Winterseminar 2026 der AG Feder & Schwert (+Videos)

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Mit Beginn des Jahres 2026 fand das Winterseminar der Arbeitsgemeinschaft Feder & Schwert der Partei und Bewegung Der III. Weg zum wiederholten Mal (siehe 2020, 2021, 2023, 2024, 2025 ) statt. Auch dieses Jahr konnten wir mit einem vielseitigen Programm aufwarten und behandelten in Form von Vorträgen verschiedene Themen aus Wirtschaft und deutscher Geschichte, setzten uns methodisch mit dem Thema Repression auseinander und hatten internationale Vertreter mit Alberto Palladino von der CasaPound und Thomas Rousseau von der Patriot Front zu Gast, welche ihre jeweiligen Organisationen und deren Handlungsweisen vorstellten. Abgerundet wurde das Seminar mit einem antiquarischen Bücherstand sowie einem umfangreichen Parteistand mit dem Fokus auf die bisher erschienen Publikationen des III. Weg.

Deutsche Ideale im Spannungsfeld zwischen Nationalökonomie und Globalisierung

Der erste Vortragende setzte sich mit dem schwierigen, aber in der heutigen globalisierten Welt immens wichtigen Thema Nationalökonomie auseinander.
Die Wirtschaft bewegt sich stets in Zielkonflikten: Freie Märkte schaffen Effizienz und Wohlstand, staatliche Eingriffe kosten zwar Leistung, können aber Krisen abfedern und Gemeinwohl sichern. Im Spannungsfeld zwischen Nationalökonomie und Globalisierung haben wir deshalb die großen Denkschulen als Werkzeuge gelesen: von der Marktmechanik Adam Smiths über Friedrich Lists nationale Produktivkraft-Idee bis zur Österreichischen Schule als Warnung vor Willkürlenkung sowie Keynes/Friedman als Gegensätze von Fiskal- und Geldsteuerung. Kapitalismus betrachtet die Profitgier des Einzelnen dabei oft als Kernantrieb: Die Logik der „unsichtbaren Hand“ verspricht Wohlstand, wenn jeder Gewinne primär für sich maximiert. In der Praxis kippt das jedoch ohne innere Bindung leicht in Spekulation, Externalisierung und Verantwortungslosigkeit. Die Weiterentwicklung lautet daher: Nicht Märkte abschaffen, sondern ihren Antrieb veredeln. Volkswohl und Vaterland als Sinn- und Zielbindung dort verankern, wo sonst bloßer Eigennutz regiert. Die tragfähige Schlussfolgerung ist eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung mit Vaterland als Zweck (Volkswohl und nationale Zukunftskraft), Freiheit als Methode (Leistung, Wettbewerb und Initiative in verlässlicher Ordnung) und Ehre als Schranke (Haftung, Maß und Verantwortung statt Gewinn ohne Folgen). So wird wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht gegen Gemeinschaft ausgespielt, sondern in ihren Dienst gestellt: Weltoffen, aber nicht erpressbar. Frei, aber nicht zersetzend. Stark, weil verpflichtet.

 

Die Faschisten des 21. Jahrhunderts – CasaPound als Bewegung

Die Gründung der faschistischen Bewegung CasaPound fand im Dezember des Jahres 2003 statt, im Zuge dessen wurde in Rom ein sechsstöckiges Gebäude besetzt und fortan zum Hauptquartier ausgebaut. Schon damals war unser Gastredner Alberto Palladino (Siehe: Neofaschistische Hausbesetzungen: Im Gespräch mit Alberto Palladino von der Casapound Italia) für die CasaPound aktiv und somit ein hervorragender Redner, um über Ursprünge und Wesen der CasaPound Italia zu referieren.

Die Intention der damaligen Hausbesetzung ist und war es u. a., dem durch radikale Linke besetzten „Centri Sociali“ etwas entgegenzusetzen und zudem Wohnraum für zuvor von Obdachlosigkeit bedrohte italienische Familien zur Verfügung zu stellen. Namensgeber war der amerikanische Dichter Ezra Pound (* 30.10.1885; † 01.11.1972), der ein glühender Anhänger Mussolinis war und lange Zeit in Italien lebte. Die italienische Bewegung, die sich selbst als „Faschisten des dritten Milleniums“ bezeichnet, wuchs bis heute auf mehrere hundert Mitstreiter an und ist heute in vielen Regionen Italiens präsent. So entstanden im Laufe der Zeit dutzende Zentren und Einrichtungen der CasaPound über ganz Italien verteilt. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen statt, beispielsweise werden Vorträge gehalten und auch kulturelle Darbietungen wie Theater und Lesungen finden hier ihren Platz, aber auch Kampfsportveranstaltungen und Konzerte.

Im Jahr 2006 gründete CasaPound außerdem eine Schüler- und Studentenorganisation, den Blocco Studentesco, um junge Interessenten leichter an die faschistische Ideologie heranführen zu können. Dieser nimmt auch an entsprechenden Wahlen teil, so zog er 2009 erfolgreich mit 100 Vertretern in die Schülerparlamente ein. Außerdem ist der Blocco Studentesco auf der Straße in Form von Demonstrationen und Umzügen präsent, die im Nachgang medial genutzt und verbreitet werden.

2012 erhielt CasaPound den Status einer Partei. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2018 erreichte CasaPound 0,95 % der Stimmen und bei der Landtagswahl in Südtirol 2018 0,9 % Stimmenanteil. Im Juni 2019 kündigte der Präsident Gianluca Iannone an, dass CasaPound nicht mehr als Partei an Wahlen teilnehmen und man sich stattdessen wieder auf den außerparlamentarischen Kampf konzentrieren werde.

Zusammengefasst betreibt die CasaPound laut Alberto Palladino einen mitunter sehr erfolgreichen „Kulturkampf von rechts“, da sie auf vielen unterschiedlichen Ebenen aktiv ist, ein breites kulturelles Spektrum bietet und auch bisweilen als allgemein eher links geltende Themen aufgreift. In einer anschließenden Fragerunde wurde u. a. noch die aktuelle Situation für radikale nationalistische Strömungen wie die CasaPound unter der rechtspopulistischen Regierung Giorgia Melonis diskutiert.

Das Haus Hohenzollern und der preußische Staat

Fragt man zum Beispiel Kameraden aus anderen europäischen Ländern, was für sie typisch deutsch ist, stößt man immer wieder auf zwei Klischees: Bayern, Lederhose und Bierzelt oder Preußen mit Ordnung, Disziplin und Pflichterfüllung. Bierkrug und Gemütlichkeit sind leicht greifbar, mit dem Preußentum tut man sich da schon schwerer.
Ist Preußen ein Mythos oder ein Prinzip? Dass König Friedrich II. ein großer Deutscher war, ist unbestritten, ob er auch ein guter Deutscher war, kann man schon weitaus differenzierter betrachten. Es liegt klar auf der Hand, dass das Preußisch-Deutsche Kaiserreich mit halb so viel Beamten pro Steuerzahler wie die heutige BRD das am besten funktionierende Staatswesen der damaligen Welt geschaffen hat und dass die auf preußischen Militärprinzipien aufgebaute Deutsche Wehrmacht jeder anderen Armee weit überlegen war. Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Hauses Hohenzollern im 10. Jahrhundert behandelte der Vortrag anhand der Lebenslinien der Herrscher die Geschichte Preußens vom Mittelalter über die schlesischen Kriege, die Freiheitskriege und die große Zeit des Deutschen Reiches bis in die Gegenwart.

 

Thomas Rousseau zur Sache der amerikanischen Nation

Thomas Rousseau, der Führer und Gründer der amerikanischen Bewegung Patriot Front, sprach in einer Video-Liveschaltung direkt aus Amerika zu den Zuhörern des Seminars. Nach einer kurzen persönlichen Einführung beschrieb Thomas Rousseau seine Jugend sowie seine ersten politischen Erfahrungen. Er ging auch auf die „Unite the Right“-Demonstration im Jahr 2017 in Charlottesville ein, welche letztlich zur Gründung der Patriot Front führte. Die Patriot Front erzeugt seit ihrer Gründung mit spontanen spektakulären Aufmärschen eine hohe mediale Aufmerksamkeit und überzeugt dabei mit einer enormen Disziplin und Auftreten ihrer Mitglieder. Die Ästhetik der Patriot Front kombiniert traditionelle US-amerikanische Kultursymbole mit faschistischer Symbolik. Durch den Einsatz modernster Medien entstehen immer wieder professionelle Videoauftritte, die eine große Verbreitung finden – weltweit.

 

Im weiteren Verlauf erklärte Thomas Rousseau den Zuhörern den strukturellen Aufbau seiner Organisation und dass die Patriot Front als Netzwerkmodell zu verstehen ist, welches allen weißen Amerikanern jeglichen Alters als Anlaufstelle dient und jeder seinen Teil zur Veränderung der amerikanischen Gesellschaft beitragen kann. Von jedem Mitglied der Patriot Front werden eine hohe Opferbereitschaft und Entbehrungen erwartet, damit eine Reform hin zu einer nationalistischen Kultur in den USA langfristig erfolgen kann. Die Rede von Thomas Rousseau war sehr professionell und mitreißend. Immer wieder gab es Applaus während seinen Ausführungen.

Im Anschluss an den Vortrag stellten viele Zuhörer aus dem Saal noch direkte Fragen an Thomas Rousseau, welche er alle ausgiebig beantwortete.

 

Buchvorstellung: Unbroken Warrior – Die Richard Scutari Briefe

Die nun folgende kurze Vorstellung des Buches „Unbroken Warrior – Die Richard Scutari Briefe“ fiel thematisch etwas aus dem Rahmen. Richard Scutari war Mitglied von The Order, auch bekannt als Bruder Schweigen, welche Anfang der 80ger Jahre mit Banküberfällen und Anschlägen eine Revolution gegen die Regierung der Vereinigten Staaten starten wollten. Nach zweijähriger Flucht wurde Richard Scutari gefasst und für viele Jahrzehnte inhaftiert. Das Buch „Unbroken Warrior“ bietet einen einzigartigen Einblick in die Briefe und Schriften. Das Buch versammelt persönliche Briefe, Essays und Gedanken, die Scutari über Jahrzehnte hinweg aus der Haft verfasst hat, und macht diese nun einem deutschsprachigen Publikum zugänglich.

 

Repression verstehen, Handlungsfähigkeiten bewahren: Strategischer Umgang mit den Risiken im aktivistischen Kontext

Wer hat in seiner politischen Karriere als Nationalrevolutionär sich noch nicht mit Repression seitens des Staates oder den politischen Gegnern auseinandersetzen müssen? Wahrscheinlich so gut wie jeder. Der Vortrag wollte aber nicht einfach nur von den verschiedensten Formen der Repression gegen Nationalisten erzählen, sondern setzte sich vielmehr zum Ziel, den Zuhörern einen methodischen Ansatz zur Risikoabschätzung und dem Umgang mit Repression zu ermöglichen. Hierzu gilt es erstmal, die möglichen Dimensionen und Auswirkungen der Repression für einen selbst zu erfassen, und den möglichen Schaden beim Eintreffen zu bewerten. In einer Matrix von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe kann sich jeder Aktivist zur besseren Bewältigung bzw. Umgang mit Repression eine Übersicht verschaffen und genau identifizieren, welche Szenarien besonders schmerzhaft sind und welche entsprechenden Vorkehrungen zur Schadensminimierung daher getroffen werden sollten.

 

 

Feierstunde und deutsches Liedgut

Beginnen sollte die Veranstaltung mit einer Feierstunde, in welcher zu Beginn der im Jahr 2025 verstorbenen Parteimitglieder sowie dem Familienvater, Kampfsportler, Burschenschafter und Künstler Ralph Oertel gedacht wurde. Wir werden euch nicht vergessen! Im Anschluß wurden neue Mitstreiter in unsere Partei & Bewegung Der III. Weg feierlich aufgenommen.

Mehrmals wurde in der Feierstunde, wie auch zwischen den Vorträgen, ein gemeinsames Lied angestimmt, um auch in der heutigen schnelllebigen Zeit unser Kulturgut zu wahren und in unseren Reihen zu festigen. Begleitet wurden diese entweder mit einem Schifferklavier oder einer Posaune. Über Jahrhunderte hinweg begleiten uns Deutsche alte Volks-, Feier- und Soldatenlieder. Oftmals von Mund zu Mund weitergegeben, wurden erstmals im späten Mittelalter Liedtexte aufgeschrieben und somit der Nachwelt dauerhaft zugänglich gemacht. In der Romantik erreichte die Sammeltätigkeit ihren Höhepunkt. Im Grunde haben die großen Sammlungen des 19. Jahrhunderts auch darüber entschieden, was heute zum Volkslied gezählt wird. Die Romantiker sahen im Volkslied, angeregt durch Herder, die Manifestation eines anonym-schöpferischen Volksgeistes. Die zweite Blütezeit erlebte das Volkslied im frühen 20. Jahrhundert. Der Wandervogel sowie andere volks- und naturverbundene Jugendbewegungen übernahmen von der Romantik nicht nur das traditionelle Liedgut, sondern auch die frenetische Schwärmerei und ideelle Verschmelzung von Poesie und Freiheitssehnsucht.
Auch für uns als volkstreue Deutsche ist es wichtig, alte Volks-, Feier- und Soldatenlieder zu beherrschen. Diese sind Teil unserer Kultur und Identität, die es gerade in diesen Zeiten zu bewahren gilt.

Nur wer seine Kultur und Geschichte kennt, kann sie auch verteidigen. Dieser Grundhaltung getreu hat unsere Arbeitsgemeinschaft Feder & Schwert Anfang Januar ihr sechstes Seminar abgehalten. Die sehr gut besuchte Veranstaltung bot mit fünf kurzweiligen Vorträgen ein reichhaltiges Wissensportfolio, und nicht zuletzt die während den Vorträgen entstandenen Diskussionen zwischen Rednern und Publikum rundeten den Tag inhaltlich ergiebig ab.