Die meisten Zeitzeugen, die über die Zeit des Nationalsozialismus berichten könnten, sind mittlerweile verstorben. Doch auch nach 1945 hat es in München nationalistische Organisationen gegeben. Da in den letzten Jahren viele neue Aktivisten zu unserer Bewegung dazugestoßen sind und sich viele „alte Kämpfer“ zurückgezogen haben, wissen viele gar nicht, was eigentlich vor dem „III. Weg“ in München so los war. Dabei gibt es viel, was man von den „Alten“ lernen kann. Es gibt Fehler, die neue Aktivisten-Generationen nicht wiederholen müssen. Darüber hinaus haben Nationalisten stets ein rebellisches Leben geführt. Ein langjähriger Aktivist hat in einem ausführlichen Vortrag vor vollbesetztem Saal Jung und Alt mitgenommen auf eine Reise durch Jahrzehnte voller Kampf und Aufruhr. Im Anschluss haben Aktivisten eine Aktion zum 30. Todestag von Reinhold Elstner durchgeführt.
Vom Skinhead zum Nationalrevolutionär
Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland wenden sich dem Nationalismus zu. Sie spüren, dass dieses System ihnen keine gute Zukunft geben kann, sie sind tagtäglich der multikulturellen Realität ausgesetzt, sie haben genug von der LGBTQ-Dauerbedröhnung, und die Corona-Diktatur hat ihnen die Fragilität und die Grenzen ihrer vermeintlich garantierten „Freiheit“ aufgezeigt. Auf der Suche nach rebellischen Gruppen, nach Alternativen zu diesem System sind viele von ihnen orientierungslos und geraten an mitunter fragwürdige Charaktere. Weil sich viele altgediente Aktivisten zurückgezogen haben, Kameradschaften und Bünde verschwunden sind, ohne etwas zu hinterlassen, fehlt ihnen der Orientierungspunkt. Die wenigen Relikte vorangegangener Zeit sind subkulturelle Musik und Bilder aus den sogenannten „Baseballschläger-Jahren“. Als nationalrevolutionäre Bewegung wollen wir eine starke Jugend für ein besseres Deutschland erziehen. Aus der Vergangenheit können und müssen wir daher lernen.
In der einstmaligen „Hauptstadt der Bewegung“ München ist seit nunmehr 11 Jahren der Stützpunkt München/Oberbayern der Partei „Der III. Weg“ auf der Straße aktiv. Weil auch in München ein Generationenwechsel stattgefunden hat, haben viele Aktivisten die Zeit vor dem „III. Weg“ nicht mehr miterlebt. Langweilig war es dabei in München sicherlich nie. Umso gespannter durfte die Jugend daher auf einen Vortrag von einem Aktivisten sein, der die wilden Skinhead-Zeiten Mitte der 1990er-Jahre, die nationalistischen Gruppen in den späten 1990er und frühen 2000er-Jahren sowie die Zeit der Kameradschaft München miterlebt hat.
Ursprünglich aus dem Münchner Norden stammend, hat der Aktivist sich schon als Jugendlicher der Skinhead-Bewegung angeschlossen. Die Skinhead-Bewegung, von vielen romantisiert und verklärt, war nüchtern betrachtet relativ unpolitisch. Es ging um Rebellion gegen die Gesellschaft, es gab klare Feindbilder, aber eben keine klar ausgearbeitete Weltanschauung. Soziale Arbeit, Theoriebildung, ein gesunder Lebenswandel, all das gab es zu jener Zeit nicht. Dafür haben Gewalt und Alkoholkonsum große Rollen gespielt. Begünstigend kam hinzu, dass der staatliche und mediale „Kampf gegen Rechts“ bei weitem noch nicht so weit entwickelt war. Gewalttätige Auseinandersetzungen mit Punks und Türken waren zu jener Zeit an der Tagesordnung. Obwohl mitunter Waffen auf beiden Seiten eingesetzt wurden und es durchaus ernsthafte Verletzungen gab, wurden die Kontrahenten damals oftmals nur mit einer Ermahnung nach Hause geschickt oder haben maximal eine Nacht auf der Wache verbracht. Das Zeigen von nationalsozialistischen Symbolen wurde kaum geahndet. So berichtete der Aktivist von einer Skinhead-Feier an einem See bei Eching, bei der eine überdimensionale Hakenkreuz-Fahne gehisst wurde, die weithin sichtbar war.
Irgendwann stellte der Aktivist jedoch fest, dass der „Way of Life“ des Skinheads vielleicht unterhaltsam sein mochte, jedoch keine Veränderung erschafft. Im Laufe der Jahre hatte er Kontakte aufgebaut und auch führende Kader aus München kennengelernt. Nationale Gruppen waren damals in München durchaus schlagkräftig. Für überregionales Aufsehen sorgte beispielsweise die große Demonstration gegen die „Wehrmachts-Ausstellung“ 1997. Hauptakteure in München waren damals die NPD und die Organisation freier Kräfte in München. Freie Nationalisten waren damals straff organisiert. An sechs Tagen in der Woche war „Dienst“ angesagt, es gab unter anderem wöchentlichen Stammtisch, einen Frauenstammtisch und einen Tag, an dem im Wald Übungen durchgeführt wurden. Zum wöchentlichen Hauptstammtisch sind regelmäßig 80 Mann erschienen.
Dabei war man jederzeit bereit für Aktionen. Für Aufsehen sorgten damals beispielsweise die Proteste gegen die Dauerausstellung von Reemtsma und Heer in München. Jedes Wochenende gingen lokale Aktivisten damals gegen die Verunglimpfung der deutschen Wehrmacht auf die Straße. Eine andere Episode dokumentiert die Schlagfertigkeit jener Zeit: Der 20. März 2003 war ein Donnerstag – Nationaler Stammtisch in München. Doch der 20. März 2003 war auch ein Tag, der anders war als andere. An jenem Tag griffen die USA unter dem Vorwand der Bedrohung durch angebliche „Giftwaffen“ den Irak an. Der Kameradschaftsführer eröffnete den Stammtisch direkt mit einem Marschbefehl: Auf zum amerikanischen Konsulat, Spontan-Kundgebung! Also machten sich 80 Aktivisten auf den Weg. Nur: Auch die Antifa hatte an dem Tag die gleiche Idee. Es kam zu kleineren Auseinandersetzungen, ehe dann links und rechts gegen den US-Imperialismus demonstriert wurde.
Im gleichen Jahr richtete sich die Aufmerksamkeit von ganz Deutschland auf München. In der bayerischen Landeshauptstadt war eine „Neonazi-Terrorzelle“ ausgehoben worden. Während heute sogenannte „Rechtsterroristen“ quasi regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert werden, war das damals noch eine Besonderheit. Was war passiert? Aktivisten hatten die schon damals ausgesprochen naive und undurchdachte Idee, Weltkriegs-Munition aus ostdeutschen Wäldern zu holen und mit Waffen zur Finanzierung des politischen Kampfes zu verkaufen. Eine in der Öffentlichkeit unterbewertete Rolle spielte damals der französische V-Mann Didier Magnien. Er hatte zu Straftaten aufgestachelt und gezielt auf fragwürdige Aktionen gedrängt. Einige Nationalisten wurden damals sofort verhaftet. Andere wurden mit Wanzen abgehört. Unter Alkoholeinfluss wurde dabei geäußert, dass man doch lieber für Taten wie beispielsweise die Sprengung der Münchner Synagoge in das Gefängnis gehen will, anstatt für den Handel mit Waffen. Diese Aussagen sowie im Gegenzug für milde Urteile unterzeichnete „Geständnisse“ haben einige Aktivisten dann für mehrere Jahre hinter Gittern gebracht. In den Systemmedien wird aus diesen Ereignissen gerne ein geplanter Anschlag auf die Grundsteinlegung des Jüdischen Zentrums am St. Jakobs-Platz konstruiert. Unterschlagener Fakt ist hierbei jedoch, dass die Angeklagten vom Vorwurf der Planung einer Sprengstoffexplosion freigesprochen wurden.
Lehren aus jener Zeit: Finger weg von Pseudo-Militanz und konsequente Aussortierung von Personen, die zu Straftaten anstiften wollen! V-Männer und Spinner sind eine Gefahr für jede nationalistische Bewegung! Weiterhin gilt zudem: Keine Aussagen bei der Polizei!
Später wandelte sich dann die „Szene“ in München. Auch in München hielt der Stil der „Autonomen Nationalisten“ Einzug. Dunkle Kleidung und Vermummung, ein Auftreten, das stark an die Linksautonomen erinnerte, setzte sich nach und nach durch. Damals wurde auch die alte Kameradschaft München wiederbelebt. Sie arbeitete eng mit anderen bayerischen Kameradschaften zusammen. Die bekannte Internetpräsenz dieser Zeit war das „Freie Netz Süd“. Diese Zeit war von regem Straßenaktivismus geprägt. Beispielhaft können hier die sogenannten „Kaffeefahrten“ zum 01. Mai genannt werden. Mit Aktionstagen, an denen gleich mehrere Kundgebungen und Demonstrationen in verschiedenen Orten stattfanden, sollte auf das Anliegen des „Tag der deutschen Arbeit“ aufmerksam gemacht werden. So wurde beispielsweise gegen Zeitarbeit demonstriert. Der Hochphase der Kameradschaften vorausgegangen war der Austritt zahlreicher Nationalisten aus der Jugendorganisation der NPD. Viele Aktivisten mussten damals die gravierenden Nachteile „demokratischer“ Strukturen erkennen. Zwielichtige Gestalten, Selbstdarsteller und Geschäftemacher konnten sich mithilfe von beliebig aufgenommenem „Stimmvieh“ wichtige Positionen sichern. Auch Flügelstreitigkeiten zwischen vermeintlich „bürgerlichen“ und „radikalen“ Fraktionen sind in solchen Organisationen Alltag.
Als 2013 das Verbotsverfahren gegen die Internetplattform „Freies Netz Süd“ eingeleitet wurde, war die „große Zeit“ der Kameradschaften bereits vorbei. Berechtigte Ablehnung „demokratischer“ Parteien hatte zur Gründung dieser Organisationen geführt, doch gleichzeitig hatten diese Strukturen entscheidende Nachteile. Neben einem wenig einheitlichen Auftreten fehlte vor allem die praktische politische Zielsetzung. Es ist dem Volke kaum vermittelbar, welchen Sinn und Zweck eigentlich eine Kameradschaft erfüllt und wie gerade diese Organisationsform politische Veränderungen erzielen soll. Folgerichtig schlossen sich zahlreiche Nationalisten, so auch unser langjähriger Aktivist, daher freudig dem neugegründeten Stützpunkt München/Oberbayern der Partei „Der III. Weg“ an. Seitdem arbeiten nationale Aktivisten am Aufbau nationalrevolutionärer Strukturen und konnten mit der Gründung eines eigenen Stützpunktes der „Nationalrevolutionären Jugend“ bereits erste Erfolge erzielen.
Reinhold Elstner – Unvergessen!
Thema in dem Vortrag war auch das Gedenken für Reinhold Elstner in München. Der einfache Wehrmachtssoldat, Kriegsgefangene der Alliierten und Heimatvertriebene aus dem Sudetenland hatte 1995 mit seiner Selbstentzündung vor der Feldherrnhalle ein Fanal gesetzt. Er wollte mit seiner Tat aufrütteln und gegen antideutsche Hetze protestieren. Über viele Jahre hinweg hatte es in München stumme Mahnwachen zu Ehren des aufrechten Deutschen gegeben. Zum ersten Elstner-Gedenken 2003 waren etwa 160 Nationalisten vor der Feldherrnhalle angetreten.
In diesem Jahr jährte sich die mutige Tat Elstners zum 30. Mal. Nationalrevolutionäre Aktivisten wollten mit einer neuen Form des Gedenkens an Reinhold Elstner erinnern. So wurde im Anschluss an den „Zeitzeugenvortrag“ symbolisch eine Strohpuppe verbrannt. Dazu wurde in einer Rede über das Leben, aber auch den Auftrag, den uns Reinhold Elstner vermittelt hat, gesprochen. Als Nationalisten lassen wir uns kein antideutsches Geschichtsbild aufzwingen. Wir wissen, dass unsere Ahnen Helden waren und keine Verbrecher. Wir werden sie ehren und ihrem Beispiel an Treue, Tatgeist und Opferbereitschaft folgen!
Werde auch du aktiv!
Fürs Vaterland? Bereit!
Fürs Volk? Bereit!
Für die Heimat? Bereit!















Interessant, zu erfahren. Insbesondere für die ausländischen Nationalisten, die sich für Deutschland und seine wahre Geschichte interessieren.