
Auf Ruinen und Toten: Russische Siedler machen sich breit
Unvorstellbare 86 Tage lang haben ukrainische Soldaten, unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Regiments Asow, um die Stadt Mariupol gerungen. Insbesondere die Geschichte des Kampfes um das Stahlwerk Azovstal ist schon heute schon zu einem europäischen Mythos geworden. Doch letztlich mussten sich die tapferen Helden der russischen Übermacht ergeben. Mehr als vier Jahre sind seitdem vergangen, doch die Russische Föderation hat den Kampf auf andere Weise fortgeführt. Das russische Ziel ist es, die Identität der Ukraine auszulöschen und sie zu einem weiteren gleichgeschaltenen Bestandteil seines multikulturellen Vielvölker-Staates zu machen.
Im Zuge der Kampfhandlungen wurden weite Teile der Stadt zerstört. Viele Bürger starben, andere verließen die Stadt fluchtartig. Je nach Quelle sollen tausende bis zehntausende Bürger gestorben sein. Etwa 350.000 Menschen haben die Stadt, die einst 425.000 Einwohner zählte, verlassen. Den verbliebenen ukrainischen Bürgern hat Moskau viel versprochen, doch heute sehen sie sich zu Bürgern zweiter Klasse degradiert. Denn schon bald nach der russischen Eroberung der Stadt kamen die Fremden. Anfangs waren es meist Arbeitsmigranten aus Zentralasien, die von den russischen Behörden Pässe bekommen hatten. Viele von ihnen waren Bauarbeiter, die den Bau neuer Siedlungen durchführen sollten. Sie kamen, verdienten Geld, gingen wieder oder wurden an die Front geschickt. Seit 2024 folgte ihnen eine zweite Welle Landnehmer.
Einwanderer, die von den Einheimischen schlicht als „Kakerlaken“ bezeichnet werden. Sie kommen aus Moskau, St. Petersburg, Tscheljabinsk, Woronesch oder Wolgograd. Was sie lockt, ist nicht nur die Meereslage von Mariupol. Wer eine Hypothek in der besetzten Stadt aufnimmt, zahlt in Luhansk oder in Mariupol nur einen Zinssatz von zwei Prozent. Gewöhnliche Immobilienkredite liegen in Russland hingegen bei 30 Prozent. Dazu kommen Löhne, die weit über den Verdienstmöglichkeiten eines Arbeiters in Russland liegen. Ein Bauarbeiter etwa verdient nach Angaben der Stadt Mariupol 180.000 bis 200.000 Rubel im Monat, das ist das Drei- bis Vierfache dessen, was Einheimische für die gleiche Arbeit bekommen.
Was den gemeinen Russen nicht interessiert, ist die Geschichte seines neuen Wohnorts. Denn für die neuen Wohnungen mussten alte weichen. Ihre Eigentümer sind vertrieben oder liegen tot unter Russlands neu hochgezogenen grauen Plattenbauten. Viele Bauarbeiten fanden direkt an Orten von Massakern statt, um die Spuren der Verbrechen der Besatzer zu verwischen. Russland hat gezielt die Enteignung der Ukrainer forciert. Allein in Mariupol wurden seit Juli 2024 5.700 Wohnungen zur Enteignung freigegeben. Ende 2025 unterzeichnete Wladimir Putin ein Gesetz, das die Enteignung „herrenloser“ Immobilien sogar ohne Gerichtsbeschluss gestattete. Ende 2025 räumte Moskau eine Frist von sechs Monaten zur Umregistrierung ein. Wer sie versäumte, dessen Eigentum wurde für herrenlos erklärt. Eine Farce, denn für viele ukrainische Bürger war es selbstverständlich nicht möglich, über russisches Gebiet einzureisen, die Filtrationskontrollen des FSB zu durchlaufen, einen russischen Pass zu beantragen und sich durch die Bürokratie zu kämpfen. Und wer gar nicht erst das Glück hatte, dass das eigene Wohnhaus den Raketenbeschuss heil überstand, wurde von russischen Soldaten gleich vertrieben und durfte dabei nicht einmal Kleidung oder Essen mitnehmen. Vorgänge, die an die Enteignung und Vertreibung der Ostdeutschen durch Polen 1945/46 erinnern.
Das Vorgehen der Russischen Föderation zeigt, wie der Feind aus dem innerasiatischen Osten die nationale Identität der Ukraine auslöschen will. Als europäische Nationalisten setzen wir uns für die Freiheit unserer Völker ein. Der russische Imperialismus zielt auf die Vernichtung des ukrainischen Volkes ab und bedroht auch weitere Teile Europas, weshalb er zu unserem Feind erklärt werden muss. Die Partei und Bewegung DER III. WEG steht an der Seite der ukrainischen Nation und setzt sich für die Schaffung einer europäischen Eidgenossenschaft als potenten Widersacher zu den imperialistischen Mächten im Osten und Westen ein. Dabei geht es nicht darum, dass Europa im Sinne einer imperialistischen Macht Abschied vom Nationalstaat und von der Idee des Nationalismus nimmt, sondern um eine integrierende Hegemonie, die auf Partizipation und Kooperation nach innen beruht und die Souveränität der Nationalstaaten weitestgehend unangetastet lässt. Nach außen hin muss Europa jedoch zusammenarbeiten, um sich seiner Feinde zu erwehren.














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