
Billigwaren aus China überschwemmen Europa
Während das Reich der Mitte bisher immer auf einen wirtschaftlichen Protektionismus gesetzt und vor allem für den Binnenmarkt produziert hat, schickt sich China nun an, mit den gewaltigen Überschüssen aus seiner Binnenproduktion den europäischen Markt zu fluten. EU-Europa, das unbelehrbar weiterhin am internationalistischen Dogma der angeblich uneingeschränkten Vorzüge einer globalisierten Welt festhält, bietet für Chinas Exportoffensive dabei ein einladendes Einfallstor. Konkret geht es um Elektroautos, Konsumgüter und vermehrt auch um Industrieprodukte, die chinesische Staatsunternehmen in Richtung Europa abstoßen und die dabei so konkurrenzlos günstig sind, dass sie für unsere nationalen Volkswirtschaften eine ernsthafte Bedrohung werden. Im kommunistischen Ameisenstaat Chinas mangelt es nach wie vor an Standards zum Schutz der Umwelt und zur Sicherheit von Arbeitnehmern in Fabriken, wie wir sie aus Europa gewohnt sind. Ebenfalls niedriger sind die Lohnkosten, weshalb die Produktion in China deutlich kostengünstiger vonstattengehen kann. Dass europäische Firmen nicht mit den Preisen chinesischer Importprodukte mithalten können, sofern nicht eine staatliche Einfuhrbeschränkung für diese erfolgt, liegt auf der Hand.
Europa vor der nächsten Abhängigkeitskrise
Auch in puncto Autarkie würde Europa noch weiter an Unabhängigkeit einbüßen, denn mit dem höheren Marktanteil chinesischer Produkte wäre man verstärkt von Peking abhängig und anfälliger gegenüber geopolitischen Krisen. Die jahrelang unbekümmert betriebenen Geschäfte mit der Russischen Föderation, die uns in Abhängigkeit zu einer unberechenbaren asiatischen Großmacht mit antiwestlichen Ressentiments gebracht haben, haben uns erst vor kurzem eine schmerzhafte Lektion erteilt. Schon jetzt hat sich Deutschland ohne Not abhängig gemacht von Chinas „Kritischen Rohstoffen“. Dazu gehören zum Beispiel Seltene Erden, Platin, Nickel, Lithium, Wolfram, Gallium und Germanium, die unverzichtbarer Bestandteil unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, modernen Waffensystemen und der Halbleiterindustrie sind. Die 550 bzw. 225 Tonnen Primär-Rohgallium bzw. -germanium, die weltweit für die Halbleiterindustrie produziert werden, an der auch viele deutsche Arbeitsplätze hängen, befinden sich Stand 2022 zu 80-90 Prozent in Chinas Hand.
Nicht so extrem, aber immer noch ausreichend besorgniserregend ist das Verhältnis bei den Seltenen Erden, von denen Deutschland fast die Hälfte des Bedarfs aus China bezieht, obwohl China nur einen weltweiten Marktanteil von 34 Prozent hat. Das Selbe gilt für den Solarsilizium-Sektor, bei dem China mit Milliardeninvestitionen ein weltweites Monopol anstrebt und die deutsche Solarindustrie endgültig zum Erliegen bringen könnte. Will Europa sich aus der drohenden Umklammerung Pekings befreien, wird es zeitnah auf die Entwicklung alternativer Verfahren umrüsten müssen, die ohne die „Kritischen Rohstoffe“ auskommen. Hier stehen deutsche Unternehmen in der Pflicht, entsprechende Technologien zu entwickeln, womit man sich aber durch unzureichenden hochwertigen Nachwuchs aus dem eigenen Volk, sinkende Bildungsstandards durch egalitäre Gesellschaftsexperimente und bürokratische Hürden selbst im Weg steht.
Der Feind im eigenen Haus
Eine weitere Schieflage im Umgang mit China ergibt sich aus der Uneinigkeit der europäischen Nationen, die schon in wehrpolitischer Hinsicht zu Problemen führt. Quertreiber in Europa ist auch hier, wie bereits schon in der Ukrainepolitik, das Orban-Regime in Ungarn. Ungarns Langzeitverweser Victor Orban gilt als Pekings Vertrauensmann in Europa, um chinesischen Einfluss sowohl im wirtschaftlichen, als auch zunehmend im politischen Bereich auszubauen. Damit untergräbt die Regierung in Budapest jegliche gesamteuropäischen Anstrengungen, die nötig sind, um Europa unabhängiger von fremden, invasiven Mächten wie China zu machen. Umso bezeichnender ist es daher, wenn ausgerechnet sogenannte „rechte Patrioten“ in Deutschland sich Pekings Flugzeugträger in Europa zum Vorbild für die eigene Politik nehmen. Bereits im Herbst letzten Jahres wurden die Anstrengungen des AfD-Spitzenkandidaten zur diesjährigen Europawahl, Maximilian Krah, bei der Etablierung eines pro-chinesischen Lobbynetzwerkes in Deutschland und seine Kontakte zum chinesischen Geheimdienst bekannt gemacht. Von der Seite rechter Konservativer und Populisten aus ist also keine Abhilfe zu erwarten, um Europas Unabhängigkeit vor Asien zu bewahren, im Gegenteil.
Nur mit einem authentischen Nationalismus, wie ihn unsere Partei „Der III. Weg“ mit dem Ziel zur Schaffung eines Deutschen Sozialismus vertritt, wird sich Europa schrittweise seinen Weg zur wirtschaftlichen und damit auch politischen Unabhängigkeit bahnen, das dem Ideal der Autarkie entgegenstrebt.













