Nationale Solidarität: Hilfsaktionen in München/Oberbayern

Hilfsaktionen während der Corona Krise

In der aktuellen Krisensituation ist solidarisches Verhalten besonders gefragt. Aktivisten vom Stützpunkt München / Oberbayern versuchen daher auf verschiedenen Wegen dort zu helfen, wo Bedarf ist. In diesem Rahmen wurde Kleidung an Obdachlose verteilt, Briefe und Postkarten an Altenheime verschickt und kleine Präsente an Arztpraxen, Apotheker, Zahnärzte und Supermarktkassierer übergeben. Außerdem fertigten Aktivisten Stoffmasken an und eine Nachbarschaftshilfe wurde eingerichtet.

Anteilnahme für die ältere Generation

Durch die strikten Ausgangssperren werden viele Menschen immer einsamer. Besonders betroffen sind jene Volksgenossen, die schon vorher aus der Gesellschaft verdrängt worden sind, weil sie keine nützlichen Rädchen in der kapitalistischen Ökonomie darstellen. Das sind Menschen, die heute an ihrem Lebensabend stehen und nicht mehr arbeiten können. In einer Zeit, in der die sogenannte „Selbsterfüllung“ über allem stehen soll, stellen Alte nur noch einen Klotz am Bein dar. So werden sie in Altersheime abgeschoben, weil man weder Zeit noch Muße hat, sich selbst um die eigenen Eltern zu kommen. Nun bleiben selbst die Wochenendbesuche der Kinder aus. Ungezählte alte Menschen sterben in diesen Tagen in und an Einsamkeit, ein trauriges Schicksal.

Münchner Aktivisten haben daher Briefe und Karten an ein Münchner Altersheim geschickt, um den alten Menschen Mut zuzusprechen. Es geht darum, der Generation, die unser Land im Krieg verteidigt und nach dem Krieg wieder aufgebaut hat, zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Wir sind ihnen dankbar und wollen wenigstens ein paar Worte der Anteilnahme und der Zuversicht an die oftmals vollkommen isolierten Senioren senden.

Obdachlosenhilfe in der Corona-Krise

Ein besonders hartes Schicksal in München, der oftmals bezeichneten „Stadt der Reichen“, haben deutsche Obdachlose. Die Mietpreise in der Stadt sind horrend und wen das Schicksal in der selbst ernannten „Weltstadt mit Herz“ hart trifft, kommt so schnell oft nicht wieder auf die Beine. Einen solchen harten Kampf kämpft auch Bernd, der seit Jahren auf der Straße lebt. Vor zwei Jahren haben wir bereits ein Interview mit ihm veröffentlicht (siehe: DER III. WEG – Im Gespräch mit einem Obdachlosen) Im Moloch Großstadt ist die Situation für deutsche Obdachlose auch deswegen so schwierig, weil viele Osteuropäer, die von der europäischen Freizügigkeit profitieren, eine wahre Ellenbogenmentalität ausleben. So müssen Männer wie Bernd aufpassen, von ihren oftmals kriminellen Nachbarn nicht ausgeraubt und betrogen zu werden. Bei Parolen wie „#Stay at Home“ schwingt für Menschen wie Bernd eine ganze Portion Ironie mit. Wie soll jemand, dem dieses System gar kein Heim ermöglicht, denn bitte zuhause bleiben?

Umso erfreuter war Bernd, dass „Der III. Weg“ auch in diesem Jahr an den Landsmann in Not gedacht hat. Diesmal gab es für Bernd ein paar neue Schuhe und wärmende Decken. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die ehrenamtlichen Spender! Auch einer ebenfalls mittellosen Frau aus dem Bekanntenkreis von Bernd konnte somit geholfen werden.

Ein Dankeschön vom „III. Weg“

Für manche Münchner hat sich der Arbeitsalltag nur dahingehend verändert, dass man von zuhause aus und nicht mehr im Großraumbüro arbeitet. Für andere hingegen, besonders die Menschen in schlecht entlohnten Berufen an den Kassen oder in der Pflege, ist diese Zeit eine harte Probe. Was sie leisten, ist außerordentlich. Deshalb wollten auch Münchner Aktivisten Danke sagen. So wurden an Mitarbeiterinnen an Supermarktkassen kleine Schokoladenpackungen verteilt. Auch Arztpraxen, Zahnärzte und Apotheken wurden bedacht. Denn auch diese Menschen arbeiten unter erhöhtem Risiko. Zahnärzte wurden deshalb versorgt, weil die Praxen heute um ihre Existenz kämpfen müssen. Sie sind von der besonderen Förderung ausgenommen, die dem ärztlichen Sektor zuteil wird. Doch viele Patienten trauen sich heute nicht, ihre Termine wahrzunehmen, oft aus Unwissenheit darüber, dass die Praxen überhaupt offen haben.

Stoffmasken selbstgemacht

Ingolstädter Aktivisten haben Gesichtsmasken selbst angefertigt und verteilt. Während unter anderem in Bayern der Mundschutz etwa beim Einkaufen bereits Pflicht ist, ist die Versorgung in Deutschland knapp. Über Jahre hinweg wurde es versäumt, nötige Vorräte bereitzustellen. Nun ist ein internationales Hauen und Stechen um jede Lieferung aus China entbrannt. Schon oft sind Lieferungen irgendwo in Thailand oder Kenia von anderen Regierungen konfisziert worden oder schlicht verschwunden. Umso deutlicher zeigt sich, warum die Globalisierung ein Irrweg ist und eine raumgebundene Volkswirtschaft der einzige Garant für ein selbstbestimmtes Volk sein kann.

Die Weggefährtin #043: Stoffmasken selber nähen

Das Corona-Virus kann weiterhin jeden treffen. Noch lange wird die Krise unseren Alltag begleiten und man muss damit rechnen, selbst einmal von einer Quarantäne betroffen zu sein. Deswegen bieten unsere Aktivisten weiterhin eine Einkaufshilfe an, in der unsere Aktivisten nachbarschaftliche Hilfe leisten, wie etwa beim Einkaufen. In und um München wurden unzählige Flugblätter verteilt, in der auf die genannte Nachbarschaftshilfe aufmerksam gemacht wird.





  • Liebe Freunde! Ich bin aus oberfranken und habe durch meine Freundin erfahren das es euch gibt. Es würde mich freuen wenn ich mich bei euch engagieren könnte und meinen Beitrag zu einem endlich freien und lebenswerten Deutschland leisten könnte. Ich lebe an den Wochenenden in Marktneukirchen und das liegt ja ganz in eurer Nähe. Schönen Mai Feiertag und macht so weiter. Germanische Grüße von Stefan.

    Stefan Wischniowsky 01.05.2020
    • Hallo Stefan, Du kannst uns gerne über das Kontaktformular anschreiben. Unsere Aktivisten aus deiner Region werden sich dann mit dir in Verbindung setzen.

      https://der-dritte-weg.info/kontakt/

      Marcel 01.05.2020
×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
ZYSHY9EH

×
Jetzt beim Rundbrief vom III. Weg anmelden

Hast Du Dich schon eingetragen?

✔️Anonym ✔️Kostenlos ✔️Exklusiv