Seit Jahren ist ein massiver Rückgang von Insekten zu verzeichnen. Mit den Insekten verschwinden auch immer mehr Vögel und andere Tiere, wie beispielsweise der Igel oder der unter Naturschutz stehende Maulwurf, die sich überwiegend von Insekten ernähren. Einer der Hauptgründe ist der massive Druck auf die Landwirtschaft. Billigimporte aus dem Ausland, Kostendruck der Abnehmer, hohe Abgaben und Nebenkosten erzwingen eine möglichst kostengünstige Produktion. Um diese zu erreichen, werden chemische Pestizide im großen Mengen versprüht. Für den Landwirt sind sie die günstige Methode einen hohen Ertrag und den notwendigen Gewinn zu erwirtschaften. Für die Umwelt hat dies jedoch nachhaltige und massive Folgen. In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zählt dies jedoch nicht.
Doch auch viele Gartenbesitzer tragen dazu bei, dass die Insekten verschwinden. Es gibt immer mehr sogenannte Schottergärten. Diese sind absolut lebensfeindlich, weil dort fast nichts mehr wächst und somit auch keine Tiere mehr zu finden sind, weil sie weder ausreichend Nahrung, noch Nistplätze oder Rückzugsorte finden. Außerdem verdichten der Schotter und der darunter liegende Vlies den Boden. Dies sorgt dafür, dass bei Starkregen das Wasser nicht mehr ablaufen und sogar zu Überschwemmungen führen kann. Andere Gärten gleichen eher einem Fußballplatz. Nur wenige Zentimeter hohes Gras, kein Gänseblümchen oder Löwenzahn gibt es dort zu sehen, weil es sich bei diesen Wildkräutern, in den Augen spießiger Gartenbesitzer, um „Unkraut“ handelt. Diese „Unkräuter“ werden im schlimmsten Fall mit Pestiziden bekämpft oder eben einfach abgemäht, damit sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen. Besonders problematisch ist auch der Einsatz von Mährobotern, die den Rasen automatisch immer kurz halten. Diese sind nicht nur ein Sinnbild für die degenerierte BRD-Konsumgesellschaft, sondern auch eine Gefahr für die kleinen Tiere im Garten. Immer wieder werden beispielsweise Igel von diesen Maschinen schwer verletzt oder getötet, weil diese Tiere sich bei Gefahr einrollen und nicht weglaufen. Viele Gartenbesitzer scheinen eher großen Wert auf den akkurat gestutzten Rasen zu legen, anstatt sich an der Artenvielfalt zu erfreuen.
Deshalb rufen inzwischen Naturschutzverbände dazu auf, den Rasen im Mai nicht zu mähen, damit die aus der Winterruhe erwachten Tiere Schutz in dem hohen Gras suchen können und außerdem ausreichend Nist- und Nahrungsmöglichkeiten finden. Doch nicht nur die verschiedenen Tiere profitieren von der Pflanzenvielfalt im Garten, auch für uns Menschen hat es nur Vorteile; insbesondere dann, wenn wir Obst und Gemüse anbauen. So bestäuben Bienen und Hummeln zuverlässig die Pflanzen und sorgen für eine ertragreiche Ernte. Außerdem sind viele der im Garten wachsenden Wildkräuter auch für uns Menschen essbar oder haben sogar eine heilende Wirkung. Brennnessel, Spitzwegerich, Löwenzahn, Giersch oder auch Gänseblümchen, um nur einige der bekanntesten Pflanzen zu nennen, sind alle essbar. Natürlich kann man auch über den Mai hinaus auf das Mähen verzichten, die zahlreichen Tiere im Garten werden es einem danken. Zusätzlich kann man auch noch Insektenhotels bauen, bienenfreundliche Hecken anpflanzen, eine Wildblumenwiese anlegen oder auch einige Vogelhäuser aufhängen. Und wenn man ehrlich ist, ist ein Garten, in dem die Insekten summen, zahlreiche Vögel zu beobachten sind und bunte Blumen blühen, doch viel schöner anzuschauen als ein spießiger, kurzer Rasen. Und ganz nebenbei leistet man einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Naturschutz.
Die Partei Der III. Weg setzt sich seit jeher unter ihrer programmatischen Losung „Umweltschutz ist Heimatschutz“ für den Natur- und Tierschutz ein. Ohne eine umweltfreundliche Politik ist jedes Volk in seiner Substanz gefährdet. Dem Naturschutz müssen daher wirtschaftliche Interessen untergeordnet werden. Hemmungsloses Wirtschaftswachstum, radikale Landschaftsveränderungen, gigantische Industrieprojekte, Industrialisierung der Landwirtschaft sowie die Verstädterung ganzer Regionen werden durch die volksfeindlichen Parteien, Verbände und Interessengruppen vorangetrieben. Die einseitige Ausrichtung an materiellen Werten führt zwangsläufig zur Vernichtung aller traditionellen Bindungen und Kulturen.
Der Mensch wird von seiner Umwelt entfremdet, entwurzelt und verliert folglich seine Identität. Die menschliche Bindung an Flora und Fauna verkümmert immer mehr in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Für die Partei Der III. Weg gehört zum Schutz der Natur auch der Schutz des Tieres und der Erhalt der Artenvielfalt. Deshalb befürworten wir die Kampagne „Mähfreier Mai“ und darüber hinaus auch die Errichtung von naturnahen Gärten, in denen die heimische Tier- und Pflanzenwelt gefördert wird. Ziel unserer Partei ist die Schaffung bzw. Wiederherstellung einer lebenswerten Umwelt, die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes und die Förderung seiner Gesundheit.
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