haltung zu Deutschland und Europa

Irans Militärführung kritisierte Trumps Aussagen als „arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen“ und nannte den US-Präsidenten wahnhaft. Doch auch in Europa trifft Trump mit seinem Vorgehen und seinen Aussagen auf wenig Verständnis. Die zurückhaltende Haltung Deutschlands im Irankonflikt hatte ihn zuletzt zu einer umfassenden Kritik veranlasst. Trump wirft der deutschen Bundesregierung vor, sich nicht ausreichend an sicherheitspolitischen Maßnahmen, wie etwa dem Schutz der Straße von Hormus, zu beteiligen und begründet dies mit mangelnder Dankbarkeit gegenüber den USA, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut hätten. Dass der Wiederaufbau Deutschlands den Amerikanern zu verdanken sei, mag zwar in das US-amerikanische Narrativ passen, entspricht jedoch nicht wirklich der Realität und lässt zudem völlig außer Acht, dass es die britischen und US-amerikanischen Bombardements waren, die die massive Zerstörung deutscher Städte erst herbeigeführt hatten.
Auch Spanien war bereits von Trump kritisiert worden, nachdem sich Madrid geweigert hatte, US-Flugzeuge von spanischem Boden aus für mögliche Kriegseinsätze starten zu lassen. Das transatlantische Verhältnis ist derzeit angespannt. Während Trump auf der einen Seite die mit dem Zionismus kollaborierenden Golfstaaten, darunter Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, für deren seiner Meinung nach „guten Unterstützung“ lobte, bezeichnete er die NATO erneut als „Papiertiger“.

Dass sich die Spannungen zwischen den USA und Europa weiter verschärfen, zeigt sich nicht nur an der nur geäußerten Kritik im Hinblick auf Deutschlands Zurückhaltung im Iran oder Spaniens Ablehnung militärischer Unterstützung. Ein besonders symbolträchtiger Streitpunkt war auch der Konflikt um Grönland, als Trump wiederholt den Wunsch geäußert hatte, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland kaufen zu wollen, was wiederum von der dänischen Regierung entschieden zurückgewiesen wurde. Selbst vor den eigenen angeblichen Verbündeten scheint der neue US-Imperialismus unter Kriegstreiber Trump nicht Halt machen zu wollen.

 

Trump: Hoffnungsträger und Heilsbringer?

Bei der Amtseinführung von Donald Trump feierte die politisch naive Neue Rechte ihn noch begeistert und stilisierte ihn teils zu einer Art rechten Messias. So verkaufte das pro-russische und sonst eher US-kritische Compact-Magazin ihm zu Ehren sogar eine Gedenkmünze. Der seine antideutsche Vergangenheit wohl noch nicht zurücklassende Chefredakteur Jürgen Elsässer forderte sogar ganz offen bei X, dass die Angloamerikaner zusammen mit den Russen Deutschland weiter besetzt halten sollen, um den Sieg populistischer Parteien zu ermöglichen. Der anfänglichen Euphorie ist nun die Ernüchterung gefolgt. Mittlerweile hat man im Compact-Shop den Verkauf der Trump-Münze gestoppt und bietet nur noch die ebenso absurd erscheinende „Druschba-Münze“ für die sogenannte „deutsch-russische Freundschaft“ an.

So wahnwitzig US-Präsident Trump agiert und Teile der deutschen Rechten darauf reagieren, indem sie sich aus eigener Schwäche heraus hilflos an jeden Strohhalm klammern und sich eine „Befreiung“ von außen erhoffen, so bleibt doch ein Hoffnungsschimmer, dass aus der aktuellen Situation heraus Positives entstehen könnte. Unsere nationalrevolutionäre Partei und Bewegung DER III. WEG setzt sich schon immer konsequent für einen Austritt aus der NATO ein und stattdessen für die Schaffung eines gesamteuropäischen Verteidigungsbündnisses unter Ausschluss der USA. Forderungen wie „Besatzer raus aus Deutschland“ oder „Keine Unterstützung für den Terrorstaat Israel!“ finden sich auch in Punkt 8 unseres aktualisierten Zehn-Punkte-Programms wieder.

Nüchtern betrachtet wäre die Erreichung dieser Ziele allein durch innenpolitische Aufklärungsarbeit kaum zu erreichen. Je wüster aber die Ausfälle des Irren im Weißen Haus, je aggressiver die US-Außenpolitik und je skrupelloser die zionistische Agenda, desto mehr Europäern wird auch einleuchten, dass sich Europa endlich aus der hegemonialen Umklammerung Washingtons und der zionistisch beherrschten Ostküste lösen muss, um wieder als souveräner Akteur der Weltpolitik aufzutreten. Ein Austritt aus der NATO und die Gründung eines europäischen Verteidigungsbündnisses scheint daher nicht mehr so unwahrscheinlich wie noch vor wenigen Jahren.

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